Impuls zum Ostersonntag

„Das ist der Tag, den der HERR gemacht; lasst uns jubeln und SEINER uns freuen. HALLELUJA.“ (Gesang vor dem Evangelium).

Osterschmuck der Kirche

Das ist der froheste Tag im Jahr, obwohl „des Lebens FÜRST starb, DER herrscht nun lebend.“(aus der Sequenz) Wenn JESUS nicht auferstanden wäre, dann hätte SEINE Menschwerdung uns nicht geholfen und der Tod hätte den Menschen kein Leben gegeben. „Wenn aber CHRISTUS nicht auferweckt worden ist, dann ist euer Glaube nutzlos.“ (1 Kor 15,17) – schreibt hl. Paulus. Wer könnte wirklich glauben und auf einen Verstorbenen seine Hoffnung setzen? Aber CHRISTUS ist nicht gestorben, sondern ER lebt. „Ihr sucht JESUS von Nazareth, den GEKREUZIGTEN. ER ist auferstanden; ER ist nicht hier.“(Mk 16,6)

Im ersten Moment weckt diese Nachricht Befürchtungen und Angst, dass die Frauen „das Grab verließen und flohen…Und sie sagten niemanden etwas davon; denn sie fürchteten sich.“(Mk 16,8) Aber unter diesen Frauen war Maria von Magdala und als sie „sah, dass der Stein vom Grab weggenommen war“, lief sie schnell zu Petrus und Johannes und brachte ihnen die Nachricht: „Man hat den HERRN aus dem Grab weggenommen und wir wissen nicht, wohin man IHN gelegt hat.“(Joh 20, 1-2)
Sie liefen schnell und gingen in das Grab hinein und sie „sahen die Leinenbinden liegen und das Schweißtuch…zusammengebunden daneben an einer besonderen Stelle.“(Joh 20, 6-7) Sie sahen und glaubten. Das ist ein erster Glaubensakt der Kirche, der vom auferstandenen CHRISTUS hervorgebracht und wegen der Sorge der Maria von Magdala ob des gefundenen Schweißtuches im leeren Grab hervorgerufen wurde.
Wenn der Leichnam geraubt worden wäre, hätte niemand das Tuch mit dieser Sorgfalt zusammengebunden. GOTT benutzt einfache Dinge, um SEINE Jünger zu erleuchten, die „noch nicht aus der Schrift wussten, dass ER von den Toten auferstehen musste.“(Joh 20, 9) Petrus und Johannes nahmen die Zeichen des AUFERSTANDENEN auf: die Nachricht über die Auferstehung durch Maria von Magdala, das leere Grab und das zusammengebundene Schweißtuch.

Die „Zeichen“ der Auferstehung sind auch gegenwärtig in der heutigen Welt. Das sind:
-das heroische Glaubenszeugnis bis zum Martyrium;
-das Leben der demütigen Seelen;
-die Lebendigkeit der Kirche, die wegen der äußern Verfolgungen und der inneren Kämpfe ihre Kräfte nicht verliert;
-die Eucharistie-die lebendige Gegenwart des AUFERSTANDENEN.
Jeder Christ sollte diese Zeichen annehmen und so glauben, wie die Apostel glaubten, und ständig seinen Glauben stärken.

Die Pascha-Liturgie erinnert uns an Petrus‘ bewegende Rede über die Auferstehung CHRISTI: „GOTT aber hat IHN am dritten Tag auferweckt und hat IHN erscheinen lassen…vorbestimmten Zeugen: uns, die wir mit IHM nach SEINER Auferstehung von den Toten gegessen und getrunken haben.“(Apg 10,40-41) In diesen Worten ist noch die Ergriffenheit des Petrus wegen der großen Ereignisse, die er erlebte, zu spüren, und die Vertrautheit, in der er mit JESUS war, als er mit IHM am Tisch saß und aß.

Die Osterfeier lädt uns alle zum Tisch des HERRN ein, an dem ER selbst die Speise und der Trank ist. „Unser PASCHALAMM ist geopfert: CHRISTUS. So lasst uns das Festmahl feiern im HERRN.“(1 Kor 5, 7b-8a) Der heilige Paulus bezieht sich auf den Ritus, der vorschreibt, das Osterlamm mit dem ungesäuerten Brot zu essen. Paulus ermutigt uns, dass wir „den alten Sauerteig….die Bosheit und Schlechtigkeit wegschaffen“, um das Pascha zu feiern „mit den ungesäuerten Broten der Aufrichtigkeit und Wahrheit.“ (1 Kor 5,7-8)

Zum Tisch des HERRN, zum wahren geopferten LAMM muss man mit einem reinen Herzen kommen, mit dem Herzen, das von der Sünde frei ist, das in der Reinheit und Wahrheit erneuert ist, um es mit anderen Worten zu sagen, mit dem Herzen des Auferstandenen zu verweilen. Die Auferstehung CHRISTI, SEIN Übergang vom Tod zum Leben, soll sich in der Auferstehung der Gläubigen widerspiegeln – der Übergang von der Schwäche des alten Menschen zum neuen Leben in CHRISTUS.

Pater Mateusz

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