Aschermittwoch und Aschenkreuz

Aschenkreuz

Die Asche ist das Sinnbild der Vergänglichkeit alles Irdischen, auch des Menschenlebens, und der Buße für die Sündenschuld, die den Tod in die Welt gebracht hat. Diese Asche wird bereitet aus den im vorigen Jahre am Palmsonntag geweihten Zweigen von Palm-, Oliven- oder anderen Bäumen.[1]

Sie wird vom Priester feierlich gesegnet und dann den Gläubigen mit den Worten: „Gedenke, o Mensch, dass du Staub bist und zum Staube wirst du zurückkehren!“ (Gen. 3, 19), auf das Haupt gestreut.

Ursprünglich wurden nur die öffentlichen Büßer mit Asche bestreut. Später wurde diese ergreifende Zeremonie an allen Gläubigen vorgenommen, alle sollen sich als Sünder fühlen und bekennen. Empfange dieses Aschenkreuz in heiliger Bußstimmung und mit Reue über die Sünden! Der Aschermittwoch ist ein strenger gebotener Fast- und Abstinenztag. An diesem Tag sollen katholische Gläubige nur einmal essen und ein weiteres Mal eine kleine Stärkung zu sich nehmen. Die Fastenregeln bleiben immer aktuell und bringen ein Mehr an Freude.

Geschichte

Die Tradition des Aschermittwochs existiert seit dem 6. Jahrhundert. Der Name Aschermittwoch lässt sich auf die kirchliche Bußpraxis zurückführen, bei der die Büßer ein Bußgewand anzogen und mit Asche bestreut wurden. In der alten Kirche legten diese ein öffentliches Schuldbekenntnis ab und wurden von diesem Tag bis Gründonnerstag von der Kirche, oder von der Eucharistiegemeinschaft ausgeschlossen. Ab dem 10. Jahrhundert fiel die öffentliche Kirchenbuße weg. Seit dem 12. Jahrhundert wurde die Asche aus den Palmen des Vorjahres gewonnen. Es blieb der Ritus der Aschebestreuung.

Liturgische Bräuche

Am Aschermittwoch empfangen die Gläubigen traditionell im Rahmen einer Heiligen Messe das Aschenkreuz. Die Asche ist das Symbol für die Vergänglichkeit. Streng genommen sollte die Asche für das Aschenkreuz aus dem Holz der im im Vorjahr am Palmsonntag verwendeten Palmzweige sein. Während der Auflegung des Aschenkreuzes sagt der PriesterGedenke, o Mensch, dass du Staub bist und zum Staube wirst du zurückkehren! (Gen. 3, 19). Dies ist auch ein Zeichen der Reinigung, weil früher aus der Asche die Seife hergestellt wurde.

Fasten am Aschermittwoch

Am Aschermittwoch sollen gemäß der Canones 1249-1253 des CIC alle gläubigen Katholiken ab dem vollendeten 14. Lebensjahr dem Abstinenzgebot folgen, dem Fastengebot dagegen alle volljährigen bis zum Beginn des 60. Lebensjahr.

 

Quelle: http://www.kathpedia.com/

Fünfter Fastensonntag: Sechster Tag der Novene zur Vorbereitung auf Ostern

MARIA, MUTTER DES TROSTES

KREUZZEICHEN

TÄGLICHES GEBET

Heilige Maria, Mutter Gottes und Jungfrau voll der Gnade, du bist die Knotenlöserin! Mit deinen gütigen Händen nimmst du die Hindernisse weg,  die wie Knoten auf unserem Weg sind. In deinen Händen werden sie zu einem geraden Band,  zu einem Weg der Liebe Gottes. Heilige Jungfrau und Mutter,  löse die Knoten,  die wir selber durch unseren Eigenwillen zugezogen haben, und auch die Knoten, denen wir unerwartet begegnen.  Vor allem aber, löse die Knoten des Unglaubens. O Maria, Mutter des Glaubens,  lehre uns, Gott in allem zu vertrauen, nimm unsere Hände und mache sie fügsam und kraftvoll,  damit deine Hände durch unsere Hände  Friede, Trost und Hilfe bringen. Amen.

BILDBETRACHTUNG

Das Gesicht Marias strahlt Güte und Wärme aus. Ein sanftes Lächeln umspielt ihre Lippen. Den Kopf zur Seite geneigt, ist sie ganz konzentriert bei der Sache. Durch ihre Hände gleitet das Band. Sie scheint Freude daran zu haben, die Knoten darin zu lösen. Voller Liebe dient sie dem Heilsplan Gottes, der „sich erbarmt von Geschlecht zu Geschlecht über alle, die ihn fürchten“ (Lk 1,48).

Welchen Knoten will ich zur Knotenlöserin bringen?  –  STILLEGEDANKEN

„Bleibt…“ Jesu Liebe ist grenzenlos. „Wie mich der Vater geliebt hat, so habe auch ich euch geliebt. Bleibt in meiner Liebe!“ (Joh 15,9). Vielen fällt es schwer, an diese Liebe zu glauben. Maria zeigt uns die Liebe und den Trost Gottes. Bitten wir Maria, die Trösterin der Betrübten, dass sich die Knoten der Traurigkeit, der Krankheit und der Selbstverschlossenheit lösen und wir fähig werden, Gottes Liebe zu empfangen und diese Liebe anderen weiter zu schenken.

GEBET

Selige Jungfrau Maria, mit neuer Dankbarkeit für deine mütterliche Gegenwart vereinen wir unsere Stimmen mit allen Generationen, die dich selig preisen. Wir feiern in dir die großen Werke Gottes, der nie müde wird,  sich voller Erbarmen über die Menschheit zu beugen, die durch das Böse betrübt und die Sünde verletzt ist, um sie zu heilen und zu retten. Nimm an mit der Güte einer Mutter diesen Akt,  mit dem wir dir uns heute gläubig anvertrauen, vor diesem deinem Bild. Wir wissen, dass jeder von uns kostbar ist in deinen Augen und dass dir nichts fremd ist von allem,  was wir im Herzen tragen. Wir lassen uns anschauen von deinem gütigen Blick und wir sehen dein tröstendes Lächeln.

Behüte unser Leben in deinen Armen: Segne und verstärke jedes Verlangen nach dem Guten, belebe und nähre den Glauben, stütze und erleuchte die Hoffnung, wecke und beseele die Liebe, führe uns alle auf dem Weg der Heiligkeit. Lehre uns deine bevorzugte Liebe für die Kleinen und Armen, für die Ausgeschlossenen und Leidenden, für die Sünder und die im Herzen Verletzten. Vereinige alle Menschen unter deinem Schutz und übergib uns deinem geliebten Sohn, unserem Herrn Jesus. Amen

Vater unser – Ave Maria – Ehre sei dem Vater

Wir danken für die Genehmigung zur Veröffentlichung auf unserer Homepage.

Pater Mateusz Micek, Guardian

Vierter Fastensonntag: Fünfter Tag der Novene zur Vorbereitung auf Ostern

MARIA, FRAU VON KANA

KREUZZEICHEN

TÄGLICHES GEBET

Heilige Maria, Mutter Gottes und Jungfrau voll der Gnade, du bist die Knotenlöserin! Mit deinen gütigen Händen nimmst du die Hindernisse weg,  die wie Knoten auf unserem Weg sind. In deinen Händen werden sie zu einem geraden Band,  zu einem Weg der Liebe Gottes. Heilige Jungfrau und Mutter,  löse die Knoten,  die wir selber durch unseren Eigenwillen zugezogen haben, und auch die Knoten, denen wir unerwartet begegnen.  Vor allem aber, löse die Knoten des Unglaubens. O Maria, Mutter des Glaubens,  lehre uns, Gott in allem zu vertrauen, nimm unsere Hände und mache sie fügsam und kraftvoll,  damit deine Hände durch unsere Hände  Friede, Trost und Hilfe bringen. Amen.

BILDBETRACHTUNG

Am unteren Bildrand ist wohl eine Szene aus dem alttestamentlichen Buch Tobit dargestellt. Der Erzengel Rafael führt Tobias zu seiner künftigen Frau Sarah. Tobias hört auf den Engel und handelt nach seiner Weisung. So wendet sich für ihn und Sarah alles zum Besten. Bei der Hochzeit in Kana gibt Maria den guten Rat: „Was er euch sagt, das tut!“ (Joh 2,5).

Welchen Knoten will ich zur Knotenlöserin bringen?  –  STILLEGEDANKEN

„Handelt…“ Zu hören und dann das Gehörte in die Tat umzusetzen, braucht Mut und Entschlossenheit. „Selig seid ihr, wenn ihr das wisst und danach handelt“ (Joh 13,17). Der Herr selbst schenkt das hörende Herz und befähigt uns, seinen Willen zu tun. Bitten wir Maria, die sorgende Frau von Kana, dass sich die Knoten der Hilflosigkeit, der Trägheit und des Eigenwillens lösen und wir die Kraft empfangen, dem Wort Jesu zu folgen.

GEBET

Maria, Frau des Hörens,  lass unsere Ohren offen sein;  lass uns das Wort deines Sohnes Jesus  unter den tausend Worten dieser Welt heraushören;  lass uns auf die Wirklichkeit, in der wir leben, hören,  auf jeden Menschen, dem wir begegnen,  und besonders auf den armen, den bedürftigen  und den, der in Schwierigkeiten ist.

Maria, Frau der Entscheidung,  erleuchte unseren Verstand und unser Herz,  damit wir dem Wort deines Sohnes Jesus  ohne Zögern zu gehorchen wissen;  gib uns den Mut zur Entscheidung,  dazu, uns nicht mitreißen zu lassen,  so dass andere unser Leben bestimmen.

Maria, Frau des Handelns,  lass unsere Hände und Füße zu den anderen »eilen«,  um die Liebe deines Sohnes Jesus zu bringen,  um wie du das Licht des Evangeliums in die Welt zu tragen. AMEN

 Vater unser – Ave Maria – Ehre sei dem Vater

Quelle: www.bistum-augsburg.de/institut 

Wir danken für die Genehmigung zur Veröffentlichung auf unserer Homepage.

Pater Mateusz Micek, Guardian

Dritter Fastensonntag: Vierter Tag der Novene zur Vorbereitung auf Ostern

MARIA, DIE UNBEFLECKT EMPFANGENE

KREUZZEICHEN

TÄGLICHES GEBET

Heilige Maria, Mutter Gottes und Jungfrau voll der Gnade, du bist die Knotenlöserin! Mit deinen gütigen Händen nimmst du die Hindernisse weg,  die wie Knoten auf unserem Weg sind. In deinen Händen werden sie zu einem geraden Band,  zu einem Weg der Liebe Gottes. Heilige Jungfrau und Mutter,  löse die Knoten,  die wir selber durch unseren Eigenwillen zugezogen haben, und auch die Knoten, denen wir unerwartet begegnen.  Vor allem aber, löse die Knoten des Unglaubens. O Maria, Mutter des Glaubens,  lehre uns, Gott in allem zu vertrauen, nimm unsere Hände und mache sie fügsam und kraftvoll,  damit deine Hände durch unsere Hände  Friede, Trost und Hilfe bringen. Amen.

BILDBETRACHTUNG

Über Maria schwebt der Heilige Geist in Gestalt einer Taube. Von ihm kommt das Licht. Er macht Maria ganz schön und ganz heilig. „Voll der Gnade“ nennt sie der Engel bei der Verkündigung (Lk 1,28). Sie ist ohne Sünde. Nichts in ihrem Lebensband war verknotet. Daher kann sie uns in unseren Verwirrungen und Verirrungen helfen.
Welchen Knoten will ich zur Knotenlöserin bringen?  –  STILLE

GEDANKEN – „Seid heilig…“ Wir sehnen uns nach Schönheit, Wahrheit und Glück. Die Sünde hindert uns immer wieder an einem guten und gelingenden Leben. Gott möchte uns Ganzheit und Heiligkeit schenken: „Seid heilig, denn ich bin heilig“ (1 Petr 1,16). Bitten wir Maria, die unbefleckt empfangene Jungfrau, dass sich die Knoten der Gleichgültigkeit, der Lieblosigkeit und Gottferne in unserm Leben lösen und wir durch das Wirken des Heiligen Geistes heil und heilig werden.

GEBET

Heilige und unbefleckt empfangene Jungfrau,  du Ehre unseres Volkes und aufmerksame Hüterin unserer Stadt, an dich wenden wir uns voll Vertrauen und Liebe. Alles an dir ist schön, o Maria! Kein Makel der Sünde haftet dir an. Erwecke in uns allen ein erneutes Verlangen nach Heiligkeit: In unserem Wort möge der Glanz der Wahrheit erstrahlen,

24 Stunden für den HERRN

Die Aktion „24 Stunden für den Herrn“ findet am 24. und 25. März 2017 auch im deutschsprachigen Raum der katholischen Welt statt. Lobpreis, Anbetung und Fürbitte werden in vielen Pfarreien und Gemeinschaften angeboten. Auch wir, die Franziskaner Minoriten Blieskastel, laden Sie ein, mit uns gemeinsam dem HERRN 24 Stunden zu schenken..

Freitag, 24.03.2017

18.00 Uhr – Beginn der Anbetung in Stille

19.00 Uhr – Versöhnungsfeier, nach der Andacht gibt es eine Beichtmöglichkeit.

21.00 Uhr – Rosenkranz

23.00 Uhr – Kreuzweg

24.00 Uhr – Eucharistiescher Segen

 

Samstag, 25.03.2017         Hochfest – Verkündigung des Herrn

09.15 Uhr        Eucharistie mit Predigt in der Kirche, anschließend eucharistische Anbetung bis 12.30 Uhr und nachmittags von 17.00 bis 19.30 Uhr

Für die Klostergemeinschaft

Pater Mateusz Micek, Guardian

                                              

Fastenpredigtreihe: 100 Jahre Botschaft von Fatima

Seit einigen Jahren bieten wir in den 15-Uhr-Andachten an den Fastensonntagen Predigten zu bestimmten Themen an. Leitmotiv dieser Fastenzeit ist das 100jährige Jubiläum der Erscheinung „Unserer Lieben Frau“ in Fatima. Am vergangenen ersten Fastensonntag lautete das Thema der Predigt: „100 Jahre Botschaft von Fatima: „Aufruf zur Umkehr – Das Sakrament der Versöhnung“. Weitere Predigten folgen am

12.03.2017, 15 Uhr, Wallfahrtskirche Kloster Blieskastel Aufruf zur Anbetung: Das Sakrament der Eucharistie
19.03.2017, 15 Uhr, Wallfahrtskirche Kloster Blieskastel Aufruf zum Gebet: Rosenkranzgebet
26.03.2017, 15 Uhr, Wallfahrtskirche Kloster Blieskastel Aufruf zur Opferbereitschaft und Sühne: Die persönlichen Opfer und das Fasten
02.04.2017, 15 Uhr, Wallfahrtskirche Kloster Blieskastel Aufruf zur Weihe an das unbefleckte Herzen Mariens

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Pater Mateusz Micek

Guardian

Nimm dir Zeit zur Stille im Advent

adventskranz1Liebe Leserin,

lieber Leser,

Weihnachten steht vor der Tür. Wir haben noch vier Wochen zur Vorbereitung auf das Christgeburtsfest. Vorbereitung – wie sieht die heute aus? Wird sie noch dem eigentlichen Sinn des Festes gerecht?

Weihnachtsmänner, Lebkuchen und Gebäck stehen schon im Frühherbst in den Regalen unserer Geschäfte. In unseren Orten hat ein Wetteifern begonnen, wer sein Haus am trefflichsten schmückt. Auch da haben Rentiere, Weihnachtsmänner und Sonstiges, was wenig oder garnichts mit Weihnachten zu tun hat, Einzug gehalten. Eine fragwürdige und überdenkenswerte Tradition ist das.

Wir laden Sie ein:

  • Gehen Sie die Vorbereitung auf Weihnachten doch in diesem Jahr nochmal ganz anders an. Entzünden Sie täglich die Kerze(n) am Adventskranz, kommen Sie zur Ruhe und nehmen Sie sich Zeit für ein Gebet.
  • Backen Sie mal wieder selbst Plätzchen mit Ihren Kindern und Enkelkindern.
  • Lassen Sie die Tradition des Bratapfelbackens an kalten Wintertagen wiederaufleben.
  • Holen Sie am 4. Dezember die Barbarazweige ins Haus.
  • Erklären Sie Ihren Kindern und Enkeln den Unterschied zwischen dem Weihnachtsmann und dem heiligen Nikolaus.
  • Lesen Sie Ihren Kindern oder Enkelkindern beim Schein einer Kerze Weihnachtsgeschichten vor oder lesen Sie selbst einmal wieder in der Bibel.
  • Schmücken und gestalten Sie gemeinsam ihr Haus – nicht mit Prunk und Glamour, sondern mit z.B. selbstgebastelten Weihnachtssternen

Lassen Sie es still werden, in Ihrem Herzen, damit das Weihnachtsgeschehen auch in Ihnen fußen kann, damit Friede werden kann in Ihrem Herzen. Wenn jeder von uns das beherzigt, wird die Welt ein kleines bisschen friedvoller. Dann wird wirklich Weihnachten, denn dann kommt heute -wie vor 2000 Jahren – Friede in die Welt.

Bieten wir also dem Christuskind wieder Raum, damit sein Geburtstag nicht zu einem kommerziellen Großereignis verkommt, sondern wieder zu dem wird, was es einmal war. Der Erlöser der Welt kam arm und klein in Bethlehems Stall zu Welt. Bereiten wir uns auf SEINE Ankunft vor. Nutzen wir die vierwöchige Adventszeit!

Wir wünschen Ihnen allen eine ruhige und besinnliche Adventszeit!

Für die Franziskaner Minoriten Blieskastel

Pater Mateusz Micek

Guardian

Aschermittwochsimpuls

Wie vergänglich ist unser irdisches Leben – und wie schnell kann es sein, sodass wir vor GOTT stehen? Die Nachrichten aus aller Welt machen uns diese Tatsache immer wieder bewusst. Krieg, Leid, Elend, Hunger und Tod… es vergeht kein Tag ohne solche Schreckensnachrichten. „Das ist weit weg, das betrifft mich nicht“ mag vielleicht der eine oder andere denken. Doch wie schnell kann auch uns ein Schicksalsschlag treffen? Unfall und Krankheit, vielleicht sogar der Tod. „Gedenke du bist Staub und kehrst zu Staub zurück“ mahnt heute der Priester und legt den Gläubigen das Aschenkreuz auf.

In diesen mahnenden Worten des Priesters steckt zugleich die Aufforderung an uns alle: „Lebe jeden Tag so, dass du keine Furcht haben musst, dein Leben GOTT zurückzugeben. Lebe nach SEINEM Willen, hilf, wo du gebraucht wirst, denke auch an die anderen, nicht nur an dich.“ Oder wie es der Evangelist Matthäus formuliert hat: „Sammelt euch nicht Schätze auf der Erde, wo Motte und Fraß sie zerstören und wo Diebe sie stehlen, sammelt euch aber Schätze im Himmel, wo weder Motte noch Fraß sie zerstören und wo Diebe sie nicht stehlen können.“ (Mt. 6, 19 + 20).

Das Jahr 2016 wurde von Papst Franziskus zum Jahr der „Göttlichen Barmherzigkeit“ ausgerufen. Die Gläubigen sind eingeladen, GOTTES Barmherzigkeit in ihrem Leben zuzulassen und besonders zu spüren. Die bevorstehenden Fastenpredigten, die von den Franziskaner Minoriten Blieskastel zum Thema „Göttliche Barmherzigkeit“ gehalten werden, sind eine Einladung an die Gläubigen, sich auf GOTTES Barmherzigkeit zu öffnen.

Die Impulse zur Fastenzeit handeln dieses Jahr von den sieben Worten JESU am Kreuz

1. „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“ (Lk 23,34)
Es gibt keinen besseren Beweis für GOTTES Barmherzigkeit als die verzeihenden Worte Jesu am Kreuz, durch die er seinen Peinigern vergibt.
2. „Amen, ich sage dir: Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein.“ (Lk 23,43)
Selbst dem Verbrecher, der seine Schuld bereut, vergibt GOTT die Schuld und nimmt ihn bei SICH auf.
3. „Frau, siehe, dein Sohn!“ und: „Siehe, deine Mutter!“ (Joh 19,26-27)
In seiner unendlich großen Liebe macht sich JESUS selbst unter größten Schmerzen noch Gedanken um das Wohlergehen SEINER Mutter.
4. „Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen?“ (Mk 15,34; Mt 27,46)
JESUS geht als SOHN GOTTES in die Tiefen der menschlichen Not und Verlassenheit. GOTTES Barmherzigkeit erweist sich in eben dieser Tatsache, dass JESUS „in allem uns gleich wurde – außer der Sünde (Hebr 4, 15).
5. „Mich dürstet.“ (Joh 19,28)
JESUS zerschundener Körper leidet. Kein Wunder also, dass ER Durst verspürt. Aber dürstet IHN nicht vielmehr nach unserer Barmherzigkeit? „Seid barmherzig, wie auch euer himmlischer Vater barmherzig ist.“ (LK 6,36)
6. „Es ist vollbracht.“ (Joh 19,30)
JESUS weiß, dass ER alle unsere Schuld auf sich geladen hat. Im sechsten Wort bringt er diese Tatsache zum Ausdruck. GOTTES Barmherzigkeit ist bis zu Äußersten gegangen. JESUS hat sein Blut vergossen zur Sühne für unsere Sünden, damit „alle, die an IHN glauben, nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben“ (Joh 3,15).
7. „Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist.“ (Lk 23,46).
JESUS selbst zeigt uns, was es heißt, GOTT zu vertrauen. Sterbend lässt er sich ganz in GOTTES Barmherzigkeit fallen. Und GOTT wird IHN nicht im Tod lassen, sondern IHM die Auferstehung schenken.

Wir laden Sie in dieser Fastenzeit ein, sich von JESUS zeigen zu lassen, wie weit die GÖTTLICHE BARMHERZIGKEIT zu gehen bereit ist. Lassen Sie sich von GOTTES Barmherzigkeit umfangen. So wünschen wir allen Gläubigen, dass sie GOTTES Barmherzigkeit in dieser Fastenzeit erleben und weiterschenken dürfen. „Seid barmherzig, wie euer Vater im Himmel barmherzig ist.“- oder wie Papst Franziskus das Motto des Jahres der Göttlichen Barmherzigkeit formuliert hat: „Barmherzig wie der Vater.“ Wenn wir diese Aufforderung umsetzen, wird sie unser Leben verändern.

Pater Mateusz

PASSIONSSPIELE Auersmacher 2015

Am Sonntag, dem 26. April 2015, traf sich ein Teil der Gemeinschaft des dritten Ordens, um zusammen mit Pater Mateusz nach Auersmacher zu den Passionsspielen zu fahren. Diese werden im Fünf-Jahres-Zyklus aufgeführt. Für die Saison 2015 fand an diesem Tag die letzte Aufführung statt. Weiterlesen: PASSIONSSPIELE Auersmacher 2015

Impuls zu Karfreitag

„Stellen Sie sich vor, Sie sollten die Kirche für Karfreitag mit Symbolen schmücken, die für jedermann verständlich sind. Welche würden Sie wählen?“ Diese Frage wurde mir, wie folgt, beantwortet:

 

„Wenn ich die Kirche an Karfreitag schmücken dürfte, würde ich wahrscheinlich die folgenden Symbole verwenden:

 

– Das Kreuz:  Krzyz

Was verbindet man mit dem Kreuz? Verniedlicht es die heutige Welt nicht allzu oft als bloßes Schmuckstück – in Gold, Silber, Metall oder Holz? Macht man sich eigentlich noch klar, welche Qualen damit vor 2000 Jahren verbunden waren? Unbeschreibliche körperliche Schmerzen, bis der Verurteilte endlich sterben durfte. Und Symbol der größten Schande, denn einen schmachvolleren Tod gab es nicht.

 

– Die Dornenkrone: Dornenkrone

Mit der Dornenkrone verbinde ich weitere unaussprechliche Schmerzen. Wie kann ein Mensch nur so brutal mit einem anderen umgehen und daran noch Freude empfinden? Die Bibel sagt dazu an einer Stelle: „Nachdem sie so ihren Spott mit JESUS getrieben hatten,…“ Genau das will man bezwecken: JESUS der Achtung und der Selbstachtung berauben, IHN bloßstellen, IHN zum Gespött machen.

 

– Die Nägel: Naegel

Mit Nägeln heftet man den ERLÖSER ans Kreuz. Nägel treibt man IHM durch Hände und Füße. Beim Aufrichten des Kreuzes lastet das ganze Gewicht SEINES zerschundenen Körpers auf eben diesen Nägeln, vor allem im Bereich SEINER Hände. Im Bereich der Hände laufen viele Nervenbahnen zusammen. Und eben diese Bahnen werden durch die Nägel durchbohrt. Unvorstellbare Schmerzen bereitet IHM diese Tatsache. Jeder Versuch, sich aufzurichten, um besser atmen zu können, verschlimmert noch SEINE Schmerzen an Händen und Füßen wegen der Nägel.

 

– Die fünf Wunden und eine Lanze lanze

Die Nägel verursachen vier der fünf Wunden JESU. Die fünfte Wunde wird nach JESU Tod von der Lanze verursacht, die IHM in die Seite gestoßen wird, um festzustellen, ob er auch wirklich tot ist. Zur bildlichen Darstellung von Karfreitag gehören in jedem Fall die fünf Wunden JESU und eine Lanze.

 

– Die Würfel:gra w kosci

Denn in der Schrift steht, dass die Soldaten um JESU Kleider gewürfelt haben, während ER halb nackt am Kreuz verblutete.

 

 

 

– Die Peitsche bicz rzymski

Vielleicht würde ich noch eine Peitsche auf die Altarstufen legen als Symbol für seine Geißelung.

 

 

 

– schwarzes und weißes Tuch

Alle diese Symbole würde ich auf ein schwarzes Tuch legen, Zeichen der Trauer über JESU Tod. Doch dürfte auch ein weißes Tuch, gleichsam als Rahmen, um das schwarze Tuch herum nicht fehlen. Denn ohne Tod auch keine Auferstehung. Für mich steht Karfreitag in direktem Zusammenhang mit Ostern. So darf ein Hinweis auf die Auferstehung CHRISTI, den GOTT nicht im Tod gelassen hat, nicht fehlen.“

 

Lieber Leser, wenn ich Ihnen die Frage gestellt hätte, was hätten Sie mir wohl geantwortet?

 

Pater Mateusz Micek