Im KREUZ ist Heil, im KREUZ ist Leben, im KREUZ ist Hoffnung

KARFREITAG

Buch Jesaja 52

Er wurde verachtet und von den Menschen gemieden, ein Mann voller Schmerzen, mit Krankheit vertraut. Wie einer, vor dem man das Gesicht verhüllt, war er verachtet; wir schätzten ihn nicht. Aber er hat unsere Krankheit getragen und unsere Schmerzen auf sich geladen. Wir meinten, er sei von Gott geschlagen, von ihm getroffen und gebeugt. Doch er wurde durchbohrt wegen unserer Verbrechen, wegen unserer Sünden zermalmt. Zu unserem Heil lag die Strafe auf ihm, durch seine Wunden sind wir geheilt.

Fotos: zu Karfreitag geschmückte Gnadenkapelle

TRIDUUM PASCHALE

Liebe Leserinnen,

 

liebe Leser,
wir laden Sie herzlich ein, die Karwoche und Ostern mit uns zu feiern.
Für die Klostergemeinschaft
Pater Mateusz Micek
Guardian

TRIDUUM PASCHALE  

Donnerstag, 29.03.2018      HOHER DONNERSTAG/GRÜNDONNERSTAG
                         19.00 Uhr      Messe vom Letzen Abendmahl
                                                 Stille Anbetung bis 22.00 Uhr in der Kapelle

Freitag,           30.03.2018      KARFREITAG
                            9.15 Uhr       Laudes mit Lesehore in der Gnadenkapelle
                          15.00 Uhr       Feier vom Leiden und Sterben Christi
                                                  und Novene zur Göttlichen Barmherzigkeit
                                                  Stille Anbetung bis 22.00 Uhr in der Kapelle
Samstag,        31.03.2018      KARSAMSTAG – GRABESRUHE DES HERRN
                           9.15 Uhr        Laudes mit Lesehore in der Gnadenkapelle
                                                  AUFERSTEHUNG DES HERRN

                        21.00 Uhr        Feier der Heiligen Osternacht

 

Sonntag,        01.04.2018      Ostersonntag – Hochfest der Auferstehung des Herrn

                                               „Ihr sucht Jesus von Nazaret, den Gekreuzigten; er ist  
                                                auferstanden.“ Mk 16, 1-7/ Mt 28, 1-10
                         9.00 Uhr       Eucharistie in der Kirche
                       11.00 Uhr      Eucharistie in der Kirche
                       15.00 Uhr      Feierliche Ostervesper
Montag,         02.04.2018    Ostermontag
                        7.00 Uhr       Eucharistie in der Kirche
                        9.00 Uhr       Eucharistie in der Kirche
                      11.00 Uhr       Eucharistie in der Kirche
                                              4. Tag der Novene zur Göttlichen Barmherzigkeit

Abendveranstaltung: Bedrohtes Kulturerbe: Mossul – Grab des Jona / Jona-Moschee

Als Ort, an dem Jona das Wort Gottes verkündete, ist Ninive, die Hauptstadt der assyrischen Könige des ersten Jahrtausends v. Chr., im westlichen Bewußtsein präsent. Nicht nur für Juden und Christen, sondern auch für den Islam ist die Verbindung von Mann und Stadt bedeutsam: Ein Teil der modernen Stadt Mossul, die an der Stelle des antiken Ninive liegt, trägt bis in die Neuzeit den Namen Nebi Yunus, „Prophet Jona“, und eine Moschee war ihm dort geweiht. Aktuell ist Mossul eher bekannt als einer der Hauptstützpunkte des sog. „Islamischen Staates“, der jedoch 2017 von diesem befreit werden konnte. Während der Besetzung Mossuls wurden die antiken Paläste wie auch die Jonas-Moschee absichtlich zerstört. Akutell wird das Kulturerbe dieser bedeutenden Stätte in Europa durch eine Ausstellung des Rijksmuseusms van Oudheiden im niederländischen Leiden präsentiert. Die Referentin stellt die Stadt Ninive von der Antike bis in die islamische Zeit vor.

Termin:            Do, 22.03., 19 Uhr

Referentin:      Dr. Ulrike Bock, Archäologin

Ort:                  Blieskastel, Pilgerrast, Klosterweg 35

Kosten:            3,-

Hinweis:          Die Pilgerrast ist geöffnet.

Einladung zur Fastenpredigtreihe

Vesper mit Fastenpredigten jeweils um 15 Uhr in der Klosterkirche

Datum
THEMA Prediger
1. Fastensonntag

18.02.2018

Jesus, der für uns Blut geschwitzt hat

Pater Mateusz
2. Fastensonntag

25.02.2018

Jesus, der für uns gegeißelt worden ist
Pater
Josef L.
3. Fastensonntag

04.03.2018

Jesus, der für uns mit Dornen gekrönt worden ist
Pater
Josef M.
4. Fastensonntag

11.03.2018

Jesus, der für uns das schwere Kreuz getragen hat
Pater Martin
5. Fastensonntag

18.03.2018

 Jesus, der für uns gekreuzigt worden ist
Pater Hieronim

 

Konzert mit Christian Brembeck in der Gnadenkapelle 

„Da Jesus an dem Kreutze stund…“ Kreuz, Leiden, Passion in der Musik des 17. und 18. Jahrhunderts“  lautet der Titel des Konzertes mit dem Musiker Christian Brembeck, zu dem die Katholische Erwachsenenbildung Saarpfalz (KEB) und das Kloster Blieskastel am Sonntag, den 04. März, um 16.00 Uhr in die Gnadenkapelle einladen.

Das Kreuz hat sich im Christentum zum zentralen Heilszeichen entwickelt. Schon früh sind Menschen nach Jerusalem gepilgert zu den Stätten, an denen der historische Jesus gelebt und gelitten hatte; der Weg zum Kreuz Jesu war von besonderer innerer Wichtigkeit. Vor allem dem Hl. Franziskus von Assisi und den Franziskanern ist es zu verdanken, dass der Kreuzweg wohnortnah „nachgestaltet“ wurde: Wer nicht nach Jerusalem gehen kann, zu dem kommt Jerusalem, sei es als Kreuzweg oder als Kreuzigungsgruppe oder Pietà.

Beindruckende Beispiele sind auf dem Blieskasteler Klosterberg zu finden. Dem zugrunde liegt die Erfahrung, dass der Lebensweg jedes Menschen – früher oder später, mehr oder weniger – auch ein Kreuzweg ist, dessen Ziel jedoch nicht der Tod, sondern die Erlösung, die Auferstehung ist. Der „Nachbau“ und die Aktualisierung des Kreuzwegs war nicht nur eine Aufgabe für Bildende Künstler; auch viele Musiker haben mit den Mitteln des Klangs das Geschehen lebendig hörbar und spürbar werden lassen.

Für das Konzert hat der renommierte Musiker Christian Brembeck ein Programm konzipiert, das diese existenzielle Dimension Tod, Trauer und Leid ausdrückt, die dennoch immer schon durchtränkt ist von Zuversicht und Hoffnung und Erlösung.

Der Eintritt zum Konzert beträgt 12,- Euro, Kinder bis 14 Jahre haben freien Eintritt.

Karten sind erhältlich bei:

Katholische Erwachsenenbildung Saarpfalz und West- und Nordpfalz
Karl-August-Woll-Str. 33
66386 St. Ingbert
Telefon: 06894/9630516
Fax: 06894/9630522
E-Mail: kebsaarpfalz@aol.com  &  www.ticket-regional.de

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Klosterfasten für Gesunde

KLOSTERFASTEN – EIN WEG ZUM NEUBEGINN

  1. Die Kursleiterin stellt sich vor:

• Romualda Linnebacher-Wilhelm
• Geboren: 1976
• BWL-Studium
• Ausbildung zur Kosmetikerin
  (eigenes Institut in Neunkirchen)
• Lizenzierte Fastenleiterin für Gesunde
  (Sebastian-Kneipp-Akademie Bad Wörishofen)
• Motivations-Seminare (Jürgen-Höller-Akademie)

 

2. Termine und Anmeldung:

zu dem Kurs Heilfasten
  • 10.3. bis 18.3. (8 Tage) 695 €
  • 29.9. bis 7.10. (8 Tage) 695 €
zu dem Kurs Basenfasten
  • 16.5. bis 20.5. (5 Tage) 495 €
bei:    Frau Romualda Linnebacher-Wilhelm
          Unterer Markt 5
          66538 Neunkirchen
          Telefon:  01 76-62 08 03 89
                          0 68 21 –  7 90 97 19
          E-Mail:    info@rova-kosmetik.de
Anmeldeschluss jeweils zwei Wochen vor Kursbeginn
Das Faltblatt mit dem Anmeldeformular ist im Kloster erhältlich.

 

Buchingerfasten:

Nach einer anfänglichen Entlastung wird für den Zeitraum des Heilfastens hauptsächlich eine besonders nährstoffreiche Bio-Gemüsebrühe zu sich genommen. Ergänzt wird das durch die Zufuhr von Obst- und Gemüsesäften sowie Tee und Mineralwasser. Durch Fasten kommen Sie zur Ruhe und finden wieder zu sich selbst, gewinnen an geistiger Klarheit und fühlen sich wie neugeboren.

Basenfasten:

Als Entlastungs- und Wellnesskur vereint es das Wohltuende der Vitamine aus allen pflanzlichen Lebensmitteln (Obst, Kräuter, Gemüse und Keimlinge). Verzichtet wird auf säurebildende Nahrungsmittel wie Getreide und tierisches Eiweiß sowie Alkohol und Koffein.

Rahmenprogramm:
Jeder Kurs wird von einem Rahmenprogramm begleitet, welches das Rückzugserlebnis im Kloster abrundet. Strukturierter Tagesablauf, geführte Wanderungen von 10 bis 12 Kilometern, Ruhe und Meditation/ Schweigezeiten, Bewegung und Sport, Vorträge und Erfahrungsaustausch zum Fasten, zur Ernährung und zur gesunden Lebensweise, die Ihnen helfen, den neuen Lebensstil in Ihren Alltag zu integrieren. Spirituelle Impulse.

 

Freiwilliges Angebot in allen Kursen:
Einmal in der Woche: Stille-Tag. Der Termin wird mit der Fastenleiterin vereinbart. Sie entscheiden selbst, ob Sie den Gewinn durch Stille erfahren möchten oder nicht.

 

Zusätzlich buchbar:

Wohltuende Aroma-Öl- und Reflexzonenmassagen

 

3. Historie

Fasten ist der freiwilliger Verzicht auf feste Nahrung und Genussmittel für eine begrenzte Zeit. Die Fähigkeit, von gespeicherter Nahrung zu leben, ist nicht nur bei Tieren, sondern gleichermaßen auch bei Menschen vorhanden. Entwickelt hat sie sich wohl in vorgeschichtlicher Zeit, als unsre Vorfahren noch Jäger und Sammler waren. Blieb die Nahrung aus, lebten sie von den körpereigenen Fettdepots, die sie sich in nahrungsreicher Zeit zugelegt hatten – eine Überlebensstrategie. Aber der Mensch kennt nicht nur das schicksalhafte Hungern, sondern auch das freiwillige Fasten. Otto Buchinger, der als der einflussreichste Fastenlehrer unserer Zeit bezeichnet werden kann, schrieb 1935: „Es ist so alt wie die Völker der Erde“.

Tatsächlich auch in den letzten 3000 Jahren fasteten die Menschen. Das wissen wir aus Bibel und anderen schriftlichen Quellen. Moses fastete, bevor er die Gesetze Gottes in Empfang nehmen konnte, und Jesus fastete vierzig Tage, um sich auf seine Mission vorzubereiten. Für Hippokrates war das Fasten in Gesundheitsfragen die erste Wahl, noch vor jeder Arznei: „Sei mäßig in allem, atme reine Luft, treibe täglich Hautpflege und Körperübung … und heile ein kleines Weh eher durch Fasten als durch Arznei.“ Für die Menschen von damals ging es nicht ums Überleben durch Fasten, sie suchten nach tieferer Spiritualität, nach der Begegnung mit dem Göttlichen. Dies führte schließlich dazu, dass das Fasten in allen großen Weltreligionen Eingang fand.

 

4. Was gewinnen wir durch das Fasten im Kloster?

Fastenzeit – Wachstumszeit
Fasten hat außer der Gewichtsreduktion viele weitere positive Auswirkungen auf unseren Körper und Psyche. Hier sind ein paar gute Gründe, warum Fasten uns so guttut:
• bessere Konzentration und geistige Klarheit
• besser in Kontakt mit sich selbst sein: erhöhte Sensibilität für alles, was an Gefühlen und Gedanken in einem vorgeht.
• besser leben durch mehr innere Ruhe – Verlangsamung des Lebenstempos durch das Spüren und Eingehen auf den eigenen Rhythmus – das Finden der persönliche Balance zwischen Aktivität und Ruhe
• sich selbst besser kennen lernen und neue Impulse für sein Leben finden
• aktiviert unser Immunsystem
• es weckt die eigenen Regenerationskräfte
• reguliert den Stoffwechsel
• saniert Magen und Darm von Grund auf
• ist ein guter Einstieg in eine dauerhafte Gewichtsreduktion
• entgiftet und entschlackt unsere Körper
• wirkt als Kosmetik von innen
• bewirkt einen Anti-Aging-Effekt

 

5. Wer darf fasten?

Die Klosterfastenkurse sind ein Angebot an Gesunde. Beachten Sie bitte auch die Ausschließungsgründe für das Klosterfasten im Folgenden. Die Teilnahme an den Kursen erfolgt freiwillig und in eigener Verantwortung der Teilnehmer. Die deutsche Ärztegesellschaft Heilfasten und Ernährung (ÄGHE) definiert das „Fasten für Gesunde“ wie folgt: „Gesund ist, wer sich wohl fühlt, voll funktionstüchtig ist und keine Medikamente braucht. Er/Sie muss seelisch-geistig stabil und entscheidungsfähig sein. Essstörungen und Abhängigkeiten (z. B. Alkohol, Drogen) sind Kontraindikationen.

 

6. Wer darf nicht fasten?

• wenn Sie an einer chronischen Krankheit leiden und regelmäßig Medikamente einnehmen müssen.
• wenn Sie an Gicht oder an einer entzündlichen Gelenkerkrankung leiden
• wenn Sie depressionskrank sind oder immer wieder zu depressiven Verstimmungen neigen
• wenn Sie gerade operiert wurden, nach einer Infektionskrankheit noch geschwächt sind oder an allgemeinen Erschöpfungszuständen leiden
• wenn Sie schwanger sind oder Ihr Kind noch stillen.
• wenn Sie alt und pflegebedürftig sind und Ihre körperlichen und geistigen Fähigkeiten bereits eingeschränkt sind
• wenn Sie untergewichtig sind, an Magersucht oder einer anderen psychogenen Essstörungen leiden (z.B. Bulimie)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aschermittwoch und Aschenkreuz

Aschenkreuz

Die Asche ist das Sinnbild der Vergänglichkeit alles Irdischen, auch des Menschenlebens, und der Buße für die Sündenschuld, die den Tod in die Welt gebracht hat. Diese Asche wird bereitet aus den im vorigen Jahre am Palmsonntag geweihten Zweigen von Palm-, Oliven- oder anderen Bäumen.[1]

Sie wird vom Priester feierlich gesegnet und dann den Gläubigen mit den Worten: „Gedenke, o Mensch, dass du Staub bist und zum Staube wirst du zurückkehren!“ (Gen. 3, 19), auf das Haupt gestreut.

Ursprünglich wurden nur die öffentlichen Büßer mit Asche bestreut. Später wurde diese ergreifende Zeremonie an allen Gläubigen vorgenommen, alle sollen sich als Sünder fühlen und bekennen. Empfange dieses Aschenkreuz in heiliger Bußstimmung und mit Reue über die Sünden! Der Aschermittwoch ist ein strenger gebotener Fast- und Abstinenztag. An diesem Tag sollen katholische Gläubige nur einmal essen und ein weiteres Mal eine kleine Stärkung zu sich nehmen. Die Fastenregeln bleiben immer aktuell und bringen ein Mehr an Freude.

Geschichte

Die Tradition des Aschermittwochs existiert seit dem 6. Jahrhundert. Der Name Aschermittwoch lässt sich auf die kirchliche Bußpraxis zurückführen, bei der die Büßer ein Bußgewand anzogen und mit Asche bestreut wurden. In der alten Kirche legten diese ein öffentliches Schuldbekenntnis ab und wurden von diesem Tag bis Gründonnerstag von der Kirche, oder von der Eucharistiegemeinschaft ausgeschlossen. Ab dem 10. Jahrhundert fiel die öffentliche Kirchenbuße weg. Seit dem 12. Jahrhundert wurde die Asche aus den Palmen des Vorjahres gewonnen. Es blieb der Ritus der Aschebestreuung.

Liturgische Bräuche

Am Aschermittwoch empfangen die Gläubigen traditionell im Rahmen einer Heiligen Messe das Aschenkreuz. Die Asche ist das Symbol für die Vergänglichkeit. Streng genommen sollte die Asche für das Aschenkreuz aus dem Holz der im im Vorjahr am Palmsonntag verwendeten Palmzweige sein. Während der Auflegung des Aschenkreuzes sagt der PriesterGedenke, o Mensch, dass du Staub bist und zum Staube wirst du zurückkehren! (Gen. 3, 19). Dies ist auch ein Zeichen der Reinigung, weil früher aus der Asche die Seife hergestellt wurde.

Fasten am Aschermittwoch

Am Aschermittwoch sollen gemäß der Canones 1249-1253 des CIC alle gläubigen Katholiken ab dem vollendeten 14. Lebensjahr dem Abstinenzgebot folgen, dem Fastengebot dagegen alle volljährigen bis zum Beginn des 60. Lebensjahr.

 

Quelle: http://www.kathpedia.com/

Faschingspredigt 2018 – ein besonderes Erlebnis

Liewe Leit,
Lepra kummt Gott sei Dank bei uns fascht nimmi vor,
Ma macht sich iwwer die Krankheet luschdisch mett schwarzem Humor:
Was dut e Leprakranker in de Disko mache?
Er losst die Fetze flieje. Isch das zum Lache?
Was macht e Leprakranker uff-em Fußballfeld?
Er fault. Dodriwwer lacht die Internet-Welt.
Das sin nur zwei Beispiele do devoor,
Awwer isch werklich angebrung schwarzer Humor?
Was misse die arme Leid dorchmache…?
Sollt-ma also iwwer die Krankheet lache?
Bei uns iss die Krankheet ausgestorb zwar,
awwer guggen-emol no Afrika.
Wie ma’s aus de Nachrichte kennt,
Iss-se dort immer noch präsent.
Heit wird uns im Evangelium vazählt,
dass sich e Mann, vun Lepra gequält,
hilfesuchend vor Jesus werft uff die Knie,
so was gab’s bisher noch nie!
Un die Leit ware empört:
So was isch doch unerhört!
Was kummt dann dem Do in de Sinn?
Geht der eenfach zu Jesus hin!
Ohne Ricksicht uff Verluschte!
Du weescht doch, Abstand halle muscht-de!
Als Aussätzischer hasche bei de Gesunde nix verlor,
Geht’s dir noch gudd? Bischt du noch ganz kloar?
Ich glaab, der iss-e bissje letz,
bleib weg vun de Gesunde, so steht’s im Gesetz!
So hann se gedenkt, in jena Zeit,
Vun Gott geschla ware die Leit,
die vum Aussatz ware betroff,
die hat Gottes Stroof getroff!
Die musste leewe an eme-bestimmte Ort,
vun de Gesunde ganz weit fort.
Demet jeda gewarnt vor ne ist,
hann se met Gleckcher bimmele gemisst.
Die Leit hatte selmols bestimmt Moores
Un es hat gebb aanstänisch Zoores.
Weil ma sich jo anstecke kennt,
sinn bestimmt e paar weggerennt.
Alleen von der Warte aus betracht,
hat Jesus schon ebbes Besonneres gemacht.
So bessonnerscht, dass die Bibel devunn bericht.
Doch wie geht weiter die Geschicht?
Bei Jesus ischa an de Rischtische kumm,
Er hat sich em Aussätzische angenumm.
Denn Sei Herz war voller Erbarme
Mett de Kranke un de Arme.
Mett „ Mudderschooß“ iwwersetzt ma „Erbarme“
außerhalb vunn de Biwel nur.
Der Begriff stammt nämlich aus de alt’ hebräisch’ Kuldur.
Im Mudderschooß isch es Kind geborje.
Y Mama macht sich ums Bybi Sorje.
Will nur es Beschde faas Kind, demets em gudd geht.
Do demet werd klar, wie JESUS sei Ufftrach vasteht.
Wie e guddi Muddi helft-a jedem, wo a kann
Un heelt aa de leprakranke Mann.
Voll Freid ich-der vun ennem zum annere gesprung,
Es Nena hat in unserer Zeit e passendes Lied gesung:
WUNDER GESCHEHN, ICH HAB’S GESEHN
ES GIBT SO VIELES, WAS WIR NICHT VERSTEHEN;
WUNDER GESCHEHN ICH WAR DABEI
WIR DÜRFEN NICHT NUR AN DAS GLAUBEN, WAS WIR SEHN!
Un ich froe eich ihr Leit:
Gebt’s Aussatz aa noch in unserer Zeit?
Bestimmt nimmie so oft als Hautkrankheet,
heit e annerer Aussatz im Vordergrund steht:
Heit will ma scheen sinn, de annere gefalle,
viel Ältere un Kranke kenne do nett metthalle.
Wer hat’s zu was gebrung, wer kann sich was leischte?
Dodruff guggt die Gesellschaft am meischte.
Alleen-Erziejende kenne doo oft nett metthalle,
un duun dorch sämtliche soziale Raschder falle.
Ihre Kinner kenne se kaum e Wunsch erfille,
Sie wolle doch nur dezugeheere im Stille.
Kenne oft nett mett uff Klassefahrt,
weil die Mudda de needische Zaschter nett hat.
Un sie werre gehänselt, wie ma’s nett sollt menne,
weil se sich keen Markeklamotte leischte kenne.
Aa die Chrischte sinn nett vor Vorurdeele gefeit,
Geschiedene sin oft Christe zwetter Klasse, ihr Leit.
Doch ich duun eich nur das eene vazeele,
Als Vaheirateda sollscht du nett urdeele.
Denn du weescht nie, was werklich war:
De Herrgott schickt keen Geschiedener weg vum Altar,
Wenn-a weiterhin treu zu seinem Eje-Vaspreche steht,
Jeder Geschiedene zu Recht zu de Sakramente geht.
Trotzdem duut ma iwwer ne rätsche und schwätze,
Ma saat, er vastoßt geje Kerchegesätze.
Eischentlich duut-a nimmie dezu geheere,
E Mensch met demm Aussatz kann sich kaum weere.
Doch in all deiner Bedrägnis, in all deiner Not,
kumm zu Christus, zu deinem Gott.
Iss aa noch so groß die Schuld,
Er vergebbt immer, hat immer Geduld.
Er heelt dei Aussatz, egal welcher Art,
wie de barmherzische Vadda er uff dich wart.
Er nemmt dich mett offene Arme an,
weil-a dich eenfach nur lieb hann kann.
Geh voll Vetraue zu IHM hinn.
glaab bitte nett, von IHM ausgestoßt se sinn.
Zu IHM kannscht du immer kumme, trau dich bloß.
Bei IHM bischt De geborje wie es Kind im Mudderschoß.
Un ich will eich was anneres vazehle,
e Puzzel hat viele enzelne Deele.
Auße met-eme stabile Rahme vasiehn,
muss ma die enzelne Deele unnakrien.
Bei unserm Leewenspuzzel hat Gott uns de Rahme geschenkt.
Jeda kann sei Puzzeldeele unnabringe, wieja denkt.
Familie, Freunde, Glaawe, Awet, Freizeit,
Fa jeder halt es Leewe die Puzzeldeele bereit.
Jedes devun isch integriert,
doch ihr kenne eich vorstelle, was passiert,
wenn uff enmol ens kummt dezu,
vaschiebt sich das Lebengefüge im Nu.
Schun beim-e klitzekleene Problem,
kenne Fuge un Risse entstehn.
Doch mett Geduld un Gottvatraue,
losst sich das Deelsche ins Puzzel inbaue.
Und guggen-emool, es isch kaum se fasse:
Gottes Rahme duut imma noch passe!
Es Leewe losst da selten Ruh,
Velleicht kummt noch e positves Deelche dezu.
Unn aa das Deelche – das sinn keen Posse,
werd sich in dei Lewenspuzzel inbaue losse.
Wichtisch isch nur Enns am Schluss:
Dass dei Leewe in Gottes Rahme passe muss,
Amen

Faschingspredigt in Dialekt

Endlich isch-es mool widder soweit,

mir sinn midde in den fünft Johreszeit.
Die Faschingspredischte vun Pater Mateusz ware immer heiß begehrt,
So lade mir eich aa dissjohr widder in,
an Faschingssunndaa zu Gascht im Kloschda se sinn,
denn do geb’s e Predischt vun besonnerer Art,
Mee werd nett varoot, wie gesaat.

Ihr derfe eich – das sinn keen Posse –
vum Pater Mateusz iwwerrasche losse.
Um 9 unn 11 Uhr, ihr kenne sogar wähle,
duut der eich was uff Platt vazehle.
 
Mir freije uns iwwer jedermann,
der am Faschingssunndaa kumme kann.
 
Die Franziskaner Minoriten Blieskastel