10jähriges Priesterjubiläum von Pater Mateusz

„Weiß ich eigentlich, worauf ich mich da einlasse?“ Diese so entscheidende Frage stellte sich Pater Mateusz Micek genau vor 10 Jahren, als er in seiner Heimat die Priesterweihe empfing, auf die er sich durch jahrelanges Studium und Gebet vorbereitet hatte.

Nein, er wusste nicht, was ihn alles erwarten würde: Sein Priestertum kannte Höhen und Tiefen. Freud und Leid oft dicht beieinander. Freude, wenn sich Paare kirchlich trauen lassen, und später ihre Kinder zur Taufe bringen. Aber auch Kummer und Sorgen, wenn Menschen um Rat, Trost oder Beistand bitten. Das kann manchmal auch für den Seelsorger zur Belastung werden. Der Mangel an Seelsorgern ist überall spürbar und führt zur Zusammenlegung von Pfarreien und mancherorts sogar zu Schließung von Kirchen.

Würde er diesen Schritt wieder wagen? O ja, Tenor seiner Predigt war die Dankbarkeit, die er GOTT gegenüber für seine Berufung empfindet. Diese Dankbarkeit war in seiner Predigt für jedermann spürbar. Als er sie mit dem „Amen“ beendet hatte, applaudierten ihm die Gläubigen spontan.

So sagen auch wir: Danke, Pater Mateusz, für Ihren Dienst verbunden mit der Bitte um Gottes reichen Segen für Ihre Tätigkeit als Zitat: „einfacher Arbeiter in Gottes Weinberg“. Deo Gratias für Ihre Berufung.

Andrea Weinmann

Gersheim

MARIA, die schönste Blume in GOTTES Garten

„MARIA, die schönste Blume in GOTTES Garten“, unter diesem Motto stand die diesjährige Kinder-Maiandacht im Kloster Blieskastel. Rund 20 Kinder waren mit ihren Eltern, Großeltern und Verwandten gekommen, um der GOTTESMUTTER die Ehre zu geben.

 

Nach der Begrüßung durch Pater Józef und dem Eröffnungsgebet waren die Kinder an der Reihe. Teresa trug Schriftlesung vor. Mamimilian, Maya, Karolina, Sophia, Marius, Teresa, Rafael und Milli gestalteten eine große Blume aus Papier. Auf jedem Blütenblatt standen Eigenschaften der Mutter Gottes, die uns in Glauben, Hoffnung und in der Liebe ein Vorbild und unsere Fürsprecherin bei GOTT ist. Danach stellte ich eine Muttergottes-Statue mit dem Jesuskind in die Mitte der Blume.

 

Es waren Kinder ganz unterschiedlichen Alters gekommen, die Kleinste noch ein Baby von 6 Wochen, das die große Schwester von 2 1/2 Jahren zur Mai-Andacht begleiten durfte, unsere Größten mit gut 10 Jahren, die teilweise noch die größeren Geschwister im „Schlepptau“ hatten. Am Schluss durften alle Kinder nach vorne kommen, um beim Lied „Maria Maienkönigin“ der Muttergottes Blumen zu bringen.

 

Mein Dank gilt allen Eltern, die ihre Kinder gebracht haben, allen Verwandten und Bekannten, die die Kinder begleitet haben und den Gläubigen, die treu jeden Abend zur Maiandacht kommen und es sich nicht nehmen ließen, auch die Kinder-Maiandacht zu besuchen. Ein ganz herzliches Dankeschön an Thomas Morawietz für die musikalische Umrahmung mit dem Akkordeon, was dieser Maiandacht einen besonderen Flair gab.

 

Ich freue mich auf die nächsten Aktionen mit unseren Kindern, der Kinderbastelecke am Klosterfest und auf die Lebendige Krippe. Wer Lust hat, bei der Aufführung der Lebendigen Krippe mitzumachen, meldet sich bitte bei Pater Mateusz. In den großen Ferien werde ich mit den Vorbereitungen beginnen.

 

Andrea Weinmann

Teamleiterin

 

KLOSTERFEST 2017 – Schön war’s

„Und für das Wetter seid ihr zuständig“, sagte der Vorsitzende des Vorbereitungs-Teams Peter Kostyra zu Pater Mateusz bei der letzten Sitzung vor dem diesjährigen Klosterfest. Und wie gut dieser Draht nach oben ist, stellten die Franziskaner Minoriten Blieskastel zum wiederholten Mal unter Beweis. Schienen sich an den Vortagen alle Schleusen des Himmels zu öffnen, denn es goss teilweise in Strömen, gab es am Sonntag Sonne pur mit Temperaturen um 30 Grad Celsius.
 
Etwa 1000 Besucherinnen und Besucher aus nah und fern waren gekommen, um sich kulinarisch und musikalisch verwöhnen zu lassen und den guten Zweck zu unterstützen. So ist der Reinerlös wieder für die Renovierung des Klosters und der Gnadenkapelle bestimmt. Begonnen hatte das Fest traditionell mit dem 11-Uhr-Gottesdienst. Um 12 Uhr folgte der Fassbieranstich durch den Schirmherrn, den Pfarrer der protestantischen Kirche Blieskastel, Matthias App, den Guardian des Klosters, Pater Mateusz Micek, den Vorsitzenden des Kreuzkapellenvereins Peter Kostyra und den Ortsvorsteher von Blieskastel-Mitte Hans-Jürgen Trautmann.
 
Durch das Programm führte Hans-Jürgen Trautmann der die mitwirkenden Vereine, den Orchesterverein Lautzkirchen, den Musikverein Hochscheid-Reichenbrunn, und die Blieskasteler „Rover von der Leyen“ ankündigte. Die Kinder-Kreativ-Ecke fand bei zahlreichen Kindern jeden Alters, Eltern und Großeltern guten Anklang, durfte man doch kostenlos Kerzen verzieren, Armbänder basteln und Mandalas ausmalen.
 
Gegen Abend wurden die sommerlichen Temperaturen erträglicher, sodass noch zahlreiche Besucherinnen und Besucher auch nach der Abendmesse auf dem Fest blieben. „Es war wieder ein schönes Fest“, so war übereinstimmend die Resonanz.
 
„Unser Dank gilt dem Vorbereitungs-Team um Peter Kostyra, den zahlreichen Kuchenspendern, den Helferinnen und Helfern vor und hinter den Kulissen, den Bediensteten der Kreissparkasse Saarpfalz, Elmar Becker und Team von der Pilgerrast, allen Musikanten und allen Besucherinnen und Besuchern des Klosterfestes. Ohne sie wäre das Klosterfest nicht das, was es ist“, sagte mir Pater Mateusz, als er beim Abbauen der Zelte und Zeltgarnituren half.
 
Andrea Weinmann
Gersheim

Faschingspredigt der besonderen Art…

oder –  was die wohl gemeinsam hann kennde?
Es isch ganz eenfach, isch saans eich ihr Leit und ihr Kinn:

Die Rende und die A-Klass solle angeeblich sicher sinn.


Was hat gesaat de Norbert Blüm
seinerzeit ganz ungestüm?
„Die Rente sinn sicher, ich saans eich ihr Leit,
sie sinn sicher in de Zukunft genauso wie heit.
Trotzdem hat dann de Vadder Staat
in de Person vom Rieschter gesaat,
dass ma zusätzlich faas Alter vorsorje kann

un dodedorch jetzt Steiervordeele hann.


In Sache Vorsorje gelt es Gleiche,
met Sicherheet aa in annere Bereiche.
Noch bisch-de gesund, em Herrgott sei Dank,
hoffentlich werschde niemols krank,
doch hasch-des an Herz, Kreislauf un de Lung,

bezahlt-da de Dokter dei Kankeversicherung.


Manchmool –  das passiert halt im Leewe –

bisch-de ungeschickt, es geht was deneewe.

Hasch-de em Nochbar sei Boddevaas zerdeppert met Schwung,
een Glick, du hascht joo dei Haftplichtversicherung,
die-da helft in solche Fäll,

un fa de Schade uffkummt, gell?


Geeje Feijer, Sturm und Hagel versicherschte dei Haus,

Mett-ra Gebäude- un Hausratversicherung, denn du kenntscht dich aus:
Denn es isch besser, keen Versicherung se brauche un ennie se hann
als keen Versicherung se hann, awwer ennie se brauche dann.
Dass iss doch Standard, liewe Leit,

un eischentlich selbschvaständlich heit.


Un met Recht däde-ma kritisiere,

so Leit, wo ebbes dut passiere,
die sich nett abgesichert hann,
un die valiere alles dann,
die geleebt hann in Saus un Braus,
un die valiere Haab un Haus,
weil se am falsche Enn hann gespaat,
un jetzt muss bezahle Vadder Staat.

Wenn-de es Evangelium noch rischtisch im Kopp hascht,

sinn Jesu Worde dodezu e befremdlicher Kontrascht.
Denn ebbes saat-a deitlich eewe:
Sorschen-eich nett um eier Leewe.
Leewe … – in de Daa enin?
Isch das werklich in JESU Sinn?
Leewe glicklich, leewe froh
wie der Mops im Haferstroh!?
Machen eich nett allzuviel Sorje,

nett um heit un nett um morje.


Die Ufforderung isch schun ziemlich grass:

Wie naiv un weltfremd klingt dann das?
Sorschen eich nett um eier Leib…
 I mache mir das aus Zeitvertreib?
Mir kenne jo wohl schlecht nackisch laafe

Un aa I ebbes se esse misse ma uns kaafe.


Wenn uns JESUS mett de Veschel belehrt,

mache mir velleicht jo ebbes verkehrt?!
De liewe GOTT sorscht fa ihr Fudda,
wie bei de Kinna de Babbe und die Mudda.
Un bliiiit in de Wies in alle Fawwe es Gras:
Wie bunt und wie scheen isch-en das?“
Em Salomo seine Kleeder ware koschtbar und prächtisch,
doch nix im Vergleich mett de Lilie, das stimmt tatsächlich.
Wenn de Herrgott schun es Gras so gut dut versorje,
warum also sorsche ma uns weesche heit un morje?
Doch das ens zu ens uf uns Mensche se iwwertraan,
das funktioniert so nett, das kann ich eich saan.

Selbscht dorch e noch so intensives Gebet,

nett audomatisch ebbes uff em Disch steht.
Wenn ma nix devor dun schaffe,
misse ma in leere Tella gaffe!
Aa brauche ma was fa anseziehn,
fa nix isch das awwer aa net se krien.
Also a dodevor misse-ma was mache,

Was vezählt denn JESUS do fa Sache?


Nadierlich misse ma es Needischte hann,

un jeder so gudd vorsorje, wie-a kann.
E Krankeversicherung – die dut absolut Not,
Fa die Eltere isch e guddie Zukunft fa die Kinner owersches Gebot.
Un – was kenner jemools bestreide kann,

mir misse devor sorje, dass ma genuch Kleeder und se esse hann.


Ich vazähl-es eich nett geer,
awwer manche mache-sich es Leewe unnedisch schwer.
Die mache sich Kummer und mache sich Sorje:
Was bringt uns die Zukunft, was isch morje?
Die losse sich vunn ihre Sorje zerfresse
Un duun dodebei es Leewe ganz vergesse.
Mir misse Jesus rischtisch vastehn:
Die Sorje derfe nett im Vordergund stehn.
Ma derfe unser Zeit nett verplemmbere mett Dinge,
die im Endeffekt doch gar nix bringe!
Unser Leewe hat in GOTT sei Alfa un Omega,
das Ziel wolle ma erreiche, das isch doch klar.

Denke ma an GOTT als unser ewisches Ziel,

verblasst so manschie Sorsch gar viel.
Das große Ziel nett aus de Aue zu verliere,
solle-ma in unserem Alldaach probiere.
Jesus geht es also do-drumm:
Renne nett kopplos im Leewe erum,
duun die Prioridäde setze rischtisch,
GOTT an erschtie Stell, isch besonnerscht wichtisch!
Alles, was mir schaffe, schwätze un denke

solle ma uff unser Herrgott ausrichte, solle ma Ihm schenke.


(Melodie: Ich zähle täglich meine Sorgen)
Mache täglich deine Arbeit,
vertrau auf Gott den Herrn,
wenn du nur das deine tust
hilft er dir immer gern.
Mache dir keine Sorgen
Gott ist für dich da,

denn er ist dein Alpha und dein Omega.


Ich wees nett, ob jemand die Geschicht kennt:
E Professor hat er Vortrach gehall zum Zeitmenetschment.
Dass die Leit richtisch vastehn die Sach,
hat-a e Experiment mett-ne gemach.
Er hat gehol e großer leerer Kruuch,

hatt zwölf große Steen erin gemacht, dann war‘s genuch.


„Isch dann de Kruuch bis owwehin voll?“
„Joo“, hann die Leit gesaat und hann nett gewisst, was das soll.
Un nur-mool, dass ma driwwer redd:
De Professor hat gesaat: „Das glaab ich nett.“
Er hat geholt e Becher mett Kiesele
Un hat se gelosst in de Kruch eninn riesele.
Un de Rescht isch schnell vazehlt:

Die hann sich zwische de große Steen vadehlt.


„Liewe Leit, isch de Kruch jetzt voll?“
So langsam hann se verstann, was das soll.
„Wahrscheinlich nett“, hann se gesaat.
Rischtich, de Professor hat noch e Glas Sand gehaat,
der sich vadeehlt hat in de klennschte Ritze,
doch war’s noch nett genuch, das sinn keen Witze.
Er hatt noch Wasser dezu gegoss,

das isch in die kleenschte Hohlreim gefloss.


Hinner demm geniale Experiment
steht e Belehrung, die jeder kennt.
Däätschte als Letschtes hole die grooße Steen,
däät soviel niemols in de Kruch enin-gehn.
Die große Steen geheere se-erscht in de Kruuch.
Manchmool is dodemet aa schunn genuch.
Familie, Gesundheet und besonnerscht Gott sinn die große Steen.
Um die wichtische Dinge im Leewe muss-es-uns also als erschtes geen.
Wenn-ma awwer se-erscht uff die kleene Dinge dut gugge,
duun die viel se viel  Zeit verschlugge.
Un dann fehlt‘s an Zeit un Kraft,

Das- ma die wichtische Dinge schafft.


Was lerne-ma also aus-em Professor seinem Vergleich?
In de Kruuch von unserem Leewe geheert als allererschtes es Schaffe fa Gottes Reich.
Liewe Leit, isch saan eich was:
Alles annere werd dodegeje blass.
Un valiert sei unbedingtie Notwenischkeet,
wenn GOTT an erschter Stelle steht.
Wenn mir unser Leewe aus Gott verstehn,
kenne ma unser Weesch ohne Sorje gehn.
Dann dut uns so schnell nix aus de Bahn werfe,

weil ma em HERRGOTT vertraue derfe.


(Melodie: ich zähle täglich meine Sorgen)
Tu nur die wichtigen Dingei
in deines Lebens Krug,
für die Kleinigkeiten
bleibt dir noch Zeit genug!
Sorge für deinen Nächsten
Bet‘ zu GOTT dem HERRN
So ist Gottes Reich auf Erden
Schon heute nicht mehr fern.
 
Amen

Lebendige Krippe 2016 in Wort und Bild

Seit acht Wochen probten die kleineren und größeren Darstellerinnen und Darsteller im Alter zwischen vier und zwanzig Jahren das diesjährige Krippenspiel. Nach und nach kamen beim Proben immer wieder neue Ideen auf, bis das Stück schließlich aufführungsreif war. Aber sehen Sie selbst… Lassen wir doch einfach die von mir kommentierten Fotos von Frau Kathrin Pfund sprechen:

 

2016-einzug-in-die-kirche

Der feierliche Einzug in die mit Kindern und Erwachsene gut besuchte Klosterkirche. Glich die Kniebeuge in der Generalprobe eher einer Laola-Welle, klappte sie bei der Aufführung nahezu perfekt.

 

2016-begruessung

Pater Mateusz begrüßt die Gläubigen und stellt die Krippenspielkinder vor.

 

Mariä Verkündigung. Gabriel (Emely) fragt Maria (Teresa) im Auftrag GOTTES, ob sie bereit ist, GOTTES SOHN zu empfangen.

 

2016-maria-und-josef-auf-dem-weg-nach-bethlehem

Maria (Teresa) und Josef (Mika) auf dem weiten Weg nach Bethlehem.

 

2016-maria-und-josef-beim-ersten-herbergsvater

Maria (Teresa) und Josef (Mika) beim ersten Herbergsvater (Felix), der sie wegschickt.

 

2016-maria-und-josef-beim-zweiten-herbergsvater1

Maria (Teresa) und Josef (Mika) bitten beim zweiten Herbergsvater (Nico) um eine Bleibe, werden aber schroff abgewiesen und zu Jakobus geschickt.

 

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Jakobus‘ Herberge ist zwar ebenfalls voll belegt. Da er barmherzig ist, bietet Jakobus (Jan) Maria und Josef einen Platz in seinem Stall an und gibt ihnen noch eine warme Decke mit.

 

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Während Maria und Josef durch die Klosterkirche sich auf dem Weg zum Stall machen, werden die Feldkulisse (von Nico und Felix) und die Stallkulisse (von Jan und mir aufgebaut). Die Hirten und der Verkündigungsengel kommen aus der Sakristei und verbergen sich hinter der Feldkulisse.

 

2016-maria-und-josef-im-stall-zu-bethlehem

Maria (Teresa) und Josef (Mika) im Stall von Bethlehem, wo JESUS geboren wird.

 

2016-der-engel-verkuendet-den-hirten-die-frohe-botschaft

 

Der Engel des HERRN (Elisabeth) verkündigt den Hirten die Frohe Botschaft, dass JESUS im Stall von Bethlehem geboren sei. Unser Jüngster, Joshua, ist darüber so erfreut, dass er die Milchkanne fallen lässt, die mit lautem Gepolter die Treppenstufen nach unten rollt.

 

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Während die Hirten zum Lied „Kommet ihr Hirten“ zum Stall von Bethlehem ziehen, wird die JESUS-Puppe gegen ein echtes Baby ausgetauscht. Seine Mama sitzt auf meinen Wunsch hin beim Kind, damit es sich nicht ängstigt. Die Hirten kommen bei der Krippe an und huldigen dem JESUS-Kind (leider kein Foto vorhanden). Es folgt ein kurzer Wortgottesdienst-Teil, derweil die Hirten Spenden für eine Schule in Paraguay einsammeln.

 

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Am Schluss sind alle Krippenspiel-Kinder im Stall von Bethlehem vereint. Die Lichter symbolisieren die Hoffnung, die die armen Kinder in Paraguay und überall auf der Erde mit Weihnachten verbinden. „Tragt in die Welt nun ein Licht“ und „Tragt zu den Kindern ein Licht“ hat die Gemeinde zum Orgelspiel von Franz-Josef Berwanger gesungen.

 

2015-pater-mateusz-segnet-die-krippenspielkinder1

Zum Einzelsegen, den hier Pater Mateusz spendet, stellen sich zuerst die Krippenspielkinder auf. Sie haben es eilig, denn sich müssen rasch in der Sakristei warme Kleidung anziehen, um die Außenkrippe darstellen zu können.

 

2016-musiker-begleiten-die-kindersegnung

Die Musikerinnen und Musiker, die schon das Krippenspiel musikalisch umrahmt haben, spielen auch während der Kindersegnung.

 

2016-pater-josef-junior-segnet-die-kinder

Pater Józef Junior segnet die Kinder.

 

2016-pater-josef-senior-segnet-die-kinder

Pater Józef Senior segnet die Kinder.

 

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Pater Marcim (Bildhintergrund) beim Spenden des Segens.

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Das Foto zeigt unsere Krippenspiel-Kinder, die inzwischen warm angezogen die Außenkrippe darstellen.

2016-tiere2Tiere unweit der Außenkrippe. Ein herzliches Dankeschön an ihre Besitzer. Ohne Ihre Tiere wäre es keine richtige Lebendige Krippe. Und last but not least:

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Unsere fleißigen Helferinnen und Helfer. Im Bild zu sehen: Thomas und Daniela, Bruder Jakub und Pater Józef. Auch euch ein herzliches Dankeschön.

Ich freue mich schon auf die Lebendige Krippe 2017, getreu dem Motto: „Nach der Lebendigen Krippe“ ist „vor der Lebendigen Krippe“.

 

Andrea Weinmann

Gersheim

 

 

 

 

Thomas Paul… das nehme ich mit!

Heute erlaube ich mir die Berichterstattung der etwas anderen Art. Ich habe eingefangen, was den Teilnehmerinnen und Teilnehmern besonders wichtig war oder besonders gut gefallen hat:

  • Matthäus, Kapitel 25,“ Kommt her, die ihr auf der rechten Seite des Vaters steht.“ – Ein Teilnehmer gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass er an diesem Tag auf der rechten Seite stehen werde. Es sei eine Verheißung, die von der Zukunft her in die Gegenwart wirke. Das Zukünftige, das uns erwartet, gibt uns schon jetzt in der Gegenwart Hoffnung. Dafür preise er den HERRN und danke IHM.
  • Eine Teilnehmerin schilderte eine Begebenheit in der Kapelle. Sie habe beobachtet, dass zwei Frauen Zärtlichkeiten austauschten. Zunächst sei sie entsetzt gewesen. Dann habe sie sich an die Worte von Thomas Paul erinnert, der von unserer pharisäischen Natur gesprochen habe. Deshalb habe sie sich entschlossen, die beiden Frauen in ihrem Herzen nicht zu verurteilen, sondern für sie zu beten.
  • Welchen Reichtum an Gnaden uns die hl. Messe schenkt, dieses Wissen wurde bei einer anderen Teilnehmerin aufgefrischt und vertieft. Die Gnaden seien für die ganze Welt bestimmt, es seien universelle Gnaden.
  • „Ich bin ein Macher“, meinte eine andere Teilnehmerin. Sie sei nicht mehr richtig zur Ruhe gekommen und habe den inneren Frieden vermisst. Sie empfand es als wohltuend, dass wir selbst nichts tun müssen, sondern dass der HEILIGE GEIST für uns betet. Diese Aussage von Thomas Paul empfand sie als Befreiung für sich. Sie habe sich vorgenommen, in Zukunft JESUS und den HEILIGEN GEIST zu bitten für sie zu beten.
  • Pater Mateusz schließlich erfuhr Stärkung durch die Gemeinschaft. Jeder sei für GOTT, unseren HERRN, wichtig. Wir sollen alles in SEINE Hände legen und alle
    16-thomas-paul3
    Pater Mateusz erteilt den sakramentalen Segen

    Sorgen, Nöte und Probleme vor den IHN bringen. Die Gemeinschaft stärke auch den Priester bei der Bewältigung seiner Probleme. Wenn er die heilige Messe zelebriere, wenn er das Wort Gottes verkündige, gebe ihm der HEILIGE GEIST die rechten Worte ein. Er freue sich, wenn ein Zuhörer von den Worten berührt werde. Das gebe Kraft für den Alltag. Er habe aus dem Seminar Ermutigen und Begeisterung für den Glauben mitgenommen.

 

Viel besser kann man den Erfolg eines Seminars nicht darstellen, als es die Teilnehmerinnen und Teilnehmer getan haben. Dem ist nichts hinzuzufügen.

Einige Eindrücke:

16-thomas-paul1
Pater Józef Senior bei der Begrüßung
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Soviel Freude haben Thomas Paul und Andreas bei der Verkündigung des Wort` Gottes
16-thomas-paul4
Pater Martin bei der Predigt

Andrea Weinmann

Gersheim

TIERSEGNUNG -Ich war dabei

Schon seit geraumer Zeit war der Wortgottesdienst der besonderen Art in der Presse und durch Plakate angekündigt: „Die Tiersegnung im Kloster Blieskastel am Tag der Deutschen Einheit“. In der Glaubenswelt des Heiligen Franz von Assisi tief verwurzelt, luden auch in diesem Jahr die polnischen Brüder aus dem Minderorden, so heißt übersetzt Minoriten auf Deutsch, Tierliebhaber aus Blieskastel und Umgebung ein, ihre treuen Weggefährten segnen zu
lassen.

_z4a2694Und erstaunlich viele Gläubigen waren – trotz des eher durchwachsenen Wetters –  der Einladung gefolgt. So tummelten sich im Klosterpark Hund und Katze, Wellensittich und Schildkröten in Begleitung ihrer Herrchen und Frauchen. Ein buntes und munteres Treiben erfüllte den Klosterpark. Und wenn ein Hündchen bellte, antworteten ihm gleich mehrere Dutzend im Chor.

Die Lesung entstammte einer Erzählung des heiligen Thomas _z4a2678von Celano, dem Biographen des Heiligen Franziskus, über eine besondere Begebenheit im Leben des Franz von Assisi. Dieser sah sich veranlasst, Vögeln, die sich in seiner Nähe niedergesetzt hatten, das Wort GOTTES vorzutragen und ihnen zu predigen. Er war hocherfreut darüber, dass ihm die Tiere zuhörten und begann bald darauf, auch den anderen Tieren zu predigen.

_z4a2689Der Heilige Franziskus liebte Tiere. Von ihm ist bekannt, dass er sogar einen Regenwurm von der Straße aufhob, damit er nicht zertreten wurde. Wieviel mehr bedeuten den Menschen die Haustiere? Sie sind ihnen treue Begleiter. Sie helfen über mach‘ schwere Stunden, über Traurigkeit und Einsamkeit hinweg. Grund genug, ihnen einmal im Jahr den Segen zu spenden.

Lustig waren wie immer die Reaktionen der Tiere: Diese reichten von Weihwassertropfen schlecken beziehungsweise auffangen wollen, über lautes Bellen „mag ich nicht“ bishin zum „Rückzug antreten“ vor dem „unheimlichen“ Nass.

Besonders gefr_z4a2697eut hat mich die Begegnung mit dem kleinen Josua. Er kam mit Mama, Papa und Hund „Winnie Pooh“. „Er hat auf den Plakaten die Schildkröte gesehen und wollte wissen, ob sie auch dieses Jahr wieder da ist“, sagte mir seine Mama. „Ich weiß es nicht, aber wir können ja mal hingehen und nachschauen, habe ich ihm geantwortet. Jetzt fragt er die ganze Zeit, ob er die Schildkröte mal halten darf.“

Und wie er durfte. Er bekam eine ganze Fotoserie: Josua und Schildkröte an der Statue des Heiligen Franziskus. „Darf ich die Schildkröte zurücktragen?_z4a2741„, fragt er mich. „Natürlich, du bist ja schon ein großer Junge. Du passt ja schon gut auf“, antwortete ich ihm. Sichtlich stolz ob meines Vertrauens trug er die Schildkröte bis zur Wallfahrtskirche, wo er gemeinsam mit Pater Mateusz noch ein paar Aufnahmen machte.

„Hast du Lust, an unserem Krippenspiel mitzumachen?“, habe ich ihn gefragt. Und siehe da, nach einer kurzen Nachfrage: „Mama, darf ich?“, und einer ebenso kurzen Antwort der Eltern: „Wenn du willst, gerne“, habe ich noch ein Kind mehr, das beim Krippenspiel mitmacht. Ich freue mich sehr. Übrigens: Unsere Proben für das Krippenspiel beginnen am 4. November 2016. Wer noch mitmachen möchte, kann sich im Kloster anmelden.

Andrea Weinmann

Noch ein paar Impressionen zur Tiersegnung:

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Pontifikalamt mit Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann

Feierlich – das Wort beschreibt, denke ich, am besten die Atmosphäre in der bis auf den letzten Platz gefüllten Wallfahrtskirche. Trotz der vielen Menschen war eine ruhige, aber dennoch gespannte Erwartungshaltung bei den Gläubigen zu spüren. All zu oft hat man in der „Provinz“ nicht die Gelegenheit, den Bischof zu sehen und eine Predigt von ihm zu hören. So durften sich die Franziskaner Minoriten, allen voran der neue Guardian Pater Mateusz, über einen regen Besuch des Pontifikalamts freuen.

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Foto: Andrea Weinmann

Nach dem großen Einzug durch die Heilige Pforte des Wallfahrtsklosters begrüßte Pater Mateusz Bischof Wiesemann in Blieskastel und dankte ihm für sein Kommen und das Zelebrieren der heiligen Messe. Der Bischof seinerseits entgegnete, dass er der Einladung, in Blieskastel mit den Gläubigen Eucharistie zu feiern, gerne gefolgt sei.

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Foto: Andrea Weinmann

Nach den beiden Lesungen, die von Nicole Jochemczyk aus Zweibrücken und mir vorgetragen wurden, las Kaplan Martin Seither aus Gersheim aus dem Evangelium nach Lukas, das Gleichnis von dem verlorenen Schaf, der verlorenen Drachme und dem barmherzigen Vater vor.

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Foto: Andrea Weinmann: Evangelium

In seiner mit Spannung erwarteten Predigt erinnerte Bischof Wiesemann vor allem an die Opfer von Terror und Gewalt. Auf den Tag genau vor 15 Jahren – am 11. September 2001 – wurden in New York die Twin Towers angegriffen. 2753 Opfer waren zu beklagen. Attentate mit oft sehr vielen Toten sind inzwischen leider an der Tagesordnung. Viele Menschen leben in Angst und Schrecken.

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Foto: Andrea Weinmann: Predigt

Bischof Wiesemann erinnerte daran, dass die einfache Lösung, Zäune zu errichten, keine wirkliche Lösung sei. Das Problem von Terror und Gewalt könne man nur global lösen. Deutschland profitiere durch seinen Außenhandel von der Globalisierung, das dürfe bei der Flüchtlingsdiskussion nicht vergessen werden. Das Christentum habe schon immer gewusst, dass das Böse eine eigentümliche Faszination und Anziehungskraft auf die Menschen ausübe.

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Foto: Andrea Weinmann: Predigt

 

Das Böse werde dem Menschen quasi mit in die Wiege gelegt. Wie anders sei demgegenüber MARIA. Sie, die ohne Erbsünde empfangen war, war als Einzige würdig, GOTTES SOHN in ihrem Leib zu tragen. Sie hat JESUS sein ganzes Leben begleitet bis unters Kreuz. Deshalb suchen so viele Christen in ihren Ängsten und Nöten Schutz und Trost bei der GOTTESMUTTER, die auch unsere Mutter ist.

 

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Foto: Andrea Weinmann: Eucharistiefeier

Im Anschluss an die feierliche Eucharistie, die von den Chören aus Herbitzheim und Hassel unter der Leitung von Erwin Lück musikalisch umrahmt wurde, lud Pater Mateusz die Gläubigen zur Lichterprozession ein. „MUTTERGOTTES, wir rufen zu dir“, tönte es ebenso durch den Park wie „MARIA, hilf uns all“. Zum Abschluss beteten wir im Klosterhof das Gebet „JUNGFRAU, MUTTERGOTTES mein“ und stimmten das „Salve Regina“ an.

 

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Foto: Elmar Becker: Lichterprozession

Bis ich wieder zu Hause war, war es schon 21.30 Uhr. Aber ich hätte um nichts in der Welt dieses schöne Pontifikalamt und die Lichterprozession verpassen wollen. Ich freue mich auf die restlichen Wallfahrtstage und bin immer wieder froh, so viele bekannte Gesichter zu sehen.

 

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Foto: Ralf Feix: Die Mitwirkenden beim Pontifikalamt

 

Andrea Weinmann

Gersheim

Maria hilf uns all‘ – Auftakt der diesjährigen Wallfahrtswoche

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Unsere Krippenspielkinder folgen dem Kreuz

Heute – am Fest der Geburt der Muttergottes – beginnt traditionell die Blieskasteler Wallfahrtswoche. Schon seit Wochen warben die Franziskaner Minoriten über Plakate, Presseveröffentlichungen und über ihre Webseite um die Teilnahme an den Gottesdiensten, Andachten und Stundengebeten. Um so erfreulicher war die rege Teilnahme der Gläubigen aus der Umgebung an der Auftaktveranstaltung am heutigen Geburtsfest Mariens. Mich freute besonders, dass gleich vier Krippenspielkinder als Messdiener gekommen waren: Elisabeth und Felix aus St. Ingbert und Teresa und Rafael aus Zweibrücken.

Pater Mateusz Micek zelebrierte die heilige Messe, die ganz im „Zeichen“ Mariens stand. In seiner ergreifenden Predigt stellte er den Gläubigen MARIA als Helferin in allen Notlagen vor Augen. Wir dürfen zu ihr kommen in Freund und Leid wie Kinder zu ihrer Mutter kommen. Denn es wäre zu kurz gedacht, MARIA nur als Himmelskönigin anzurufen. MARIA war zuerst einmal Mensch wie wir, wurde geboren wie wir, hat ihr Leben auf der Erde gefristet wie wir, aber sie war ganz und gar dem Willen GOTTES gehorsam. So ist sie uns zugleich Mutter, Fürsprecherin und Beschützerin. Ihre besondere Würde erhält sie dadurch, dass sie JESU Mutter ist. So schreibt Johannes in seinem Evangelium auch nie von MARIA, sondern immer „nur“ von der Mutter JESU.

 

Ihren Geburtstag gemeinsam zu begehen, in dieser Intention waren zahlreiche Gläubige ins Kloster gekommen. Eine würdige Geburtstagsfeier. Und ich bin sicher, dass MARIA sowohl im Gottesdienst als auch in der anschließenden Lichterprozession mitten unter uns war.

Andrea Weinmann

Gersheim

Kinder-Aktions-Tag zu Maria Himmelfahrt

aktion5Kinder mögen die Natur. Oft bewegen sie sich gerne an der frischen Luft. Gerade Mädchen pflücken gerne Blumen, um ihrer Mama oder Oma eine Freude zu bereiten. „Andrea, wann machen wir unsere nächste Aktion?“ fragten mich die Kinder nach unserer Kinder-Mai-Andacht. Und wie ich ihnen schon damals versprochen hatte, lud ich sie zum Blumensammeln für Maria Himmelfahrt ein. Dieses fromme Brauchtum geht verloren, wenn wir – die Erwachsenen – es nicht an unsere Kinder und Enkel weitergeben. Und trotz Ferien und schönsten Badewetters waren drei Kinder mit ihren Eltern zu unserem Aktionstag gekommen: Teresa und Rafael aus Zweibrücken sowie Rafaela aus Breitfurt, jeweils in Begleitung von Mama und Papa.aktion4

 

„Jedes Kind und jeder Erwachsene sucht ein spezielles Kraut“, so vereinbarten wir uns und luden alles in den Kofferraum meines Wagens. Als er gut gefüllt war, fuhren wir zurück ins Kloster, wo Pater Mateusz schon kalte Getränke für uns bereitgestellt hatte.

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aktionNach einer kurzen Erfrischung gingen wir alle ans Werk: Die Kräuter wurden aus dem Kofferraum geholt und bündelweise auf die Tische gelegt. Dann ging es rund um die Tische, von jedem Kräuterstapel wurde ein Kraut entnommen und dem kleinen Werzwischstrauß beigefügt. So entstanden nach und nach rund 50 Sträuße, die wir für die Gläubigen in die Kirche brachten. Nach Abschluss unserer Arbeiten stärkten wir uns mit einem Eis, bevor die Kinder mit ihren Eltern wieder die Heimfahrt antraten.aktion3

Ich bedanke mich herzlich bei den Kindern fürs Mitmachen und bei den Eltern für ihre Unterstützung und freue mich schon heute, wenn Anfang November unsere Proben zum diesjährigen Krippenspiel losgehen. Wenn noch Kinder bei uns mitmachen möchten, kommt einfach zu unseren Aktions-Tagen. Sie werden auf unserer Homepage veröffentlicht. Gerne könnt ihr euch auch im Kloster melden. Pater Mateusz wird eure Kontaktdaten notieren und an mich weiterleiten. Dann erhaltet ihr von mir automatisch eine Einladung zu unseren Aktionstagen.

 

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Andrea Weinmann

Gersheim