Abschluss des Jahres des gottgeweihten Lebens

In seinem apostolischen Schreiben vom November 2014 zum Jahr des gottgeweihten Lebens führt Papst Franziskus folgendes aus: „Anlässlich des fünfzigjährigen Jubiläums der Dogmatischen Konstitution Lumen gentium, die im 6. Kapitel von den Ordensleuten handelt, wie auch des Dekretes Perfectae caritatis über die zeitgemäße Erneuerung des Ordenslebens habe ich mich entsprechend dem Wunsch vieler von euch (…) entschlossen, ein Jahr des geweihten Lebens auszurufen. Es wird (…) mit dem Fest der Darstellung Jesu im Tempel am 2. Februar 2016 enden.“

Dem Aufruf des Heiligen Vaters Franziskus folgend, handelten auch die Fastenpredigten 2015 vom gottgeweihten Leben. An fünf Sonntagen der Fastenzeit 2015 stellten verschiedene Ordensleute ihre Orden mit den jeweiligen Konstitutionen und Zielsetzungen vor. So unterschiedlich die Inhalte auch waren, hatten sie doch alle eine gemeinsame Ausrichtung: ein Leben, das GOTT geweiht, von IHM durchdrungen und nach SEINEN Vorstellungen gestaltet ist.

Am Vortag des 2. Februar 2016, dem vom Papst Franziskus festgelegten Ende des Jahres des gottgeweihten Lebens, fanden sich über 100 Ordensfrauen aus den Klöstern in Landstuhl, Pirmasens, Grünstadt und Speyer ein, um den feierlichen Abschluss des Jahres des gottgeweihten Lebens zu begehen.

Um 15.30 Uhr traf man sich in der Pilgerrast, um zusammen mit Weihbischof Otto Georgens, den Benediktiner-Patres aus Gräfinthal und Pater Adam, Pater Mateusz, Pater Józef Lizum und Pater Józef Matula vom Kloster Blieskastel bei Kaffee, Kuchen und Schnittchen ein paar Gedanken zum Jahr des gottgeweihten Lebens auszutauschen. Manche nutzten die Gelegenheit zu einem kleinen Spaziergang im Klostergarten oder um die Gnadenkapelle zu besuchen.

Um 17 Uhr fand man sich zum feierlichen Abendlob, das von Weihbischof Otto Georgens in Konzelebration von Pater Adam und Pater Mateusz zelebriert wurde, in der Wallfahrtskirche ein. Die Priester zogen im großen Einzug durch die vor kurzem neu geweihte „Heilige Pforte“ ein, wobei Pater Mateusz mit der Osterkerze voranging.

Die Wallfahrtskirche war verdunkelt. Die Ordensfrauen und ein paar Gläubige, die sich zum Abendlob eingefunden hatten, saßen andächtig in ihren Bänken und warteten darauf, dass von der Osterkerze ausgehend jeder eine kleine Kerze vor sich in der Bank anzünden durfte, nachdem sie von Weihbischof Otto Georgens geweiht worden waren. So herrsche eine feierliche Atmosphäre, die mit der Osternacht vergleichbar war. Die Dominikanerinnen aus Speyer untermalten die feierliche Stimmung durch die musikalische Umrahmung mit mehrstimmigem Gesang.

Ganz im Zeichen des Lichtes stand auch die Predigt von Weihbischof Otto Georgens. Das Magnificat und die Inzenz des Altares schlossen sich an. In den Fürbitten wurde für Ordensberufungen gebetet. Es folgten das „Vater unser“ und der Segen durch Weihbischof Georgens. Im großen Auszug zogen die Priester durch die heilige Pforte aus der Wallfahrtskirche aus.

Pater Mateusz war begeistert von der ruhigen, besinnlichen Atmosphäre des Treffens und von dem erbaulichen Abendlob am Ende des Jahres des gottgeweihten Lebens. Das „Jahr des geweihten Lebens“ mag zwar nunmehr beendet sein, das damit verbundene Anliegen des Heiligen Vaters sollte uns allen aber ein Herzensanliegen bleiben: Beten wir also alle gemeinsam, dass GOTT wieder mehr Arbeiter in SEINEN Weinberg senden möge. Beten wir weiterhin für unsere Priester, Ordensleute und geistige Berufungen!

Andrea Weinmann
Gersheim

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.