Aschermittwoch und Aschenkreuz

Aschenkreuz

Die Asche ist das Sinnbild der Vergänglichkeit alles Irdischen, auch des Menschenlebens, und der Buße für die Sündenschuld, die den Tod in die Welt gebracht hat. Diese Asche wird bereitet aus den im vorigen Jahre am Palmsonntag geweihten Zweigen von Palm-, Oliven- oder anderen Bäumen.[1]

Sie wird vom Priester feierlich gesegnet und dann den Gläubigen mit den Worten: “Gedenke, o Mensch, dass du Staub bist und zum Staube wirst du zurückkehren!” (Gen. 3, 19), auf das Haupt gestreut.

Ursprünglich wurden nur die öffentlichen Büßer mit Asche bestreut. Später wurde diese ergreifende Zeremonie an allen Gläubigen vorgenommen, alle sollen sich als Sünder fühlen und bekennen. Empfange dieses Aschenkreuz in heiliger Bußstimmung und mit Reue über die Sünden! Der Aschermittwoch ist ein strenger gebotener Fast- und Abstinenztag. An diesem Tag sollen katholische Gläubige nur einmal essen und ein weiteres Mal eine kleine Stärkung zu sich nehmen. Die Fastenregeln bleiben immer aktuell und bringen ein Mehr an Freude.

Geschichte

Die Tradition des Aschermittwochs existiert seit dem 6. Jahrhundert. Der Name Aschermittwoch lässt sich auf die kirchliche Bußpraxis zurückführen, bei der die Büßer ein Bußgewand anzogen und mit Asche bestreut wurden. In der alten Kirche legten diese ein öffentliches Schuldbekenntnis ab und wurden von diesem Tag bis Gründonnerstag von der Kirche, oder von der Eucharistiegemeinschaft ausgeschlossen. Ab dem 10. Jahrhundert fiel die öffentliche Kirchenbuße weg. Seit dem 12. Jahrhundert wurde die Asche aus den Palmen des Vorjahres gewonnen. Es blieb der Ritus der Aschebestreuung.

Liturgische Bräuche

Am Aschermittwoch empfangen die Gläubigen traditionell im Rahmen einer Heiligen Messe das Aschenkreuz. Die Asche ist das Symbol für die Vergänglichkeit. Streng genommen sollte die Asche für das Aschenkreuz aus dem Holz der im im Vorjahr am Palmsonntag verwendeten Palmzweige sein. Während der Auflegung des Aschenkreuzes sagt der PriesterGedenke, o Mensch, dass du Staub bist und zum Staube wirst du zurückkehren! (Gen. 3, 19). Dies ist auch ein Zeichen der Reinigung, weil früher aus der Asche die Seife hergestellt wurde.

Fasten am Aschermittwoch

Am Aschermittwoch sollen gemäß der Canones 1249-1253 des CIC alle gläubigen Katholiken ab dem vollendeten 14. Lebensjahr dem Abstinenzgebot folgen, dem Fastengebot dagegen alle volljährigen bis zum Beginn des 60. Lebensjahr.

 

Quelle: http://www.kathpedia.com/

Faschingspredigt 2018 – ein besonderes Erlebnis

Liewe Leit,
Lepra kummt Gott sei Dank bei uns fascht nimmi vor,
Ma macht sich iwwer die Krankheet luschdisch mett schwarzem Humor:
Was dut e Leprakranker in de Disko mache?
Er losst die Fetze flieje. Isch das zum Lache?
Was macht e Leprakranker uff-em Fußballfeld?
Er fault. Dodriwwer lacht die Internet-Welt.
Das sin nur zwei Beispiele do devoor,
Awwer isch werklich angebrung schwarzer Humor?
Was misse die arme Leid dorchmache…?
Sollt-ma also iwwer die Krankheet lache?
Bei uns iss die Krankheet ausgestorb zwar,
awwer guggen-emol no Afrika.
Wie ma’s aus de Nachrichte kennt,
Iss-se dort immer noch präsent.
Heit wird uns im Evangelium vazählt,
dass sich e Mann, vun Lepra gequält,
hilfesuchend vor Jesus werft uff die Knie,
so was gab’s bisher noch nie!
Un die Leit ware empört:
So was isch doch unerhört!
Was kummt dann dem Do in de Sinn?
Geht der eenfach zu Jesus hin!
Ohne Ricksicht uff Verluschte!
Du weescht doch, Abstand halle muscht-de!
Als Aussätzischer hasche bei de Gesunde nix verlor,
Geht’s dir noch gudd? Bischt du noch ganz kloar?
Ich glaab, der iss-e bissje letz,
bleib weg vun de Gesunde, so steht’s im Gesetz!
So hann se gedenkt, in jena Zeit,
Vun Gott geschla ware die Leit,
die vum Aussatz ware betroff,
die hat Gottes Stroof getroff!
Die musste leewe an eme-bestimmte Ort,
vun de Gesunde ganz weit fort.
Demet jeda gewarnt vor ne ist,
hann se met Gleckcher bimmele gemisst.
Die Leit hatte selmols bestimmt Moores
Un es hat gebb aanstänisch Zoores.
Weil ma sich jo anstecke kennt,
sinn bestimmt e paar weggerennt.
Alleen von der Warte aus betracht,
hat Jesus schon ebbes Besonneres gemacht.
So bessonnerscht, dass die Bibel devunn bericht.
Doch wie geht weiter die Geschicht?
Bei Jesus ischa an de Rischtische kumm,
Er hat sich em Aussätzische angenumm.
Denn Sei Herz war voller Erbarme
Mett de Kranke un de Arme.
Mett „ Mudderschooß“ iwwersetzt ma „Erbarme“
außerhalb vunn de Biwel nur.
Der Begriff stammt nämlich aus de alt’ hebräisch’ Kuldur.
Im Mudderschooß isch es Kind geborje.
Y Mama macht sich ums Bybi Sorje.
Will nur es Beschde faas Kind, demets em gudd geht.
Do demet werd klar, wie JESUS sei Ufftrach vasteht.
Wie e guddi Muddi helft-a jedem, wo a kann
Un heelt aa de leprakranke Mann.
Voll Freid ich-der vun ennem zum annere gesprung,
Es Nena hat in unserer Zeit e passendes Lied gesung:
WUNDER GESCHEHN, ICH HAB’S GESEHN
ES GIBT SO VIELES, WAS WIR NICHT VERSTEHEN;
WUNDER GESCHEHN ICH WAR DABEI
WIR DÜRFEN NICHT NUR AN DAS GLAUBEN, WAS WIR SEHN!
Un ich froe eich ihr Leit:
Gebt’s Aussatz aa noch in unserer Zeit?
Bestimmt nimmie so oft als Hautkrankheet,
heit e annerer Aussatz im Vordergrund steht:
Heit will ma scheen sinn, de annere gefalle,
viel Ältere un Kranke kenne do nett metthalle.
Wer hat’s zu was gebrung, wer kann sich was leischte?
Dodruff guggt die Gesellschaft am meischte.
Alleen-Erziejende kenne doo oft nett metthalle,
un duun dorch sämtliche soziale Raschder falle.
Ihre Kinner kenne se kaum e Wunsch erfille,
Sie wolle doch nur dezugeheere im Stille.
Kenne oft nett mett uff Klassefahrt,
weil die Mudda de needische Zaschter nett hat.
Un sie werre gehänselt, wie ma’s nett sollt menne,
weil se sich keen Markeklamotte leischte kenne.
Aa die Chrischte sinn nett vor Vorurdeele gefeit,
Geschiedene sin oft Christe zwetter Klasse, ihr Leit.
Doch ich duun eich nur das eene vazeele,
Als Vaheirateda sollscht du nett urdeele.
Denn du weescht nie, was werklich war:
De Herrgott schickt keen Geschiedener weg vum Altar,
Wenn-a weiterhin treu zu seinem Eje-Vaspreche steht,
Jeder Geschiedene zu Recht zu de Sakramente geht.
Trotzdem duut ma iwwer ne rätsche und schwätze,
Ma saat, er vastoßt geje Kerchegesätze.
Eischentlich duut-a nimmie dezu geheere,
E Mensch met demm Aussatz kann sich kaum weere.
Doch in all deiner Bedrägnis, in all deiner Not,
kumm zu Christus, zu deinem Gott.
Iss aa noch so groß die Schuld,
Er vergebbt immer, hat immer Geduld.
Er heelt dei Aussatz, egal welcher Art,
wie de barmherzische Vadda er uff dich wart.
Er nemmt dich mett offene Arme an,
weil-a dich eenfach nur lieb hann kann.
Geh voll Vetraue zu IHM hinn.
glaab bitte nett, von IHM ausgestoßt se sinn.
Zu IHM kannscht du immer kumme, trau dich bloß.
Bei IHM bischt De geborje wie es Kind im Mudderschoß.
Un ich will eich was anneres vazehle,
e Puzzel hat viele enzelne Deele.
Auße met-eme stabile Rahme vasiehn,
muss ma die enzelne Deele unnakrien.
Bei unserm Leewenspuzzel hat Gott uns de Rahme geschenkt.
Jeda kann sei Puzzeldeele unnabringe, wieja denkt.
Familie, Freunde, Glaawe, Awet, Freizeit,
Fa jeder halt es Leewe die Puzzeldeele bereit.
Jedes devun isch integriert,
doch ihr kenne eich vorstelle, was passiert,
wenn uff enmol ens kummt dezu,
vaschiebt sich das Lebengefüge im Nu.
Schun beim-e klitzekleene Problem,
kenne Fuge un Risse entstehn.
Doch mett Geduld un Gottvatraue,
losst sich das Deelsche ins Puzzel inbaue.
Und guggen-emool, es isch kaum se fasse:
Gottes Rahme duut imma noch passe!
Es Leewe losst da selten Ruh,
Velleicht kummt noch e positves Deelche dezu.
Unn aa das Deelche – das sinn keen Posse,
werd sich in dei Lewenspuzzel inbaue losse.
Wichtisch isch nur Enns am Schluss:
Dass dei Leewe in Gottes Rahme passe muss,
Amen

Faschingspredigt in Dialekt

Endlich isch-es mool widder soweit,

mir sinn midde in den fünft Johreszeit.
Die Faschingspredischte vun Pater Mateusz ware immer heiß begehrt,
So lade mir eich aa dissjohr widder in,
an Faschingssunndaa zu Gascht im Kloschda se sinn,
denn do geb’s e Predischt vun besonnerer Art,
Mee werd nett varoot, wie gesaat.

Ihr derfe eich – das sinn keen Posse –
vum Pater Mateusz iwwerrasche losse.
Um 9 unn 11 Uhr, ihr kenne sogar wähle,
duut der eich was uff Platt vazehle.
 
Mir freije uns iwwer jedermann,
der am Faschingssunndaa kumme kann.
 
Die Franziskaner Minoriten Blieskastel

 

Lebendige Krippe 2017

Ansprache von Pater Mateusz zum Krippenspiel
Liebe Kinder, Eltern, Großeltern, Paten und Verwandten,
 
schön, dass ihr gekommen seid,
um unser Krippenspiel zu sehn,
denn vor 2000 Jahren ist es geschehn:
Ein Kind kam in einem Stall zur Welt
Von Gott zu den Ärmsten der Armen gestellt.
Doch dieses Kind, wie ihr alle wisst,
 
Sterndeuter entdeckten einen hellen Stern
Und glaubten an die Geburt eines königlichen Herrn.
Sie zogen fort aus dem Orient,
jedes Kind die Geschichte kennt,
sie fanden schließlich das Kind im Stall,
und der Engel froher Schall
verkündete den Hirten auf dem Feld:
Heute ist euch geboren der Herr der Welt.
Für solch ein großes Krippenspiel
Brauchten wir der Rollen viel.
Und es hat mich sehr gefreut,
16 Kinder waren dazu bereit
übten gemeinsam so manche Stunde,
Dank und Anerkennung ich euch bekunde.

 

Gesegnete Adventszeit

Liebe Freunde des Klosters Blieskastel,
liebe Gläubige aus nah und fern,
wir wünschen Ihnen von Herzen eine gesegnete Adventszeit.
Bereiten wir unsere Herzen auf das Kommen des Herrn. Wir laden Sie ein, sich gemeinsam mit uns auf die Geburt des Erlösers vorzubereiten. Hier ein kurzer Überblick über unsere besonderen Gedenktage im Dezember
Donnerstag, 07.12.

Vigilabend vor der Unbefleckten Empfängnis

 17.00 Uhr: Stille Anbetung
 17.30 – 18.30 Uhr:
Marienstunde mit Einzelsegen
18.30 Uhr: Rosenkranz
19.00 Uhr Gottesdienst
Freitag, 08.12.

Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria

9.15 Uhr Festgottesdienst mit Predigt in der Kirche

Dienstag,12.12

Gedenktag Unserer Lieben Frau in Guadalupe

 9.15 Uhr Gottesdienst mit Predigt in der Kapelle
Samstag, 16.12.

Gebet für Kranken

18.00 Uhr: im Rahmen der eucharistischen Anbetung
Sonntag, 24.12.

4. Adventssonntag

9.00 Uhr Gottesdienst vom 4. Adventsonntag

Heiliger Abend

19.00 Uhr Christmette in der Kirche
Montag, 25.12.

Hochfest der Geburt des Herrn – Weihnachten

 Gottesdienste um 9.00, 11.00 Uhr
15.00 Uhr Feierliche Vesper
Dienstag, 26.12.
Zweiter Weihnachtstag
Fest des heiligen Stephanus
Gottesdienste um 7.00, 9.00, 11.00 Uhr
15.00 Uhr Lebendige Krippe mit Kindersegnung
Sonntag, 31.12.
Fest der Heiligen Familie
Gottesdienste um 7.00, 9.00, 11.00 Uhr
15.00 Uhr Eucharistische Andacht zum Jahresschluss
22.00 Uhr Eucharistische Anbetung in Stille
22.30 Uhr Dankandacht zum Jahresabschluss
23.00 Uhr Gottesdienst

 

Lebendige Krippe – Proben beginnen am 3. November 2017

Kleine und große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Auch in diesem Jahr werden wir wieder am zweiten Weihnachtstag, 26.12.2017, nachmittags um 15 Uhr zur Lebendigen Krippe einladen. Die Proben beginnen am Freitag, 3.11.2017, um 17.30 Uhr in der Klosterkirche. Wer noch mitmachen möchte, ist herzlich eingeladen. Bitte meldet euch bei Andrea Weinmann, Tel.: 06843-8919.

Das diesjährige Krippenspiel, das eigens für unsere Lebendige Krippe geschrieben wurde, zeigt das Weihnachtsgeschehen aus Sicht der Heiligen drei Könige, der Überlieferung nach Kaspar, Melchior und Baltasar. Sie entdecken einen großen Stern, sind völlig aus dem Häuschen und beschließen, den neu geborenen König zu suchen. Sie folgen dem Stern, ziehen nach Jerusalem zu König Herodes, in dessen Königspalast sie das Kind vermuten.

Dieser ist überrascht, zieht Schriftgelehrte zu Rate und schickt die Heiligen drei Könige nach Bethlehem. Natürlich darf die eigentliche Weihnachtsgeschichte mit Maria und Josef, den Hirten auf dem Feld, dem Engel, der die Frohe Botschaft verkündet, auch nicht fehlen, sodass wir jede Menge Sprech- und Statistenrollen zu vergeben haben! Neugierig geworden? Dann macht doch einfach mit! Wir freuen uns auf euch.

 

Pater Mateusz

Guardian

TIERSEGNUNG – in jedem Jahr wieder ein schönes Erlebnis

“Dieses Mal meint es der Himmel nicht gut mit uns”, dachte ich, als ich am Morgen des dritten Oktobers die vielen Wolken am Himmel sah. “Es hatte einen gewaltigen Schutt” gegeben, wie die Saarländer sagen, wenn es kräftig geregnet hat. Und es nieselte noch immer. Aber schon um die Mittagszeit besserte sich das Wetter. Am Nachmittag gab es einen Sonnen-Wolken-Mix, eigentlich ideale Voraussetzungen für die Tiersegnung.

 

Und so waren wieder zahlreiche Tierliebhaber aus Blieskastel und der näheren Umgebung ins Kloster gekommen, um gemeinsam für ihre zwei- und vierbeinigen Freunde zu beten. Pater Mateusz zelebrierte den Wortgottesdienst, unterstützt von seinen Brüdern Pater Józef Senior, Pater Józef Junior (Starfotograf) und Bruder Jakub, der für die Technik verantwortlich zeichnete.

 

Die Lesung erzählte vom Heiligen Franziskus, der einen wilden Wolf allein durch seine Worte besänftigte zum zähmte. Pater Mateusz predigte über das Verhältnis seines Ordensgründers zu den Tieren und zu der ganzen Schöpfung. Franziskus sprach von Bruder Sonne, Schwester Wasser, Bruder Feuer, Mutter Erde, und nannte sogar den Tod “Schwester”. Entsprechend war sein Umgang mit der Schöpfung. So hob er einen Wurm von der Straße auf, damit er nicht zertreten werde.

Es folgte die Einzelsegnung der Tiere, wie immer ein recht lustiges Ereignis. Versuchten einige Hunde die Wassertropfen mit der Schnauze zu fangen, versuchten sich andere, vor dem “bedrohlichen” Weihwasser in Sicherheit zu bringen. Einige bauten sich geradezu majestätisch vor Pater Mateusz auf, während andere sich ängstlich hinter ihren Herrchen und Frauchen verkrochen. Komplettiert wurde der bunte Hundereigen durch zwei Wellensittiche und eine Schildkröte. Franziskus, da bin ich mir sicher, hätte seine wahre Freude an den Tieren gehabt.

Die folgenden Fotos von Kathrin Pfund vermitteln einen Eindruck von der Atmosphäre bei der Tiersegnung.

              

              

            

Andrea Weinmann

Gersheim