Gründonnerstag – Impuls

Das siebte Wort JESU am Kreuz

„Vater, in deine Hände befehle ich meinen Geist“

 

hände-2-046Unsere Eltern haben uns in unserer Kindheit einige Gebete gelehrt: „Der Engel des HERRN“ wurde zum Angelusläuten gebetet. Das „VATER UNSER“ lernten wir genauso von klein an wie das „AVE MARIA“. „Komm, HERR JESUS, sei unser Gast…“, beteten wir am Mittagstisch und abends vorm zu Bettgehen: „Bevor ich mich zur Ruh begeb`…“ Die Juden hatten auch ein Nachtgebet. „In deine Hände befehle ich meinen Geist; du hast mich erlöst, HERR, du treuer GOTT.“

Diese Worte aus dem Psalm 31.5 hat wohl auch JESUS jeden Abend gesprochen. Sie sind das Herzstück des jüdischen Nachtgebetes – ein Gebet, das JESUS von seiner Mutter gelernt haben dürfte, als er noch ein kleiner Junge war. Es sind auch die letzten Worte, die er vor seinem Tod sprach. „ABBA, PAPA, in deine Hände befehle ich meinen Geist.“

JESUS letztes Wort ist ein Bibelwort. Es ist ein Indiz dafür, dass JESUS am Kreuz weiterhin in Psalmen betete. Auch das „VATER UNSER“ enthält Textstellen aus den Psalmen und anderen Passagen des Alten Testaments. Wenn es darauf ankam tankte JESUS Kraft und Vollmacht aus dem Wort GOTTES. JESUS lebt aus dem Wort GOTTES. Er ist unser Vorbild. Wir sind seine Jünger und folgen IHM nach. Sollten nicht auch wir aus dem Wort GOTTES leben, wie JESUS es getan hat?

„VATER, in deine Hände befehle ich meinen Geist“, wieviel Vertrauen in die Allmacht seines VATERS kommt mit diesen Worten JESU zu Ausdruck?! Sie waren quasi sein Lebensprogramm. ER hatte immer nur ein Ziel vor Augen: GOTT zu dienen und den Willen seines VATERS zu tun. Deshalb blieb ER mit zwölf Jahren im Tempel, weil ER in dem Haus seines VATERS sein wollte. Jeden Tag verbrachte ER viel Zeit mit seinem VATER im Himmel, um auf IHN zu hören. Vor seinem schweren Gang ans Kreuz rang ER mit seinem VATER und willigte doch schließlich ein: Nicht MEIN Wille, sondern DEIN WILLE geschehe!

Das alles fasst dieser Satz zusammen: „In deine Hände befehle ich meinen Geist.“ Sollte dieser Satz nicht auch für uns Christen unser Lebensprogramm sein? Ein Christ ist erst dann ein Christ, wenn er seinem himmlischen VATER sein Leben in die Hände gegeben hat. Fragen Sie sich in dieser Zeit der Vorbereitung auf Ostern bitte selbst:

Haben ich mein Leben GOTT in die Hände gegeben?

Warum mache ich mir dann Sorgen um morgen?

Warum quäle ich mich im Alltagsstress?

Warum plane ich mein Leben und versuche, alles im Griff zu haben?

Vertraue ich GOTT wirklich ganz und gar wie JESUS es getan hat?

„VATER, in deine Hände befehle ich meinen Geist.“ Vielleicht sollten wir endlich damit beginnen, GOTT zu vertrauen gemäß dem alten Spruch aus dem Poesiealbum: „Vertrau auf GOTT und lass IHN walten. ER wird dich wunderbar erhalten.“

 

Pater Mateusz

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