Aschermittwochsimpuls

Wie vergänglich ist unser irdisches Leben – und wie schnell kann es sein, sodass wir vor GOTT stehen? Die Nachrichten aus aller Welt machen uns diese Tatsache immer wieder bewusst. Krieg, Leid, Elend, Hunger und Tod… es vergeht kein Tag ohne solche Schreckensnachrichten. „Das ist weit weg, das betrifft mich nicht“ mag vielleicht der eine oder andere denken. Doch wie schnell kann auch uns ein Schicksalsschlag treffen? Unfall und Krankheit, vielleicht sogar der Tod. „Gedenke du bist Staub und kehrst zu Staub zurück“ mahnt heute der Priester und legt den Gläubigen das Aschenkreuz auf.

In diesen mahnenden Worten des Priesters steckt zugleich die Aufforderung an uns alle: „Lebe jeden Tag so, dass du keine Furcht haben musst, dein Leben GOTT zurückzugeben. Lebe nach SEINEM Willen, hilf, wo du gebraucht wirst, denke auch an die anderen, nicht nur an dich.“ Oder wie es der Evangelist Matthäus formuliert hat: „Sammelt euch nicht Schätze auf der Erde, wo Motte und Fraß sie zerstören und wo Diebe sie stehlen, sammelt euch aber Schätze im Himmel, wo weder Motte noch Fraß sie zerstören und wo Diebe sie nicht stehlen können.“ (Mt. 6, 19 + 20).

Das Jahr 2016 wurde von Papst Franziskus zum Jahr der „Göttlichen Barmherzigkeit“ ausgerufen. Die Gläubigen sind eingeladen, GOTTES Barmherzigkeit in ihrem Leben zuzulassen und besonders zu spüren. Die bevorstehenden Fastenpredigten, die von den Franziskaner Minoriten Blieskastel zum Thema „Göttliche Barmherzigkeit“ gehalten werden, sind eine Einladung an die Gläubigen, sich auf GOTTES Barmherzigkeit zu öffnen.

Die Impulse zur Fastenzeit handeln dieses Jahr von den sieben Worten JESU am Kreuz

1. „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“ (Lk 23,34)
Es gibt keinen besseren Beweis für GOTTES Barmherzigkeit als die verzeihenden Worte Jesu am Kreuz, durch die er seinen Peinigern vergibt.
2. „Amen, ich sage dir: Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein.“ (Lk 23,43)
Selbst dem Verbrecher, der seine Schuld bereut, vergibt GOTT die Schuld und nimmt ihn bei SICH auf.
3. „Frau, siehe, dein Sohn!“ und: „Siehe, deine Mutter!“ (Joh 19,26-27)
In seiner unendlich großen Liebe macht sich JESUS selbst unter größten Schmerzen noch Gedanken um das Wohlergehen SEINER Mutter.
4. „Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen?“ (Mk 15,34; Mt 27,46)
JESUS geht als SOHN GOTTES in die Tiefen der menschlichen Not und Verlassenheit. GOTTES Barmherzigkeit erweist sich in eben dieser Tatsache, dass JESUS „in allem uns gleich wurde – außer der Sünde (Hebr 4, 15).
5. „Mich dürstet.“ (Joh 19,28)
JESUS zerschundener Körper leidet. Kein Wunder also, dass ER Durst verspürt. Aber dürstet IHN nicht vielmehr nach unserer Barmherzigkeit? „Seid barmherzig, wie auch euer himmlischer Vater barmherzig ist.“ (LK 6,36)
6. „Es ist vollbracht.“ (Joh 19,30)
JESUS weiß, dass ER alle unsere Schuld auf sich geladen hat. Im sechsten Wort bringt er diese Tatsache zum Ausdruck. GOTTES Barmherzigkeit ist bis zu Äußersten gegangen. JESUS hat sein Blut vergossen zur Sühne für unsere Sünden, damit „alle, die an IHN glauben, nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben“ (Joh 3,15).
7. „Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist.“ (Lk 23,46).
JESUS selbst zeigt uns, was es heißt, GOTT zu vertrauen. Sterbend lässt er sich ganz in GOTTES Barmherzigkeit fallen. Und GOTT wird IHN nicht im Tod lassen, sondern IHM die Auferstehung schenken.

Wir laden Sie in dieser Fastenzeit ein, sich von JESUS zeigen zu lassen, wie weit die GÖTTLICHE BARMHERZIGKEIT zu gehen bereit ist. Lassen Sie sich von GOTTES Barmherzigkeit umfangen. So wünschen wir allen Gläubigen, dass sie GOTTES Barmherzigkeit in dieser Fastenzeit erleben und weiterschenken dürfen. „Seid barmherzig, wie euer Vater im Himmel barmherzig ist.“- oder wie Papst Franziskus das Motto des Jahres der Göttlichen Barmherzigkeit formuliert hat: „Barmherzig wie der Vater.“ Wenn wir diese Aufforderung umsetzen, wird sie unser Leben verändern.

Pater Mateusz

 

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