Barmherzigkeitssonntag

Auf Geheiß von Papst Franziskus begeht die Kirche in diesem Jahr ein „Jubiläum der BARMHERZIGKEIT“. Dieses Heilige Jahr findet anlässlich des 50. Jahrestages des Abschlusses des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-65) statt. Wir alle sind eingeladen, das mit dem Konzil begonnene Werk fortzuführen.

 

Ein ganzes Jahr lang gedenken wir der GÖTTLICHEN BARMHERZIGKEIT. Sonst ist es nur üblich, eine Novene zur GÖTTLICHEN BARMHERZIGKEIT in Vorbereitung auf den BARMHERZIGKEITSSONNTAG zu beten. Angesichts dieser Tatsache scheint ein ganzes Jahr statt neun Tagen eine lange Zeitspanne zu sein.

 

Aber schauen wir doch einmal in unsere Welt. Krieg, Terror und Verfolgung sind an der Tagesordnung. Menschliche Tragödien, Elend und Not beherrschen die tägliche Nachrichten. GOTTES grenzenlose BARMHERZIGKEIT wird mehr denn je gebraucht. So macht es absolut Sinn, täglich – auch über das Jahr der GÖTTLICHEN BARMHERZIGKEIT hinaus – um eben diese GÖTTLICHE BARMHERZIGKEIT zu beten.

 

Gebet ist wichtig und trägt. Aber wenn wir das Leben der heiligen Mutter Teresa betrachten, stellen wir fest, dass nicht nur unser Gebet gefragt ist. Wir Christen dürfen es nicht nur beim bloßen Beten belassen. Durch unser Tun, durch unser BARMHERZIGES Handeln am Nächsten soll GOTTES BARMHERZIGKEIT in die Welt hinausgetragen werden. Das hat uns Mutter Teresa eindrucksvoll vorgelebt, die sich in Indien in den Dienst der Ärmsten der Armen gestellt hat.

 

So will GOTTES BARMHERZIGKEIT nicht nur in uns, sondern vor allem durch uns wirken. GOTT hat uns als Zeugen SEINER GÖTTLICHEN BARMHERZIGKEIT    in die Welt gesandt. So ist es ein absolutes Muss, frommen Worten und Gedanken auch Taten folgen zu lassen. Christen können nicht kommentarlos das Leid der anderen hinnehmen, sondern beten und packen da mit an, wo die Not am größten ist.

 

So versteht auch Papst Franziskus den Sinn dieses Heiligen Jahres. Es ist eine Einladung, die Beziehung mit GOTT und den Mitmenschen zu erneuern. Er richtet die Aufmerksamkeit auf die BARMHERZIGKEIT GOTTES, welche die Menschen anspornt, selber BARMHERZIG zu sein. Das Thema der BARMHERZIGKEIT steht im Zentrum seines Pontifikates.

 

Folgen wir also der Einladung des Heiligen Vaters Papst Franziskus bei diesem Jahr der BARMHERZIGKEIT. Nehmen wir besonders die Gelegenheit beim heutigen SONNTAG DER GÖTTLICHEN BARMHERZIGKEIT wahr, dem Aufruf von Papst Franziskus nachzukommen, sieht er sich doch ganz in der Nachfolge des heiligen Papstes Johannes Paul II., der diesen Sonntag im Jahre 2000 im Zuge der Heiligsprechung der polnischen Ordensschwester Faustyna liturgisch einführte.

 

Rufen wir uns in Erinnerung, dass damit einem Wunsch JESU an die heilige Schwester Faustyna und die gesamte Kirche entsprochen wurde:

 

“Meine Tochter, künde der ganzen Welt von Meiner unbegreiflichen Barmherzigkeit. Ich wünsche, dass das Fest der Barmherzigkeit Zuflucht und Unterschlupf für alle Seelen wird, besonders für die armen Sünder. An diesem Tag ist das Innere Meiner Barmherzigkeit geöffnet. Ich ergieße ein ganzes Meer von Gnaden über jene Seelen, die sich der Quelle Meiner Barmherzigkeit nähern”.

 

Schöpfen wir alle aus dieser lebendigen Quelle der GÖTTLICHEN BARMHERZIGKEIT.

 

Pater Mateusz Micek

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