Gedanken zum „gute Hirte Tag“ und Muttertag

Etwa 6 Wochen vor Muttertag hatten Mitglieder der Franziskanischen Jugend eine schöne Idee: Sie wollten den Muttertagsgottesdienst gestalten. Was wollen wir machen? Wie gestalten wir ihn? Und wie wär’s mit Geschenken für die Mütter, die den Gottesdienst besuchen?

Die Vorbereitungen waren sehr arbeitsintensiv. Die Instrumentalgruppe traf sich auch außerhalb der üblichen Gruppenstunde zu Üben der Lieder. Vor allem die Mädchen trugen mit ihrem schönen Gesang neben der Instrumentalgruppe zur musikalischen Umrahmung bei. 5 Mitglieder der franziskanischen Jugend und 1 Messdiener übten und probten zusammen. Zwei weitere Ministranten waren anwesend, um den Altardienst zu übernehmen. Insgesamt taten sich also 8 Jugendliche zusammen, um den Müttern an ihrem besonderen Tag eine Freude zu bereiten.

Aber auch die Geschenke wollten gebastelt sein. Insgesamt wurde ca. 3 Stunden ausgeschnitten und geklebt, bis ca. 240 kleine Papierblumen mit guten Wünschen für die Mütter gebastelt waren. Die Freude über diese kleinen Zeichen der Dankbarkeit war den Müttern ins Gesicht geschrieben. Die Kommentare reichten von: „Danke“, über „ach wie schön“, „da habt Ihr Euch aber viel Arbeit gemacht“ bis hin zu „Darf ich meiner kranken Mutter auch eine mitnehmen?“ – und es floss so manches stille Tränchen der Rührung.

Pater Józef zelebrierte die Messe. Pater Mateusz saß derweil als Mitglied der Instrumentalgruppe an der Orgel, um die Kinder und die Gemeinde beim Gesang zu begleiten. Eindrucksvoll auch dessen Predigt zum Thema des Evangeliums „Ich bin der gute Hirte.“ Dabei kam er auch auf eine Erzählung von Bischof Reinhold Stecher zu sprechen, der einmal als Bergsteiger einen schwierigen Gipfel erklomm.

Alleine hätte er sich das nie getraut. Aber mit einem guten Bergführer an seiner Seite sollte ihm der Aufstieg gelingen. Er hatte Vertrauen zu diesem Mann, der ihn mit dem Seil absicherte und sicher zum Gipfel geleitete. Auch die Schafe aus dem Gleichnis von Jesu vertrauen nur ihrem Hirten. Vor Fremden und Eindringlingen würden sie fliehen. Die Schafe wissen, dass es der Hirte gut mit ihnen meint und folgen ihm wie der Bischof dem Bergführer.

Auch kleine Kinder vertrauen auf ihre Eltern, die sie führen und anleiten, damit aus ihnen gute Menschen werden. „Besonders großen Anteil an der Erziehung der Kinder haben in der Regel die Mütter, deren Ehrentag wir heute begehen“, so Pater Mateusz. So schloss sich den Kreis zwischen dem  „gute-Hirte-Tag“ – und dem Muttertag, die in diesem Jahr auf den gleichen Sonntag fielen.

Die Jugendlichen durften die Schriftlesungen, Fürbitten und ein Muttertagsgedicht vortragen. Es war eine rundum schöne und feierliche Messe, die am Schluss mit Applaus für die Franziskanische Jugend endete. „Ein besonderes, ein nicht alltägliches Geschenk“, dachte ich, „denn einfach in den Blumenladen gehen und etwas kaufen, kann jeder“. Aber mit selbst gebastelten Kleinigkeiten, die von Herzen kommen, mit kleinen Zeichen der Dankbarkeit wie die Gestaltung eines Gottesdienstes speziell für unsere Mütter, kann man so viel mehr ausdrücken, als Worte es jemals wiedergeben könnten.

 

Dankbare Mutter

 

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