Besuch des 7. Blieskasteler Klosterfestes

Die Wettervorhersage kündigte nichts „Gutes“ an für den heutigen Sonntag, den Tag des 7. Blieskasteler Klosterfestes. „Bewölkt mit zeitweisen Schauern am Nachmittag“, so lautete die Prognose im Radio. „Schade“, dachte ich, denn ich hatte miterlebt, wie viele fleißige Helferinnen und Helfer seit Freitag damit beschäftigt waren, alles so herzurichten, dass die Gäste sich im Klosterhof wohlfühlen sollten. Da wurden Zelte aufgeschlagen, Tischgarnituren aufgebaut, ein Kühlwagen für die Kuchen wurde extra besorgt, Getränkewagen, Grill usw. usw. 

Am Samstagnachmittag und heute in der Früh konnten dann die Kuchenspenden abgegeben werden.  Rund 80 verschiedene Kuchen kamen in diesem Jahr zusammen, die bei jung und alt reißenden Absatz fanden. Am Abend – als die Glocken zum Abschlussgottesdienst läuteten – war kein Krümel mehr übrig, sicheres Indiz dafür, dass die selbst gebackenen Kuchen den Gästen geschmeckt hatten. Aber der Reihe nach:

Als ich um 13 Uhr das Klosterfest besuchen wollte, stellte ich fest, dass auf den Zufahrtswegen fast kein Durchkommen war. Das Wetter war optimal, nicht zu heiß, nicht zu kalt, sondern schön sonnig, so dass man gut draußen sitzen konnte. Dem entsprechend war auch der Zuspruch der Besucherinnen und Besucher. Auto an Auto parkte in der Nähe des Klosters, so dass ich mich entschloss, mein Auto in der Stadt zu parken und die Treppen zum Kloster hoch zu erklimmen.

Und mein Eindruck hatte mich nicht getäuscht. Im Klosterhof wimmelte es von geschäftigem Treiben. Alle Zelte und Sitzgelegenheiten wurden genutzt. Alle Altersgruppen waren vertreten. Bei vielen Familien waren gleich mehrere Generationen gekommen: Kinder, Eltern und Großeltern saßen beisammen und ließen es sich schmecken. Ein musikalischer Höhepunkt folgte auf den nächsten.

Nach dem Eröffnungsgottesdienst, der von dem Frauenchor St. Ingbert gesanglich gestaltet wurde, erfolgte der Fassbier-Anstich durch den Schirmherrn Peter Hager zusammen mit dem Vorsitzenden des Kreuzkapellenvereins Peter Kostyra.

Bis 14 Uhr sorgte der Orchesterverein Lautzkirchen für die musikalische Unterhaltung des Publikums.

Anschließend stellte das Jugendorchester Ballweiler eine Stunde lang sein Können unter Beweis.

Der Musikverein Rubenheim-Blickweiler sorgte mit seinem Auftritt ebenso für Kurzweil wie die Jungtänzerinnen des TV Lautzkirchen.

Mit Fahrten- und Volkslieder rundeten die Blieskasteler „Rover von der Leyen“ das Programm ab.

Man darf den Veranstaltern bescheinigen, dass wirklich für jeden musikalischen Geschmack etwas dabei war.

Auch für die Kinder wurde ein kleines Rahmenprogramm geboten. Sie konnten Riesenseifenblasen machen. Es gab die Möglichkeit, im Hinterhof Fußball oder Korbball zu spielen. Wer sich nicht nur sportlich betätigen wollte, konnte im Keller des Klosters Gesellschaftsspiele, Tischfußball, Billard, oder Dard spielen. In der Kreativecke durften Kinder jeden Alters kostenlos Kerzen verzieren oder Bilder aus dem Leben Jesu ausmalen.

Eine ausgefallene und schöne Idee war auch das Basteln von Rosenkränzen im Foyer des Klosters.

Für das leibliches Wohl wurde ebenfalls bestens gesorgt. Neben Kaffee und Kuchen ließen sich die Gäste „Br.-Thomas-Bigos“, die Flammkuchen, Spießbraten, Leberknödel, und andere Spezialitäten schmecken.

Bei diesem „Herrgottswetter“ erfreuten sich vor allem die gut gekühlten alkoholischen und nicht alkoholischen Getränke großer Beliebtheit. Wer nicht fahren musste, ließ sich aus Mallersdorf in Bayern das frisch gezapfte “Kaschtler Klosterbräu” schmecken.

Wie allgemein bekannt sein dürfte, kommt der Reinerlös des Klosterfestes der Renovierung der Heilig-Kreuz-Kapelle zu Gute. Daher war es erfreulich, dass viele Gäste zum Teil mehrere Stunden lang auf dem Klosterfest verweilten. „Nächstes Jahr kommen wir wieder“, so war allenthalben der  Tenor bei den Besucherinnen und Besuchern. Ein größeres Kompliment kann man den Veranstaltern kaum machen. Von meiner Seite aus ist dem nichts hinzuzufügen: Auch ich werde im nächsten Jahr wieder kommen, wenn es heißt: Wir laden ein zum 8. Blieskasteler Klosterfest“.

Andrea Weinmann, Gersheim

 

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