Gewinnung von Ablässen im “Jahr des Glaubens” – auch in Blieskastel

Anlässlich des durch den Heiligen Vater eröffneten Jahres des Glaubens hat die Apostolische Pönitentiarie durch Dekret vom 14. September 2012 besondere Andachtsübungen empfohlen, die zum Erwerb von Ablässen zu verrichten sind. Im Verlauf dieses Jahres, das noch bis zum 24. November 2013 andauert, kann jeder einzelne Gläubige, der in echter Reue, nach entsprechender Beichte und vollzogener sakramentaler Kommunion in den Meinungen des Heiligen Vaters betet, einen vollkommenen Ablass für die durch die eigenen Sünden verschuldeten zeitlichen Strafen erlangen, diesen Ablass aber auch den Seelen der Verstorbenen zuwenden.

In Wahrnehmung dieser Bestimmungen setze ich daher für das Bistum Speyer die folgende Regelung fest. Ein vollkommener Ablass wird unter den genannten Bedingungen erworben:

  1. Jedes Mal, wenn ein Gläubiger eine der folgenden Kirchen besucht und dort die Teilnahme an einer liturgischen Feier oder eine ausreichende Zeit der Besinnung und Meditation mit dem Glaubensbekenntnis, dem Vater Unser und dem Gegrüßet seist du, Maria abschließt: der Dom Maria Himmelfahrt und Hl. Stephan in Speyer; die Wallfahrtskirche Maria Himmelfahrt in Ludwigshafen-Oggersheim, die Wallfahrtskapelle auf dem Annaberg bei Burrweiler, die Pfarrkirche St. Philipp der Einsiedler in Zell, die Pfarrkirche Maria Schutz in Kaiserslautern, die Nardinikapelle der Mallersdorfer Schwestern in Pirmasens, die Kapelle und die Wallfahrtskirche in Maria Rosenberg, die Kapelle und die Wallfahrtskirche der Franziskaner-Minoriten in Blieskastel.
  2. Jedes Mal, wenn ein Gläubiger an folgenden Tagen an einem geweihten Ort der Feier der Eucharistie oder des Stundengebetes beiwohnt und darüber hinaus das Glaubensbekenntnis betet: An allen Herrenfesten, an allen Marienfesttagen und –gedenktagen, an allen Apostelfesten und an den Gedenktagen des Seligen Paul Josef Nardini (27.1.), der Heiligen Teresia Benedicta a Cruce (9.8.) und des Heiligen Pirmin (3.11.).
  3. Einmal während des Jahres an einem frei wählbaren Tag, an dem ein Gläubiger der Kirche oder Kapelle einen Besuch abstattet, in welcher er das Sakrament der Taufe empfangen hat und dabei das Taufversprechen in einer der erlaubten Formulierungen erneuert.
  4. Im Fall all jener Gläubigen, die auf Grund besonderer Umstände (Klausur, hohes Alter, Krankheit, unabkömmlicher Dienst an Kranken oder in der Pflege) nicht an den vorgesehenen Feiern teilnehmen können, an den unter 2. genannten Tagen, wenn sie sich in echter Reue im Geist und in Gedanken mit den dabei anwesenden Gläubigen verbinden, das Glaubensbekenntnis, das Vater Unser und ein anderes Gebet zum Jahr des Glaubens verrichten.

Möge Gott im “Jahr des Glaubens” unserem Bistum Speyer und der ganze Kirche Gottes reiche Gnade schenken und uns alle zu echter Umkehr und Erneuerung führen.

Speyer, am Fest der Taufe des Herrn, dem 13. Januar 2013

+ Karl-Heinz Wiesemann, Bischof von Speyer

Allgemeine Informationen zum Thema Ablass

 

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