Impuls zum 3. Fastensonntag

Lebendiges Wasser

            Gebt uns Wasser zu trinken! (Ex 17,2) forderten die verärgerten Israeliten, als sie in der Wüste unter großem Durst litten. Auf GOTTES Befehl schlug Mose an den Felsen und das Wasser sprudelte im Überfluss heraus. Und dieser Fels war CHRISTUS (1 Kor 10,4) schrieb der heilige Paulus. Der Fels war das Bild für den MESSIAS, der die geistliche Wasserquelle ist. ER ist das lebendige Wasser, das allen Völkern gegeben ist, um damit den Durst jedes Menschen zu stillen und ewiges Leben zu schenken (Joh 4, 14).

Das Johannes-Evangelium stellt diese Wirklichkeit sehr deutlich dar. Die Samariterin glaubte, dass man sie verspottete, als JESUS am Brunnen saß und sprach: Wenn du wüsstest, worin die Gabe GOTTES besteht und wer es ist, der zu dir sagt: Gib MIR zu trinken!, dann hättest du IHN gebeten, und ER hätte dir lebendiges Wasser gegeben (Joh 4,10). Die Frau begann mit dem HERRN zu diskutieren. ER behauptete allen Ernstes: Wer aber von dem Wasser trinkt, das ICH ihm geben werde, wird niemals mehr Durst haben; vielmehr wird das Wasser, das ICH ihm gebe, in ihm zur sprudelnden Quelle werden, deren Wasser ewiges Leben schenkt (Joh 4, 14).

Wer dieses Wasser bekommt, wird in sich den dauerhaften Keim des ewigen Lebens und die heiligmachende Gnade besitzen. JESUS ist die unerschöpfliche Quelle dieser Gnade. Es reicht aus, einfach zu IHM zu kommen und zu schöpfen. Durch unsere Taufe dürfen wir von IHM schöpfen, weil die Kirche in der Taufe das Wasser als das sakramentale Symbol benutzt.

Man muss glauben, um dieses lebendige Wasser zu trinken. JESUS verlängerte das Gespräch mit der samaritischen Frau, um sie zum Glauben zu bekehren. Sie war am Anfang misstrauisch, aber infolge des Gespräches mit JESUS ging sie in die Stadt zurück, um IHN, den MESSIAS, zu verkünden.

Die Taufe und der Glaube sind zwei Gaben: Wer glaubt, kann getauft werden und durch die Taufe fließt der Glaube in ihn hinein. Die Taufe taucht den Menschen ins lebendige Wasser ein, das aus dem durchbohrten Herzen CHRISTI herausfloss. Dieses Wasser ist reinigend, Durst löschend und belebend. Es ist die sprudelnde Quelle im Herzen des Glaubenden, die zum HERRN und zum ewigen Leben führt.

Der heilige Paulus schrieb über den Glauben und die Gnade. Sie geben den Menschen die Hoffnung auf die Gemeinschaft und auf das ewige Leben mit GOTT. Das gibt uns sichereren Halt schrieb Paulus: Die Hoffnung aber lässt nicht zugrunde gehen; denn die Liebe GOTTES ist ausgegossen in unsere Herzen durch den HEILIGEN GEIST, der uns gegeben ist (Röm 5,5).

Die Gnade, das heißt die Teilnahme an GOTTES Natur, kann man nicht von der Liebe GOTTES trennen, die das Wesen SEINES Seins und Lebens ist. Diese Liebe taucht den Menschen in ihre unendliche Strömung ein. Diese unendlich große Liebe führte schließlich zum Tod CHRISTI für die Sünder. Kann man, ja darf man,  an diese Liebe zweifeln? Dabei wird nur schwerlich jemand für einen Gerechten sterben; vielleicht wird er jedoch für einen guten Menschen sein Leben wagen. GOTT hat aber SEINE Liebe zu uns darin erwiesen, dass CHRISTUS für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren (Röm 5, 7-8).

Das Ostergeheimnis, das wir feiern werden, zeigt, dass CHRISTUS für die Menschen die Quelle des lebendigen Wassers  ist. Dieses Wasser führt uns zum ewigen Lebens dank der unendlich großen Liebe GOTTES. Der Christ soll sich der Gnade und Liebe GOTTES hingeben und sich verwandeln lassen, bis er dem GEKREUZIGTEN ähnlich wird.

Pater Mateusz

 

 

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