Pietà

 

Mit den Jahren geriet dieses Vesperbild immer mehr in Vergessenheit, 1829 wurde es aus der Pfarrkirche entfernt und in der Hl. Kreuzkapelle auf dem Han abgestellt. In Mäntel und Schleier gehüllt, fristete es auf einer hohen Konsole sein Dasein.
Erst Anfang des Jahres 1911 wurde diese alte Pieta aus dem 14. Jahrhundert sozusagen wiederentdeckt. Der Blieskasteler Geistliche Rat Adam Langhauser ließ die Pfeilenmadonna von Münchener Sachverständigen auf ihre Echtheit und kunsthistorische Bedeutung untersuchen. Nach der Restaurierung wurde die Pfeilenmadonna im März 1913 auf dem Altar der Kreuzkapelle neu aufgestellt und damit eine alte Wallfahrtstradition wiederbelebt.

 

1924 wurden die Kapuziner nach Blieskastel berufen. Ihnen wurde auch – basierend auf einer Entscheidung des Papstes – zugesichert, „dass sich das Gnadenbild zu Recht in Blieskastel befindet und fernerhin daselbst zu verbleiben hat“.Blieskastel ist wegen der Pfeilen-Madonna „Unsere Liebe Frau mit den Pfeilen“ ein bedeutender Wallfahrtsort im Bistum Speyer.

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