Dritter Tag der Novene zur Vorbereitung auf Ostern

Dritter Tag – Maria, Mutter der Kirche

KREUZZEICHEN

TÄGLICHES GEBET

Heilige Maria, Mutter Gottes und Jungfrau voll der Gnade, du bist die Knotenlöserin! Mit deinen gütigen Händen nimmst du die Hindernisse weg,  die wie Knoten auf unserem Weg sind. In deinen Händen werden sie zu einem geraden Band,  zu einem Weg der Liebe Gottes. Heilige Jungfrau und Mutter,  löse die Knoten,  die wir selber durch unseren Eigenwillen zugezogen haben, und auch die Knoten, denen wir unerwartet begegnen.  Vor allem aber, löse die Knoten des Unglaubens. O Maria, Mutter des Glaubens,  lehre uns, Gott in allem zu vertrauen, nimm unsere Hände und mache sie fügsam und kraftvoll,  damit deine Hände durch unsere Hände  Friede, Trost und Hilfe bringen. Amen.

BILDBETRACHTUNG

Maria trägt ein leuchtend rotes Kleid und einen wehenden blauen Mantel. Rot und blau sind die Farben der Liebe und Treue. Es sind Eigenschaften, die eine gelingende Gemeinschaft auszeichnen. Doch jede Beziehung hat auch Knoten. Maria löst sie durch ihr fürbittendes Gebet. Sie selbst hat in Gemeinschaft gelebt mit der Urkirche. Ihre Einheit zeigt sich im Abendmahlssahl in der Bitte um den Heiligen Geist: „Sie alle verharrten dort einmütig im Gebet, zusammen mit den Frauen und mit Maria, der Mutter Jesu, und mit seinen Brüdern.“ (Apg 1,14)
Welchen Knoten will ich zur Knotenlöserin bringen? – STILLE

GEDANKEN

„Seid eins…“ „Denn sie sollen eins sein, wie wir eins sind“ (Joh 17,22). Der Geist Gottes führt uns in der Kirche als Brüder und Schwestern zusammen. Nicht selten vermissen wir jedoch das Gefühl der Zusammengehörigkeit. Der Geist der Einheit lässt uns aufeinander zugehen. Bitten wir Maria, die Mutter der Kirche, dass sich die Knoten der Einsamkeit, der Entzweiung und des Zurückbleibens hinter der Gemeinschaft lösen und wir erfahren dürfen: Wer glaubt ist nicht allein. Die Gemeinschaft mit Gott schenkt auch Gemeinschaft untereinander.

GEBET

Mutter der Stille, die das Geheimnis Gottes bewahrt, befreie uns von der Vergötzung der Gegenwart, zu der derjenige verurteilt ist, der vergisst.  Reinige die Augen der Hirten (der Kirche) mit der Salbe der Erinnerung: Wir werden zur Frische der Anfänge zurückkehren, für eine betende und bußfertige Kirche. Mutter der Schönheit, die aus der Treue zur täglichen Arbeit erblüht, wecke uns aus der Benommenheit der Trägheit, der Engherzigkeit und der Resignation. Bekleide die Hirten mit jenem Mitleid, das eint und integriert: Wir werden die Freude einer dienenden, demütigen und geschwisterlichen Kirche entdecken.

Mutter der Zärtlichkeit, die mit Geduld und Barmherzigkeit umhüllt, hilf uns , Traurigkeit, Ungeduld und Härte dessen zu verbrennen, der keine Zugehörigkeit kennt. Bitte bei deinem Sohn, damit unsere Hände, Füße und Herzen beweglich seien: Wir werden die Kirche mit der Wahrheit in Liebe aufbauen. Mutter, wir werden das Volk Gottes sein, auf dem Pilgerweg zum Reich Gottes. Amen.

Quelle: www.bistum-augsburg.de/institut 

Wir danken für die Genehmigung zur Veröffentlichung auf unserer Homepage.

Pater Mateusz Micek, Guardian

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