Gedanken zur Wieder-Einweihung der Kapelle

Weihbischof Otto Görgens

„Am ersten Adventssonntag, 1. Dezember 2013, um 15 Uhr wird unser Weihbischof Otto Georgens die neu renovierte Heilig-Kreuz-Kapelle wieder einweihen.“ So wurde zwei Wochen lang in den heiligen Messen an den Sonntagen auf dieses besondere Ereignis hingewiesen. „Alle Gläubigen sind herzlich eingeladen.“ Außer dieser Vermeldung in den Gottesdiensten kündigten lediglich zwei Plakate im Wallfahrtskloster das Ereignis an. Um so erstaunlicher war es, dass so viele Gläubige den Weg nach Blieskastel fanden…

Zelebranten

Ich hatte den Auftrag, Kerzen zu verteilen. Es kamen so viele Menschen, dass ich mehrfach Kerzen und Halterungen nachfordern musste. Sehr zur Freude der Franziskaner Minoriten Blieskastel war die Wallfahrtskirche fast voll, als um 15 Uhr Weihbischof Otto Georgens, gefolgt von Pater Piotr, Pfarrer Herman Kast und Martin Brilka und 5 Messdienern in feierlichem Einzug in die Klosterkirche einzogen.

Prozession

Als Mutter eines Mitglieds der Franziskanischen Jugend hat es mich besonders gefreut, dass gleich 5 Jugendliche aus der Franziskanischen Jugend als Messdiener fungierten. Lea Döring, ebenfalls Mitglied der franziskanischen Jugend, trug gemeinsam mit Pater Mateusz, der die Orgel bediente, durch ihren wunderschönen Gesang zu Ehren der Gottesmutter zur musikalischen Umrahmung der Feierlichkeiten bei.

Pater Mateusz und Lea Döring

„Schön“, dachte ich, „dass unsere Franziskanische Jugend noch so sehr mit der Gnadenkapelle und dem Gnadenbild verwurzelt ist.“

 

Weihbischof Otto Georgens fand ergreifende Worte zur Geschichte des Gnadenbildes. „Eine Tür geht auf – und die Kapelle und mit ihr das Gnabenbild – sind wieder für Besucher und Beter zugänglich. Pünktlich zum 100. Jubiläum der Wiederbelebung der Wallfahrt in Blieskastel wurde die Heilig-Kreuz Kapelle renoviert. Maria, die das Jesuskind in ihrem Leib getragen hat, hält den den toten Leib ihres Sohnes in ihren Armen. Viele Menschen erkannten und erkennen sich wieder in der Schmerzensmutter. Das Gnadenbild ist quasi ein Spiegelbild der Schmerzen vieler Menschen. Das können ebenso körperliche als auch seelische Schmerzen sein.

Prediger

Fragen ohne Antwort lösen sich oft, wenn man sie vor die Pieta bringt. Wer Jesus nahe bleiben will, muss ihm – wie die Gottesmutter – im Kreuz nachfolgen. Das Bild der Pieta sagt: Du bist nicht allein. Andere haben vor die gelitten und leiden noch. Das Gnadenbild fordert uns zum Mitleiden auf. „Hab auch Du Mitleid. Sei nicht egoistisch. Vergiss nicht das Leid um dich herum. Denk an die anderen, die leiden, auch wenn du selbst leidest“, dazu fordert uns das Gnadenbild unserer lieben Frau mit den Pfeilen auf.

Prozession_2

Im Anschluss an die Andacht gingen die Gläubigen in einer gemeinsamen Lichterprozession dem Weihbischof, den Priestern und den Messdienern zur Gnadenkapelle. Natürlich fasste die Gnadenkapelle so viele Gläubige nicht, so dass eine Vielzahl vor der Tür im Klosterhof stand. Das tat der Andacht aber keinen Abbruch. Das Tantum ergo sacramentum wurde drinnen genauso angestimmt wie draußen. Ich selbst habe auf den Stufen des Kreuzganges gestanden, der genau gegenüber der Heilig-Kreuz-Kapelle liegt. So kann ich nur etwas erahnen von der Ergriffenheit und Dankbarkeit der Gläubigen, die bei der Wieder-Einweihung der Gnadenkapelle durch Weihbischof Otto Georgens im Inneren Platz gefunden haben.

Das Volk Gottes

Im Anschluss an die feierliche Einweihung konnte ich auch in die Gnadenkapelle gehen. Es war ein besonderes Erlebnis für mich. Die Gefühle lassen sich schwer beschreiben. Ich war tief bewegt und hatte das Gefühl, endlich wieder heimzukommen.

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Andrea Weinmann

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