5. Fastensonntag – Impuls

5. Wort Jesu am Kreuz

mich dürstet-042„MICH dürstet.“ Unser HEILAND leidet. Die Schmerzen rauben ihm fast das Bewusstsein. SEIN ganzer Körper ist übersät mit Wunden. Hinzu kommt der immense Blutverlust. SEIN Mund ist ausgetrocknet. JESUS hat unsagbar großen Durst. „MICH dürstet.“ JESUS bittet um Barmherzigkeit. ER bittet um einen Schluck Wasser. ER bittet um eine kleine Geste der Mitmenschlichkeit, die IHM so viel Erleichterung bringen würde, die IHM so viel bedeuten würde. Und was passiert? Man reicht IHM Essig.

JESUS muss maßlos enttäuscht gewesen sein. ER bat nur um einen Schluck Wasser – und selbst der wird IHM verwehrt. Wie menschenverachtend ist diese Tat? Hat JESUS nicht schon genug ausgehalten an Schmerzen, Hohn und Spott? Mit dieser Geste treiben die Soldaten ihren Zynismus auf die Spitze. Und JESUS leidet mindestens soviel unter ihrer Verachtung wie unter dem großen Durst.

„MICH dürstet.“ Mit diesem Satz sagt JESUS aber nicht nur etwas über SEIN zutiefst menschliches Bedürfnis nach einem Schluck Wasser aus. Dieser Satz ist viel tiefgründiger. JESUS dürstet nach Erbarmen. Es dürstet IHN nach Barmherzigkeit. Es dürstet IHN nach Mitmenschlichkeit. Es dürstet IHN nach Liebe. Es dürstet IHN nach Freundschaft und nach Zuwendung.

JESUS dürstet auch heute noch. Hat ER nicht einmal gesagt: „Was ihr dem Geringsten meiner Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“ In vielen Ländern Lateinamerikas und Afrikas herrscht immer noch Hunger und Armut. Durch die hungernden Menschen ruft JESUS nach unserer Barmherzigkeit. Schauen wir nach Syrien und in die anderen Kriegsgebiete. Menschen leiden unsagbar große Not. Durch sie bittet JESUS: „Helft MIR, gebt MIR zu essen und zu trinken.“ Auch heute noch werden Menschen wegen ihres Glaubens verfolgt: Durch sie ruft JESUS: „MICH dürstet nach eurer Unterstützung.“ Hören wir SEIN Rufen, SEIN Bitten und Flehen?

Und JESUS spürt auch einen anderen Durst: ER dürstet nach unserem Gebet. Wie oft enttäuschen wir IHN durch allzu lasches Beten? ER dürstet nach unserer Liebe. Wir brauchen nicht perfekt zu sein. ER wünscht sich von uns nur, dass wir IHN mit ganzem Herzen und mit ganzer Seele liebhaben. ER dürstet nach unserem Glauben. ER stirbt für uns am Kreuz, damit unsere Sünden vergeben werden. Doch ohne unseren Glauben wäre JESUS vergebens am Kreuz gestorben.

ER dürstet nach unserem Vertrauen. Selbst wenn nicht immer alles glatt läuft unserem Leben, bittet uns JESUS, ganz und gar auf GOTT zu vertrauen, der uns auch so manche Prüfung zu unserem Heil durchleiden lässt. ER dürstet nach unserer Ganzhingabe. HERR, ich weiß um meine Schwäche. Wandle DU meine Schwäche in Stärke. Mache DU vollkommen, was unvollkommen an mir ist und ich will mich DIR ganz und gar schenken. ER dürstet nach unserer Gottesfurcht. GOTT ist unser Richter, das sollten wir nicht vergessen, aber wer IHN fürchtet, dem zeigt ER sich gnädig und barmherzig.

JESUS dürstet auch heute. Es ist an uns, ob wir IHM Wasser oder Essig zu trinken geben.

Pater Mateusz

 
Liebster JESUS, dein Körper ist ausgezehrt,
unsagbar großer Durst deine Qual vermehrt.
Ich weiß, du leidest noch heute große Pein,
lass mich, HERR, heute dein Tröster sein.
Ich weihe Dir, HERR, heute mein Herz,
ich weiß, HERR JESUS, das lindert deinen Schmerz.

Deinen Durst nach meiner Liebe will ich stillen,
ich will stets GOTTES Gebote erfüllen.
Barmherzigkeit will ich üben gegen jedermann,
wie man das nur aus dem Glauben heraus kann.
Mit tiefer Liebe zu DIR will ich füllen mein Herz,
ich weiß, HERR JESUS, das lindert deinen Schmerz.

Ich will mit offenen Augen durchs Leben gehen,
um meinem Mitmenschen im Leiden beizustehen,
schenke mir ein offenes Ohr für ihre Sorgen,
lass mich ihnen helfen lieber heute als morgen.
Ich will beten, HERR, mit Vertrauen im Herzen,
ich weiß, Herr JESUS, das lindert deine Schmerzen.

Vielleicht, HERR JESUS, muss auch ich einmal leiden,
hilf‘ mir, HERR, dann Wehklagen zu vermeiden
und meine Erfüllung darin zu finden,
mein Leiden mit dem DEINEN zu verbinden,
GOTT ergeben aufzuopfern meine Schmerzen
und DIR so zu zeigen: Ich liebe Dich von Herzen.

AMEN (Verfasserin: Andrea Weinmann)

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