Weltjugendtag – Vesper

Zwischen den großen Weltjugendtagen 2013 in Rio und 2016 in Krakau ruft der Papst jährlich an Palmsonntag zu kleinen Jugendtagen auf. Auch die Diözese Speyer beteiligte sich an dieser Initiative des Papstes, so dass sich außer in Blieskastel zeitgleich noch in Speyer, Ludwigshafen und auf Maria Rosenberg Jugendliche dem päpstlichen Aufruf anschlossen.

 

Jugendvesper_3So waren rund 35 Jugendliche nach Blieskastel gekommen, die eine hörenswerte Vesper gestalteten. Der Chor unter der Leitung von Christoph Nicklaus brachte zwischen den einzelnen Textbeiträgen moderne Chorstücke wie „Here we are“, „Herr ich komme zu Dir“,  „Hevenu Shalom“, „Sei behütet auf Deinen Wegen“, aber auch Altbekanntes wie „Selig seid Ihr“ zu Gehör, jedes Stück für sich von den Jugendlichen mit großer Hingabe vorgetragen.

 

Papst Franziskus stellte den diesjährigen Weltjugendtag unter das Motto der Seligpreisung: Selig, die ein reines Herz haben, denn sie werden Gott schauen” (Mt 5 8). So beschäftigten sich die Jugendlichen auch während der gesamten Vesper eindrucksvoll mit diesem Motto.

 

 

Außergewöhnlich war die Wahrnehmungsübung. Mit verschlossenen Augen tasteten die Jugendlichen ihren Pulsschlag an den Schläfen, am Hals und am Handgelenk. Dann wurde ein Metronom eingeschaltet, das den Pulsschlag symbolisieren sollte. Im Takt des Metronoms wurden die Worte gesprochen: „Wir versuchen unseren Pulsschlag anzuhalten. Es gelingt uns nicht. Unser Leben gehört uns nicht, es ist uns anvertraut. Es ist uns geschenkt.“

 Jugendvesper_1

Die Geschichte vom Kaufmann mit dem steinernen Herzen, die im Anschluss vorgetragen wurde, handelte von einem Kaufmann, dessen einziges Ziel es war, immer reicher zu werden. Um dieses Ziel zu erreichen, gab er sein Herz dem Versucher und tauschte es gegen ein Herz aus Stein ein. Er wurde zwar steinreich, verlor aber sein gesamtes soziales Umfeld. Schließlich folgte er dem Rat von Bischof Nikolaus, dem er sich anvertraut hatte. Er verschenkte all sein Vermögen und jede gute Tat erfreute sein Herz. Der Stein in seiner Brust schmolz und sein Herz kam wieder. Als er starb war aus dem armen Reichen ein reicher Armer geworden.

 

Über diese Geschichte dachten die Jugendlichen bei Meditationsmusik von Christoph Nicklaus nach und erhielten dabei die folgenden Denkanstöße:

Was muss passieren, damit euer Herz zu einem Herz aus Stein wird?

Was bedeutet es, ein reines Herz zu haben?

Was müssen wir tun, um unser Herz zu „reinigen” oder rein zu halten?

Welche Auswirkungen hat das auf unseren Umgang untereinander?

Schlägt dein Herz auch mal für Gott? Wann verlierst du es auch mal an ihn?

Jugendvesper_5

Es folgte die Schriftlesung, die sogenannte Bergpredigt aus dem Evangelium nach Matthäus (Mt 5, 1 -12), in der JESUS selbst eine Antwort auf die Frage gab, wie man selig wird oder – anders ausgedrückt – ins Himmelreich kommt und GOTT schauen kann. Passend dazu sang der Chor im Anschluss das Lied „Selig seid ihr“

 

Es folgten die Fürbitten, das Vater unser und der Friedensgruß, der mit den Worten endete: „Du, guter Gott, kannst uns Wege zu diesem Frieden zeigen Du kannst unser Herz öffnen und uns zusammenführen. Fangen wir damit gleich an, geben wir uns ein Zeichen des Friedens.“ Nach dieser Aufforderung reichte jeder seinem Nachbarn zur Rechten und zur Linken, seinem Vordermann und seinem Hintermann die Hand zum Friedensgruß.

 

Die Vesper schloss mit dem Gebet:

 

Gott segne Dir den Weg, auf dem Du jetzt gehst.

Gott segne Dir das Ziel, für das Du jetzt lebst.

Gott, segne Dich auch, wenn Du rastest.

Er segne Dir das, was Dein Wille sucht.

Er segne Dir das, was Deine Liebe braucht.

Er segne Dir das, worauf Deine Hoffnung ruht.

Gott, der sich nach Dir sehnt, segne Deinen Blick und Dein Herz.

So segne uns der gute Gott,

der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen.

Jugendvesper_2

 

 

 

Zum Barmherzigkeitssonntag 2015

Das Fest der Göttlichen Barmherzigkeit, wurde von Papst Johannes Paul II im Jahre 2000 im Zuge der Heiligsprechung der polnischen Ordensschwester Faustyna liturgisch eingeführt. Es wird am ersten Sonntag nach Ostern begangen, was auf den engen Zusammenhang des österlichen Erlösungsgeheimnisses mit diesem Fest hinweist. Somit wurde einem Wunsch JESU an die heilige Schwester Faustyna und die gesamte Kirche entsprochen.

BJ1JESUS spricht:

“Meine Tochter, künde der ganzen Welt von Meiner unbegreiflichen Barmherzigkeit. Ich wünsche, dass das Fest der Barmherzigkeit Zuflucht und Unterschlupf für alle Seelen wird, besonders für die armen Sünder. An diesem Tag ist das Innere Meiner Barmherzigkeit geöffnet. Ich ergieße ein ganzes Meer von Gnaden über jene Seelen, die sich der Quelle Meiner Barmherzigkeit nähern”.

Nach alter Tradition wird in Deutschland an diesem Tag der weiße Sonntag gefeiert. Kinder im Alter von 9 oder 10 Jahren empfangen zum ersten Mal in ihrem Leben den Leib des HERRN. Monatelang haben sie sich auf diesen Tag vorbereitet. Gemeinsam mit ihren Eltern, Paten und Verwandten freuen sie sich schon lange auf dieses Fest.

Ich erinnere mich noch sehr genau, wie das damals – vor 39 Jahren – bei mir war. Damals kannte man das Fest der göttlichen Barmherzigkeit noch nicht. Aber für meine Begriffe gibt es keinen besseren Termin, dieses Fest zu begehen. Empfehlen wir also besonders die Erstkommunionkinder der GÖTTLICHEN BARMHERZIGKEIT an. Bringen wir unsere Kinder zum HERRN, damit ER sie leiten, ihren Glauben bewahren und stärken möge.

Beten wir aber am Fest der GÖTTLICHEN BARMHERZIGKEIT auch für all’ jene, die damals – genau wie ich – den Glauben mit Begeisterung angenommen haben. Doch der Weg ist manchmal steinig und steil. Manche haben diesen Weg vielleicht zwischenzeitlich verlassen, wollen vom HERRN uns seiner Kirche nichts mehr wissen oder haben ihren kindlichen Glauben von damals verloren oder aufgegeben. Bitten wir also den HERRN an diesem besonderen Festtag, gerade ihnen die Pforten SEINES HERZENS weit zu öffnen.

 

Barmherziger HERR, DU bist für uns ans Kreuz gegangen,

um für uns arme Sünder Gnade bei GOTT zu erlangen.

Wir begehen heute das Fest der GÖTTLICHEN BARMHERZIGKEIT

mach uns füreinander zum Kreuztragen bereit.

Hilf uns zu erkennen, was GOTTES WILLE ist,

denn DEIN HERZ ist weit für uns geöffnet, HERR JESUS CHRIST.

Das Heil, das Du uns am KREUZ hast errungen,

ist DEINER GÖTTLICHEN BARMHERZIGKEIT selbst entsprungen.

Danke HERR, DU hast uns unendlich lieb,

unsere Schuld uns stets vergib;

öffne durch DEINE GÖTTLICHE BARMHERZIGKEIT

uns die Pforte zur ewigen Glückseligkeit.

Amen

 

Andrea Weinmann

Gersheim

 

Ostergruß

AllelujaAllen Brüdern und Schwestern, den Kleinen und den Großen, wünschen wir ein frohes und gesegnetes Osterfest.

Möge JESU Sieg über Sünde und Tod, bezahlt durch SEIN vergossenes Blut und SEINEN Tod am Kreuz, Ihre und unsere Herzen mit Freude erfüllen und uns zur wahren Freiheit der Kinder Gottes führen!

Jesus Christus surrexit vere. Alleluja!  (Jesus Christus ist wahrhaft auferstanden, halleluja!)

Franziskaner-Minoriten Blieskastel

 

Neuwahlen bei der Franziskanischen Gemeinschaft Blieskastel

Am Sonntag, dem 22. März 2015, war es mal wieder soweit: Wie es in einer franziskanischen Ordensgemeinschaft notwendig ist, standen Wahlen an. Wir trafen uns  um 11 Uhr zur gemeinsamen Messe. Pater Mateusz und der anwesende Pater Hermann-Josef aus Essen zelebrierten sie. Die Gemeinschaft wurde begrüßt. Die Lesung wurde von der derzeitigen Vorsteherin, Schwester Sigrid, vorgetragen.

Fastenessen

 

Im Anschluss trafen wir uns im Refektorium des Klosters. Nach einer unter Franziskanern üblichen herzlichen Begrüßung und dem ersten Austausch von Informationen und Neuigkeiten wurde zu Tisch gebeten. Schwester Daniela hatte eine herrliche Fastensuppe zubereitet, wobei dieses Fastengericht wirklich kräftig, lecker und reichlich war. Alle Sorten von Gemüse und dicke, saarländische Fleischwurst in einer deftigen Brühe wurden gereicht, dazu frisches knackiges Flute.

 

Die meisten Menschen fasten ja heut’ zu Tage nicht mehr ausschließlich im Bereich des Essens. So ist es auch nicht verwunderlich, dass die meisten Leute nicht mehr wissen, dass der Sonntag vom Fasten ausgenommen ist und man dann auch z.B. Fleisch essen darf. Erst am Montag geht es weiter mit dem Fasten. Aber das nur am Rande. Nachdem wir gemeinsam den Tisch abgedeckt und uns wieder versammelt hatten, begann die eigentliche Wahl zuerst mit einer Begrüßungs- und Vorstellungsrunde.

Franziskanische Tischgemeinschaft

 

Anwesend waren:

 

  • Pater Hermann-Josef aus Essen in der Funktion als Regionalassistent. In Essen arbeitet er als Seelsorger für Drogenabhängige und Obdachlose und wusste vieles darüber zu berichten, auch heitere Anekdoten, aber natürlich auch sehr ernste Hintergrundinformationen.
  • Benjamin Berger, aus dem dritten Orden aus Frankfurt, war extra am Morgen angereist, um als Mitglied des Regionalvorstandes und als Schriftführer zu fungieren. Er kam mit herzlichen Grüßen von Ursula Klemm im Gepäck.
  • Gisela, scheidende Schriftführerin
  • Martha, die derzeitige Bildungsbeauftragte
  • Renate, die zur Zeit mit keinem Amt betraut ist,
  • Daniela, die zur Zeit unsere Stellvertreterin  von der Vorsteherin OFS ist,
  • Sigrid, die Vorsteherin der Gemeinschaft des dritten Ordens
  • Elfriede und Gertrud waren aus Krankheitsgründen entschuldigt
  • und als noch (Dauer-) Postulantin, Beatrix und ich schreibe euch das Alles auch auf!

 

Pater Josef und Benjamin wollten wissen, wie sich unser Gemeinschaftsleben gestaltet, und so berichtete  Sigrid und die Anderen ergänzten mit Bemerkungen und Geschichten.

 

Im Allgemeinen trifft sich die Gemeinschaft jeden 4. Sonntag im Monat, mit Ausnahme von Feiertagen. Wir treffen uns um 15 Uhr zur Vesper und gestalten diesen zumeist auch mit, es sei denn es sind Wahlfahrten oder sonstige Veranstaltungen in deren Rahmen zustande kommt. Beigetragen werden franziskanische Texte, Gebete und Lieder, die von der franziskanischen Spiritualität zeugen sollen. Ab ca. 16 Uhr treffen wir uns dann im Kloster. Mit Unterstützung unseres geistlichen Begleiters Pater Piotr werden dann franziskanische Themen erörtert und vertieft. Pater Piotr konnte an dieser Wahl leider nicht zugegen sein und wurde dieses Mal von Pater Mateusz vertreten.

 

Weitere Aktivitäten sind Unterstützung und Hilfe beim jährlichen Klosterfest, bei den Marienandachten im Mai. Die Vorsteherin macht seit kurzem einmal im Monat am Samstagabend einen Lobpreis, der sehr gut angenommen und besucht wird. Man muss es einmal erlebt und gefühlt haben, dann will man immer wieder kommen.

 

Wir treffen uns auch innerhalb des Gebetskreises, der immer am Donnerstagabend in der Gnadenkapelle stattfindet, im Winter um 18 Uhr und in der Sommerzeit um 19 Uhr. Zuerst beten wir gemeinsam den Rosenkranz. Die Meditationen werden in der Regel von einem der Teilnehmer oder einem der Patres vorgetragen. Im Anschluss findet dann wöchentlich im Wechsel die heilige Messe, stille Anbetung in der Gnadenkapelle, das Bibelteilen und die Katechese dann im Kloster statt. Auch hierzu ergeht an alle Interessierten herzliche Einladung mal vorbei zu schauen (und zu bleiben).

 

Die Gemeinschaft unternimmt –  wenn möglich – auch einmal im Jahr eine Pilgerreise, so im Jahr 2013 nach Assisi und hatte dabei Gelegenheit, den neu gewählten Papst Franziskus erleben und hören zu können. Letztes Jahr begaben wir uns auf die Spuren der heiligen Elisabeth in Eisenach (Wartburg ihrer ersten Wirkungsstätte) und dann in Marburg.

 

Es werden eigene Einkehrtage im Kloster Blieskastel angeboten, die immer sehr interessant und viel zu schnell vorüber sind. Dazu werden dann auch andere Gemeinschaften des dritten Ordens eingeladen. Auch Benjamin bekundete direkt Interesse, sodass wir dieses Jahr nicht vergessen sollten ihn rechtzeitig dazu einzuladen.

 

Aber auch wir werden eingeladen z.B.  auf der Distriktsebene von Sonja Koch und ihrem Mann Gerhard und auch von Karl-Heinz Schwarz und seiner Frau Irene. Diese Treffen finden zumeist im Kloster Maria Rosenberg statt.  Manchmal werden wir auch eingeladen, gemeinsam zu verreisen, wie letzten Oktober nach Maria Eck am Chiemsee, wo wir im Franziskaner-Minoriten Kloster vom Pater Joachim viele geistliche Impulse erhielten. Auch dies war eine wunderbare Erfahrung.

 

Es werden aber auch Flyer und die Internetseite gestaltet, damit Interessierte uns finden und zu uns kommen können oder das Interesse geweckt wird. Neugierige sind willkommen und sollen ruhig mal bei uns „reinschnuppern“.  Aber ich warne! Wer einmal da war, will immer wieder kommen! Ich sage dies aus eigener Erfahrung!

 

 

Dann wurde es aber ernst und die Wahlen begannen.

 

Wir begangen mit einer Lesung aus dem Korintherbrief (12, 4-11) und einem Gebet des hl. Franziskus.

Das Ergebnis der zumeist geheimen Wahlen für die nächsten drei Jahre ist wie folgt:

 

Vorsteherin:                                                                  wiedergewählt einstimmig – Sigrid

 

Stellvertreterin:                                                            Daniela

 

Schriftführerin:                                                             Martha

 

Kassenwart:                                                                  Elfriede

 

Bildungsbeauftragte:                                                  Daniela

 

Delegierte für das Regionalkapitel:         Sigrid (dies erfolgt durch die Wahl als Vorsteherin automatisch)

Daniela und Martha (offene Abstimmung)

Im Kreis OFS

 

Beglückwünscht wurden nun alle Gewählten rundum freudig und es folgten die Abschlussworte und das Schlussgebet.

 

So kam auch wieder die Zeit, dass wir uns trennen und jeder seiner Wege ziehen musste. Aber die nächsten Termine sind schon geplant und so können wir uns bereits auf das nächste Zusammensein freuen.

 

Impuls zum Palmsonntag 2015

Der 7. Schmerz Mariens

JESUS wird ins Grab gelegt

„Es ist nichts schlimmer für eine Mutter, als ihrem eigenen Kind ins Grab hinterher schauen zu müssen“, so sagte mir einmal eine Mutter, deren Kind gestorben war. „Hätte der HERRGOTT doch nur mich genommen, er hatte doch sein ganzes Leben noch vor sich“, auch diese Aussage einer Mutter ist mehr als nachvollziehbar. Jede Mutter will ihr Kind am Leben sehen, will sehen, wie es aufwächst, wie es selbständig wird, eine Familie gründet und vielleicht irgendwann mal selbst Kinder bekommt. Und dann nimmt das so Erhoffte mit dem Tod des Kindes ein jähes Ende.

Grablegung

Trauer, Trostlosigkeit, Verzagtheit, Zweifel bis hin zur Verzweiflung machen sich im Herzen einer guten Mutter breit. Und dieses furchtbare Gefühl der Ohnmacht. Je nach Einstellung der Mutter: Ohnmacht gegenüber dem unbeugsamen Schicksal, Ohnmacht gegenüber dieser ausweglosen Situation, Ohnmacht einem übermächtig erscheinenden GOTT gegenüber, dessen Ratschluss man nicht verstehen kann und der unter Umständen sogar an SEINER Existenz zweifeln lässt.

 

Wie verhält sich MARIA? Sie trauert wie jede Mutter. Die Bibel beschreibt ihren Schmerz mit „so groß wie das Meer…“, was wohl so viel heißt wie unsagbar groß, mit Worten nicht auszudrücken, maßlos, in seinen Dimensionen nicht vorstellbar. Aber in all ihrem Trauer, in all ihrem Schmerz hört sie nicht auf, GOTT zu vertrauen. Sie erinnert sich an das Versprechen GOTTES, das ihr durch den Engel kundgetan wurde: „Er wird groß sein und Sohn des Allerhöchsten genannt werden.“ So vertraut Maria, dass der Allerhöchste SEINEN Sohn nicht im Tode lässt.

 

Und trotzdem muss sie mit ansehen wie der Leichnam ihres Sohnes in Tücher und Binden gewickelt und in ein Grab gelegt wird. Sie ist Zeugin, dass der schwere Stein davor gewälzt wird. Und es zerreißt ihr fast ihr MUTTERHERZ. Es tut IHR weh, unsagbar weh, denn auch SIE muss lernen, ihr Liebstes los zu lassen, ja es GOTTES Ratschluss zu überlassen, der in dem Moment für sie mit Sicherheit ebenso schmerzlich war wie für eine heutige Mutter, wenn der Sarg ihres Kindes in die Erde eingelassen wird.

 

Bestattet war darin noch keiner – ein neues Grab

Josef von Arimathäa JESUS als letzte Ruhestätte gab.

Das Grab verschloss man mit einem schweren Stein,

keiner konnte so hinaus oder hinein.

 

Zwar ist MARIA vor Kummer tief gebeugt,

Zwar hat SIE  allen Grund zur Klage,

doch ist SIE  von der Allmacht GOTTES überzeugt,

ER ist der HERR über IHRE Tage.

 

So vertraut SIE selbst im Tod,

GOTT wird sein Versprechen halten,

ER wird wandeln IHRE Not

GOTT lässt seine Gnade walten.

 

Denn das Grab ist nicht das Ende

JESUS besiegte Leid und Tod,

drum falte bittend ich die Hände,

und erflehe Gnade bei GOTT

 

Amen

(Gebetstext: Andrea Weinmann)

 

 

Pater Mateusz Micek

 

Impuls zum 5. Fastensonntag

Der 6. Schmerz Mariens: Der Leichnam Jesu wird in ihren Schoß gelegt

Wer kennt sie nicht, die zahlreichen Darstellungen der Pieta? JESUS liegt tot in Mariens Schoß. Auch das Bildnis „Unserer Lieben Frau mit den Pfeilen“ ist eine Pieta, noch dazu eine der ältesten, die es gibt. Und jährlich kommen mehrere Tausend Besucherinnen und Besucher zur Pilgerfahrt nach Blieskastel, um IHR die Ehre zu erweisen.

ULF mit den PfeilenNormalerweise wird man nicht gerne an Schmerzen und Pein erinnert. Woher kommt also die Anziehungskraft der Darstellung der Schmerzensmutter? In unserer heutigen Zeit wird nur allzu oft versucht, Kummer und Leid aus dem Alltag zu verbannen. Und doch existieren sie heute wie damals. Zwar mag sich die Art des Leidens teilweise verändert haben, doch ist es noch immer allgegenwärtig: Arbeitslosigkeit, schwere Krankheit, Alleinsein im Alter oder nach einer Scheidung, Hunger und Not in den sogenannten Ländern der Dritten Welt, um nur einige zu nennen. Die Menschheit hat es also bis heute nicht geschafft, eine gute und gerechte Welt für alle zu gestalten.

Auch die GOTTESMUTTER hat sehr viel durchgemacht: Verfolgung und Exil, Kindesverlust, Kreuzweg JESU und seine Hinrichtung am Kreuz. Wer könnte also besser die Not der Menschen verstehen als gerade eben MARIA? Und so ist es nicht verwunderlich, dass gerade das Betrachten des Bildnisses der Schmerzensmutter und das betende Verweilen den so Geplagten Trost spendet.

Da ist jemand, der mitfühlt. Da ist jemand, dem man sein Herz ausschütten kann. Da ist jemand, der zuhört. Da ist jemand, dem man vertrauen darf. Da ist jemand, der einen nicht auslacht oder verurteilt. Da ist jemand, der sich kein Urteil dem Anschein nach erlaubt. Da ist jemand, der einfach nur da ist und sich die Nöte anhört. Und da ist jemand, der einen nie allein lässt und auf die Bitten hört, ja sie erhört. Davon zeugen Votivtafeln an allen Marienheiligtümern, die Gebetserhörungen der unterschiedlichsten Art bezeugen.

 

So endet der Fastenimpuls mit der gebetshaften Zusammenfassung des 6. Schmerzes Mariens:

In DEINEN Armen liegt ER nun tot,

jede Mutter kann nachempfinden DEINEN Schmerz,

ER erfüllte SEINES VATERS Gebot,

Doch DIR, heiligste MUTTER, bricht fast das Herz.

 

Tief gebeugt in Trauer und Kram

beweinst DU DEIN Liebstes, DEIN totes Kind.

JESUS liegt leblos in Deinem Arm,

DEIN Leiden gar kein Ende nimmt.

 

Tief gebeugt in manchem Leid

finden viele Trost bei der Mutter voller Schmerzen.

So kommen auch die Menschen unserer Zeit

und bitten DICH aus ganzem Herzen,

auch ihnen in ihrer Not beizustehen

und ihren Kreuzweg mitzugehen.

 

MARIA, hilf allen, die vor der Pieta flehen und bitten,

Bitte GOTT für sie durch das was DEIN SOHN hat erlitten.

 

AMEN

(Gebetstext: Andrea Weinmann)

 

 

Pater Mateusz Micek

 

“24-Stunden für GOTT” – 2015

„Und am Freitagabend beginnen wir mit unserer Aktion „24 Stunden für GOTT“, so lautete die Vermeldung am vergangenen Sonntag. Wir starten um 19.00 Uhr mit der Vesper und der Aussetzung des Allerheiligsten in der Wallfahrtskirche, dann erfolgt eine stille Anbetung, um 21 Uhr beten wir die Kreuzwegandacht, um 22 Uhr den Barmherzigkeitsrosenkranz, anschließend Musik und Gesang und zum Abschluss des Freitags um 23.45 Uhr der Eucharistische Segen. Am Samstag laden wir zum Laudesgebet um 8.45 Uhr und zur anschließenden Eucharistiefeier mit Aussetzung des Allerheiligsten um 9.15 Uhr ein. Nach dem Gottesdienst ist stille Anbetung, um 15 Uhr Barmherzigkeitsrosenkranz, und um 18 Uhr Vesper. Um 19 Uhr beschließen wir mit dem Rosenkranz und dem eucharistischem Segen den 24stündigen Gebetstag.

Anbetung

„Strammes Programm“, dachte ich und mir kam unwillkürlich der Vergleich mit dem Sport ein. Das  ist ja schon fast ein Gebetsmarathon. Wie wollen das die Brüder alles schaffen? Wie kann man nur – mit Ausnahme von ein paar Stunden Nachtruhe – so lange durchbeten. Ich bin überzeugte Katholikin, stehe aber manchen Aktionen auch kritisch gegenüber. Trotzdem gebe ich jeder Aktion eine Chance. Mitmachen, das Erlebte in sich wirken lassen und erst dann entscheiden, ob die Skepsis angebracht war. So entschloss ich mich, die heilige Messe am Samstagmorgen um 9.15 Uhr zu besuchen.

 

Ich war überrascht. Mit so vielen Gottesdienstbesuchern hatte ich an einem Samstagmorgen gar nicht gerechnet. „Da hat doch jeder etwas anderes zu tun“, hatte ich vermutet, doch weit gefehlt. Die Atmosphäre war von stiller Andacht geprägt. Ich lauschte der Predigt von Pater Mateusz, in der vom Hochmut des Pharisäers gegenüber dem reumütigen Zöllner die Rede war. All die guten Werke werden dem Pharisäer nichts nützen, weil sie ihn zum Hochmut und Stolz verleitet haben. GOTT aber sieht das Herz und ruft jeden Menschen zur Umkehr. Das war auch ein Grund, warum der Heilige Vater Franziskus im vergangenen Jahr die Aktion „24 Stunden für GOTT“ ins Leben gerufen habe. Vor allem das Sakrament der Beichte sollte wieder in den Fokus gerückt werden.Ich lade Sie ein, sich von JESUS reinigen zu lassen“, so schloss Pater Mateusz seine beeindruckende Predigt.

 

„OK, dachte ich, wieder ein neuer Aspekt – vom Heiligen Vater im vergangenen Jahr ins Leben gerufen“.  Ja – ich erinnerte mich wieder: „Da war doch was.“ Meine Neugierde war geweckt und ich recherchierte im Internet und fand: „24 Stunden für GOTT“, heißt die Initiative des Päpstlichen Rates zur Förderung der Neuevangelisierung… Weltweit wird zu Beichte und eucharistischer Anbetung aufgerufen. Und schon im vergangenen Jahr gab es: „begeisterten Reaktionen“… (Quelle Kathe Net). „Es ist zwar eigentlich traurig“, dachte ich, „dass man mit solchen Aktionen auf die Beichte und die Eucharistische Anbetung aufmerksam machen muss, aber in unserer schnelllebigen Zeit kommt das Glaubensleben – egal in welchen Bereichen – häufig zu kurz.“

Nacht

„24 Stunden für GOTT“, wenn ich es nochmal überdenke, soll diese Aktion das Bewusstsein schärfen. GOTT gebührt die erste Stelle. GOTT soll angebetet und von uns verherrlicht werden. Die Beichte ist zu unserem Heil da, weil JESUS uns durch seinen Tod am Kreuz die Versöhnung mit GOTT erst möglich gemacht hat. „24 Stunden für GOTT“, ein Fingerzeig, dass wir für GOTT leben sollen, dass wir IHM dankbar sein und IHM dienen sollen. Es ist wichtig, dass die Christen sich dieser Aufgabe, dieser Berufung, wieder bewusst werden, damit der HERR noch Glauben vorfindet, wenn er wiederkommt.

 

Meine anfängliche Skepsis ist der Erkenntnis gewichen: Solche Aktionen sind heutzutage wichtiger denn je. Schade nur, dass sie nicht immer die Resonanz finden, die ihnen gebührt. Schade, dass gerade die jungen Leute oft diesen Angeboten fern bleiben. „24 Stunden für GOTT“ sollte auch das intensive Gebet für die Jugendlichen beinhalten, denn sie sind die Glaubensboten für die zukünftige Generation. Nur wenn die Jugend von heute noch glaubt, wird sie den Kindern von morgen den Glauben weiter geben. Wir bräuchten noch viel mehr solcher oder ähnlicher Aktionen, damit GOTT wieder in den Fokus der Weltöffentlichkeit gerückt wird und nicht nur zum „Nothelfer“ degradiert wird, den man in guten Zeiten nicht zu brauchen glaubt.

 

„24 Stunden für GOTT“. Auch im nächsten Jahr werde ich wieder mitbeten und mitsingen. Denn oft genug gerät GOTT auch in meinem Leben ins Hintertreffen.

 

Andrea Weinmann

Gersheim

 

Impuls zum 3. Fastensonntag

Der  4. Schmerz Mariens

 

Begegnet seiner Mutter Kreuzweg Jesu

 Wie grausam geht man um mit DEINEM SOHN?

JESUS erträgt schweigend Spott und Hohn.

ER, der immer Gutes hat getan,

was tut IHM der Neid der Menschen an?

Falsche Zeugen treten gegen IHN auf

und das Unheil nimmt seinen Lauf.

Judas’ schändlicher Verrat –

wie abscheulich ist die Tat!

Petrus – der sich Freund will nennen,

leugnet gleich dreimal JESUS zu kennen.

ER, der göttliche Herrscher über diese Welt,

wird von den irdischen Machthabern gedemütigt und zur Schau gestellt.

ER, der verhinderte, dass man die Sünderin steinigt,

wird schuldlos von den Häschern gepeinigt,

wird gegeißelt, wird verlacht,

eine Dornenkrone wird gemacht.

Zum Tod verurteilt muss er sein schweres Kreuz tragen,

auf dem Weg nach Golgotha von den Häschern geschlagen,

weshalb ER gleich dreimal zu Boden fällt

und man IHM Simeon zum Kreuztragen zur Seite stellt.

Du, MUTTER GOTTES liefst nicht fort.

Du, MUTTER GOTTES, hieltest Wort.

DEIN „Fiat“ galt auch in Kreuz und Leid.

DEIN „Fiat“ galt gerade für die schlimme Zeit,

in der selbst seine Freunde JESUS verlassen haben,

hingst DU SEINEN KREUZWEG mit, ohne zu klagen.

Wir, die wir in SEINER Nachfolge stehn,

sollten auch SEINEN KREUZWEG mit IHM gehen.

Hilf uns, vorm Kreuz niemals zu fliehn

und einst mit JESUS im Himmel einzuziehn.

AMEN

 

P. Mateusz Micek

 

Herzliche Einladung zu Lobpreis & Anbetung 

Herzliche Einladung zu Lobpreis & Gebet am Samstag, dem 07. Februar 2015, 17:30 – 18:30 Uhr

Diese Anbetung des Allerheiligsten ist geprägt durch viele neuere Lobpreislieder, mit denen wir Gott anbeten.

Wir wollen Gottes Nähe erfahren durch Stille, Gebet und Lobpreislieder.

In dieser Stunde begleiten uns die Worte aus dem Psalm 47  und aus dem Buch „Ein Psalm in meinem Herzen“.