Gottesdienst mit Lichterprozession mit Generalvikar Dr. Franz Jung

Gut besucht war am vergangenen Sonntag die 19-Uhr-Messe in der Klosterkirche Blieskastel. Generalvikar Dr. Franz Jung war eigens aus Speyer angereist, um mit den Gläubigen aus Blieskastel und der näheren Umgebung Gottesdienst zu feiern. Die erste Lesung handelte von Ezechiel, der von Gott den Auftrag bekam, seine Brüder vor der Sünde zu warnen. Die zweite Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Römer enthielt die Aufforderungen, niemanden etwas schuldig zu bleiben. “Nur die Liebe schuldet ihr einander immer”, schreibt Paulus weiter.

In seiner ergreifenden Predigt erzählte der Generalvikar, dass er sich in Vorbereitung auf den Gottesdienst auch mit der Geschichte des Gnadenbildes befasst habe. Er habe sich gefragt, was das für Pfeile seien, die noch heute im Bildnis stecken. Maria wurde vom greisen Simeon gewarnt. Ein Schwert werde ihr Herz durchdringen. Und dieses Schwert durchdrang ihr Herz bei dem Kreuzestod ihres Sohnes. Das Gnadenbild von Blieskastel, eine Pieta, zeigt Maria, die ihren toten Sohn in ihrem Schoß birgt. Der größte Schmerz für Eltern sei der Verlust ihrer Kinder, wenn Eltern Kindern ins Grab hinterherschauen.

Dabei schlug Herr Generalvikar Jung den Bogen zum Krieg und Terror in der heutigen Zeit. Menschen kommen zu Tode. Unzählige Kinder wachsen ohne Eltern auf. Ganze Familien sind auf der Flucht vor Terror, Krieg und Verfolgung. Religiöse Bilder werden im Namen Gottes durch religiöse Fanatiker der IS verbrannt. Christen werden verfolgt und kommen zu Tode. All diese Pfeile stecken in Marias Bildnis – so der Generalvikar.

Im Anschluss an die heilige Messe, die von verschiedenen Chören unter der Leitung von Erwin Lück musikalisch umrahmt wurde, lud Generalvikar Jung die Gläubigen zur Lichterprozession ein. Erleben Sie etwas von der feierlichen Stimmung durch das folgende Video und die Fotos.

 

 

Portiuncula-Ablass

Historie:
In einer Nacht im Sommer des Jahres 1216 ging der Heilige Franz von Assisi in die Portiuncula-Kapelle. Als er betete, spürte er, dass JESUS ihn aufforderte, zu Papst Honorius III. zu gehen und um den großen Portiuncula-Ablass zu bitten. Für damalige Zeiten stellte dies ein ungeheuer großes Privileg dar. Der Papst gewährte Franziskus den Ablass.
Definition Ablass:
Der Begriff komm aus dem Lateinischen und bedeutet Gnade. Die romisch-katholische Theologie bezeichnet damit einen von der Kirche geregelten Gnadenakt, durch den zeitlichen Sündenstrafen erlassen werden. Der Ablass darf nicht mit der Beichte verwechselt werden, in der die Sünden erlassen werden.
Portiuncula-Ablass:
Am 2. August feiert die Kirche weltweit das Fest des “Grande Perdono d’Assisi”. Der Portiunkula-Ablass, ein Zeichen der barmherzigen Liebe Gottes, kann erlangt werden. Ursprünglich war die Gewährung deses Ablasses unmittelbar mit dem Besuch der Portiuncula-Kapelle in Assisi verbunden, wurde später jedoch auf alle Franziskaner-Kirchen ausgeweitet.
 
Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt sein:
1. zeitliche Vorgaben:
Am 2. August oder am darauf folgenden Sonntag – ab 12 Uhr des Vortages bis 24 Uhr des betreffenden Tages – kann er in Pfarrkirchen oder Kirchen des Franziskanerordens als vollkommener Ablass gewonnen werden.
2. Bedingungen:
– Besuch einer dieser Kirchen, Gebet von Vaterunser und Glaubensbekenntnis.
– Beichte mit entschlossener Abkehr von jeder Sünde,
–  Kommunionempfang
– Gebet auf Meinung des Heiligen Vaters.
Die drei zuletzt genannten Bedingungen können mehrere Tage vor oder nach dem Kirchenbesuch erfüllt werden.
Wir laden Sie herzlich ein, den Portiuncula-Ablass bei uns zu erwirken.
Ihre Franziskaner Minoriten Blieskastel
 

Eindrücke – Glaubensseminar mit Thomas Paul und Pater Mateusz

Eine besondere Atmosphäre herrschte in unserer kleinen Wallfahrtskapelle, als ich heute Abend kam. Mit Worten ist sie schwer zu beschreiben. Das muss man eigentlich erlebt haben. Mindestens 50 Gläubige jeden Alters sind zugegen. Der Jüngste ist in diesem Jahr zur Erstkommunion gegangen, die Älteste mit über 90 Jahren geistig noch topfit. Alle beten, alle singen zum Klang zweier Gitarren, gemeinsam ruft man den Heiligen Geist an mit Gebet und mit Gesang, unkonventionell aber schön.
 
Gleich darauf steht Jesus im Mittelpunkt des Geschehens. Er, der in der Hostie in der Monstranz gegenwärtig ist, hat die Sünden der ganzen Welt auf sich geladen.  Und somit hat der Himmel bereits hier auf der Erde begonnen, sind wir eigentlich schon im Himmel, selbst wenn wir noch auf der Erde leben. “Glaubt ihr das?” Diese Frage stellt Thomas Paul immer wieder, damit jeder für sich persönlich Gott seine Antwort schenken kann.
 
Es folgen die stille Anbetung und das Heilungsgebet. Jeder, der möchte, kommt nach vorne. Pater Mateusz und Thomas Paul legen jedem Einzelnen die Hände auf und bitten um Heilung von körperlichen und seelischen Gebrechen, in dem sie den Heiligen Geist anrufen. Die Gläubigen singen dazu “Komm heil’ger Geist mit deiner Kraft, der die Welten neu erschafft…” Auch ich habe mitgesungen. Auch ich habe mich segnen lassen und eine angenehme Wärme beim Auflegen der Hände verspürt.
 
Nach dem sakramentalen Segen endete für Thomas Paul und Pater Mateusz ein langer Arbeitstag im Weinberg des Herrn, ganz nach dem Motto des Glaubensseminars “Geht auch ihr in meinen Weinberg”. Morgen und am Freitag gibt es noch weitere Gelegenheiten, am Glaubensseminar teilzunehmen. Es wäre schön, wenn wieder so viele Gläubige kommen würden wie in den vergangenen Tagen.
 
Andrea Weinmann
Gersheim

 

 

Wir bitten um Ihre Kuchenspenden für das Klosterfest am 11.Juni 2017

 

Für unser Kuchenbuffet bitten wir wie jedes Jahr um großzügige Kuchenspenden. Die Kuchen können schon ab Freitag, dem 9. Juni an der Pforte des Klosters abgegeben werden. Selbstverständlich auch am Samstag und Sonntag. Allen Kuchenspendern- und spenderinnen sei an dieser Stelle schon jetzt ein herzliches Vergelt´s Gott gesagt.

Der Reinerlös wird für den Erhalt der Gnadenkapelle und die Renovierung des Klosters verwandt.

Sie, Ihre Verwandten und Freunde laden wir zu unserem Klosterfest am 11. Juni ganz herzlich ein.

Bei Rückfragen wenden sie sich bitte an das Wallfahrtskloster Blieskastel  Tel: 06842/ 2323 oder an Familie Kostyra Tel: 06842/51185

Wir danken allen Kuchenspendern- und spenderinnen im Voraus.

Vielen Dank

Ihre Patres

und

Ihr Kuchenteam

 

 

12. Blieskasteler Klosterfest am 11. Juni 2017

Das 12. Blieskasteler Klosterfest findet in diesem Jahr am Sonntag, 11.Juni 2017, statt. Wie der Guardian (Leiter) des Wallfahrtsklosters Blieskastel Pater Mateusz Micek mitteilt, wird in diesem Jahr die Schirmherrschaft von Herrn Matthias App, Pfarrer der evangelischen Kir-chengemeinde Blieskastel, übernommen. Bei Pater Mateusz und seinen Patres von den Franziskaner Minoriten aus der Provinz Krakau fand die Idee, Herrn Pfarrer Matthias App die Schirmherrschaft anzutragen, volle Zustimmung.
Unter Leitung von Pater Mateusz trat das eingespielte Organisationsteam zusammen und stellte die Weichen für ein weiteres erfolgreiches Klosterfest. Man kann schon seit Jahren von einem Traditionsfest sprechen, für einige hat es sogar schon einen Kultstatus. Die ein-malige Atmosphäre, die vielen angenehmen Begegnungen, Gespräche über Gott und die Welt, Wiedersehen mit bekannten „Gesichtern“ aber auch neue Gäste, darauf freuen sich die Patres und alle Helferinnen und Helfer und Besucher.
Das Programm wird wie in den vergangenen Jahren wieder abwechslungsreiche Unterhal-tung für die ganze Familie bieten. Nach der heiligen Messe wird gegen 12:00 Uhr der traditi-onelle Fassbieranstich durch den Schirmherrn Pfarrer Matthias App und den Guardian Pater Mateusz erfolgen. Im folgenden Programm unterhalten verschiedene Musikvereine und Chö-re die Gäste bis zur Abendmesse um 19:00 Uhr.
Es beginnt wie in den vergangenen Jahren der Orchesterverein Lautzkirchen, der seit 2006 als „Mitbegründer“ des Klosterfestes ununterbrochen die Besucher begeistert. Danach unter-hält der Musikverein aus Hochscheid-Reichenbrunn die Gäste. Auch die beliebten „Rover-von-der-Leyen“ sind seit vielen Jahren mit ihren bekannten Fahrtenliedern zum Mitsingen wieder dabei.
Für zünftige Speisen und Getränke sorgt wie immer das Klosterfest-Team gemeinsam mit dem Team von der „Pilgerrast“. So stehen Spießbraten, Leberknödel, Flammkuchen und der berühmte Klostereintopf „Bigos“ zu familienfreundlichen Preisen auf der Speisekarte. Bei der Essens- und Getränkeausgabe unterstützen wie in den letzten Jahren die Teams der Kreis-sparkasse Saarpfalz und des Pfarrgemeinderats Biesingen sowie viele Einzelpersonen aus verschiedenen Vereinen, Verbänden und Organisationen. Neben den üblichen alkoholfreien Getränken wird „Blieskasteler KlosterBergBier“ – gebraut von der Mallersdorfer Klosterbraue-rei – frisch gezapft.
Die Organisatoren wie auch alle kuchenbegeisterten Besucher freuen sich wieder über Ku-chenspenden der vielen Hausfrauen von nah und fern. Während des gesamten Festes wird eine Kinderbetreuung mit Kreativbasteln angeboten. Der Erlös des 12. Klosterfestes wird wieder in vollem Umfang dem Kloster und der Renovierung der Kreuzkapelle zu Gute kom-men. Erstmals veranstaltet die Stadt Blieskastel in diesem Jahr parallel den „Tag der Offenen Gar-tenpforte“. In der ehemaligen Stadtgärtnerei nahe dem Kloster können interessierte Bürger ganztägig den Blieskasteler Biosphärenbürgergarten besichtigen.

 

Gelungene Kinder-Mai-Andacht

Schon beim Vorbereitungstreffen kamen 13 Kinder mit ihren Eltern. Hatte ich mich darüber schon sehr gefreut, übertraf der Besuch unserer Kinder-Mai-Andacht meine Erwartungen. Rund 20 Kinder waren mit ihren Eltern, Großeltern und Verwandten gekommen. Auch andere Gläubige waren da, um die Kinder-Mai-Andacht mitzufeiern, sodass der Platz gerade noch für alle ausreichte.

 

 

„Geborgen unter einem Mantel – mit Maria auf dem Weg“, so lautete der Titel unserer Mai-Andacht. Alle Kinder durften mitmachen. Vom Kleinkindalter bis etwa 12 Jahre – es war erstaunlich, wie gut sich die Kinder einbrachten, jedes so, wie es seinem Alter entsprach. Zu Beginn legten vier Kinder aus gelben Tüchern die Sonne, die uns an Ostern und an Maria als Morgenröte erinnern sollte. Jedes Kind durfte dann einen Sonnenstrahl aus Pappe an die Sonne anlegen.

 

Ein blaues Tuch wurde unterhalb der Sonne gelegt, das den Schutzmantel Mariens darstellen sollte. Pater Mateusz stellte dann eine Muttergottes-Statue mit JESUS-Kind und blauem Mantel vor die Tücher-Sonne. Die Kinder durften erzählen, was eine Mutter alles für ihre Kinder tut, so lange sie noch klein sind. Da Maria das Jesuskind auch umsorgt hat, wurde eine Krabbeldecke auf das blaue Tuch gelegt.

Als Jesus 12 Jahre alt war, ging er im Tempel verloren. Die Kinder erzählten mit ihren Worten, wie Maria und Josef Jesus suchten und ihn schließlich im Tempel wiederfanden. Da jede Mama sich um ihr Kind ängstigt, weil sie es sehr lieb hat, legte ein Kind ein Herz auf die Krabbeldecke. Ein großer Wasserkrug war das nächste Symbol, das ich vorbereitet hatte. Die Kinder berichteten von der Hochzeit zu Kana, als Jesus auf Bitten Mariens Wasser in Wein verwandelt hat. Auch den Krug stellten wir bei den Tüchern ab.

Es folgten eine Bibel, weil Maria auf Gottes Wort gehört und in ihrem Herzen bewahrt hat, ein Taschentuch, mit dem man Tränen abwischen kann, weil Maria den Kreuzweg Jesu mitgegangen ist, eine Christus-Kerze als Zeichen, dass Maria ganz eng mit Jesus verbunden war, eine Taube in Erinnerung an das Pfingstgeschehen und eine Krone als Hinweis auf die Krönung Mariens im Himmel. Zu jedem Symbol wussten die Kinder etwas zu erzählen.

Am Schluss lud Pater Mateusz die Kinder ein, das Marienbild mit Blumen zu schmücken. So entstand unser ganz eigener, ganz besonderer Mai-Altar.

 

Anstelle von Fürbitten brachten Kinder und Erwachsene ihre Anliegen vor Gott und stellten besonders die Armen, Schwachen, Hungernden, Leidenden und Sterbenden unter den Schutz Mariens. Nach dem „Vater unser“ und dem „Gegrüßet seist du Maria“ spendete Pater Mateusz uns den Segen.

Unser Dank gilt den Kindern, von denen einige auch am Krippenspiel mitmachen werden, den Eltern und Großeltern, die die Kinder zur Probe und zur Maiandacht begleitet haben sowie unserem Organisten Franz-Josef Berwanger, der selbst vier Kinder zur Maiandacht mitgebracht hatte. Ich freue mich, euch alle am Klosterfest in der Kinderkreativecke wiederzusehen, wo wir in diesem Jahr Kerzen verzieren werden.

Andrea Weinmann

Teamleiterin

Krippenspiel- und Kindergruppe

 

 

 

Der Herr ist wahrhaft auferstanden. Halleluja.

Liebe Klosterfreunde,

was wäre wohl geworden, wenn Maria Magdalena nicht so ausdauernd und mutig gewesen wäre? Wir wissen nicht, welchen Weg Gott dann gegangen wäre, damit die Begegnung mit dem Auferstandenen bezeugt werden konnte. Aber eines wissen wir: Diese Frauen und Männer wurden verwandelt zu Osterfrauen und Ostermännern, zu österlichen Menschen. Ihr Bekenntnis, das bei vielen später sogar bis hin zum Tod als Märtyrer ging, hat mitgeholfen, dem Christentum und seinen Wertvorstellungen den Weg zu bahnen.

Diesen und vielen anderen österlichen Menschen haben wir viel zu verdanken. Auch unser Glaube ist nicht aus dem Nichts erwachsen. Viele haben ihren Glauben bezeugt, auf die eine oder die andere Weise, manche mit Worten, manche mit Taten, einige mit ihrem Leben.

Auch in unserem persönlichen Umfeld gab es österliche Menschen, durch deren Bekenntnis der Glaube in uns wachsen konnte. So dürfen wir heute mit vollem Herzen in den Osterjubel einstimmen: Halleluja, der Herr ist wirklich auferstanden!

Damit auch kommende Generationen in dieser Osterfreude der Christen leben können, sollten wir an Menschen wie Maria Magdalena denken und in unserer Familie, in unserem Umfeld mutig bezeugen:

Ja, der Herr lebt! Halleluja!

Dann ist bei uns und in uns wirklich Ostern geworden.

Ihnen wünschen wir ein frohes und gesegnetes Osterfest.

Ihre Klostergemeinschaft