Feierliche Eröffnung der Maiandachten im Kloster Blieskastel

„Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus. Da bleibet, wer Lust hat, mit Sorgen zu Haus’.“

Pfingstrose im Klostergarten. Mai

Ganz im Gegensatz zum Beginn des bekannten Volksliedes bleiben die Verehrer/innen der GOTTESMUTTER nicht zu Haus’. Es freute mich, dass circa 70 Gläubige den Weg ins Kloster Blieskastel gefunden hatten, um der feierlichen Eröffnung der Maiandachten beizuwohnen.

Pater Piotr zelebrierte die Andacht. Er verlas eine Textstelle aus dem Lukasevangelium, die die Verkündigung der Empfängnis Christi in etwas anderem Wortlaut als sonst üblich wiedergab. Ungewöhnlich war auch die Darstellung der Fürsorge der GOTTESMUTTER, was den einen oder anderen Gläubigen schmunzeln ließ.

Der Teddy der kleinen Elisabeth Berwanger, die kurzerhand an der Seite ihres Papas ministrierte, wurde von Pater Piotr in einen Wollumhang gewickelt. „Maria und Josef waren nicht reich und haben ihr Kind vor der nächtlichen Eiseskälte in Israel irgendwie schützen müssen“, so Pater Piotr. Ein solcher Mantel habe JESUS und seine Mutter auf vielen Lebensstationen begleitet, an die Pater Piotr in seiner eindrucksvollen Predigt erinnerte. Zuletzt habe die GOTTESMUTTER wohl in einen solchen Mantel gehüllt unter dem Kreuz gestanden.

 

Es folgte eine kurze Andacht und die Aussetzung des Allerheiligsten. Die Kerzen wurden entzündet – und so zog die Gemeinde den Priestern und Ministranten folgend in einer Lichterprozession durch den Klosterpark.

Prozession im Park

Den ganzen Tag über hatten sich immer wieder die Schleusen des Himmels geöffnet, was für die Prozession nichts Gutes verhieß. Doch das Wetter hielt. Der Himmel war zwar stark bewölkt, aber es regnete nicht. So erklangen im Klosterpark – weithin hörbar – zum Spiel der Orgel von Michael Walle so bekannte Lieder wie „Maria breit den Mantel aus“, „Maria Maienkönig“, „Mutter Gottes, wir rufen zu Dir“ im Wechsel mit Texten zur Anrufung der allerseligsten Gottesmutter.

Prozession in Blieskastel

Beim Abschlussgebet an der Kreuzigungsgruppe durfte das Gebet „Jungfrau, Mutter GOTTES mein“, genauso wenig fehlen wie das Gebet „Unter Deinem Schutz und Schirm.“ Schließlich endete die Prozession mit dem Gebet „Maria mit dem Kinde lieb – uns allen Deinen Segen gib.“

Vor der Gnadenkapelle

Ich werde mit Sicherheit noch an mehreren Maiandachten teilnehmen, die werktags um 18 Uhr in der Gnadenkapelle gefeiert werden. Darauf freue ich mich besonders, denn wer die Gnadenkapelle einmal besucht und darin gebetet hat, den lässt ihre besondere Anziehungskraft nicht mehr los.

Andrea Weinmann

Gersheim

 

 

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