zum 4. Fastensonntag

Der Gedanke an das neue und alte Pascha, das die Versöhnung des Menschen mit GOTT  ausdrückt, wird immer deutlicher in der Liturgie der österlichen Bußzeit. Die erste Lesung berichtet über das auserwählte Volk Israel, das nach 40 Jahren der Wanderung in der Wüste endlich im gelobten Land ankam.

Die Wüste

 Mit großer Freude feierte es sein erstes Paschafest. GOTT  vergab SEINEM Volk seine Untreue und hielt SEIN Versprechen. ER gab Israel das Land der Verheißung, in dem es den Tempel  zu GOTTES Ehre aufbaute.

Aber “das Alte ist vergangen, Neues ist geworden.”(2 Kor 5,17), schreibt Paulus in seinem Brief.  Die große Neuigkeit ist das christliche Pascha, das an die Stelle des alten tritt: Das Pascha nämlich, in dem CHRISTUS aufgeopfert wurde, um die Menschen mit  GOTT zu versöhnen.

Es ist weder das Blut des Lammes, das die Menschen erlöste, noch der Ritus der Beschneidung, noch das Opfer von Erdenfrüchten, was GOTT gefiel, sondern GOTT allein erlöste die Menschen, als ER SEINEN eingeborenen SOHN hingab. “Ja GOTT war es, der in CHRISTUS die Welt mit sich versöhnt hat, indem ER den Menschen ihre Verfehlungen nicht anrechnete und uns das Wort von der Versöhnung anvertraute.” (2 Kor 5,19)

NUR GOTT konnte dieses Heilswerk vollbringen. NUR SEINE Liebe konnte dieses Heilswerk einhauchen und NUR SEINE Barmherzigkeit konnte es verwirklichen. Der unschuldige CHRISTUS vertrat den sündigen Menschen. Die Menschheit wurde von der großen Last der Sünden befreit. Unsere Sünden jedoch wurden JESUS auf  die Schultern gelegt: “Er hat den, der keine Sünde kannte, für uns zur Sünde gemacht, damit wir in ihm Gerechtigkeit Gottes würden.”(2 Kor 5,21)

Barmherziger Jesus

Die Fastenzeit ruft uns zum Nachdenken über die Barmherzigkeit GOTTES auf, die im Paschageheimnis CHRISTI geoffenbart wurde. Dank dieses Geheimnisses CHRISTI wurde der Mensch “ein neues Geschöpf”  in CHRISTUS, das von der Sünde befreit, mit GOTT versöhnt nach Hause zu SEINEM VATER umkehrt. Es gibt zwei Gleichnisse, die von der Umkehr erzählen. JESUS benutzte sie, um den Menschen das Geheimnis der Barmherzigkeit GOTTES verständlich zu machen.

JESUS kam, um  den Sündern das Leben zu geben. Unser HERR ist wie ein Hirte, der SEINE Herde nicht zurücklässt und der dem verlorenen Schaf nachgeht. “Und wenn es gefunden hat, nimmt er es voll Freude auf die Schultern.” (Lk 15,5) CHRISTUS sucht jeden Menschen. SEINE Gnade und Liebe gehen mit ihm, denn er ist erlöst durch SEIN Blut. Jeder Mensch sollte erlauben, dass der HERR ihn erreicht, dass er sich von IHM ergreifen lässt, um das bessere Leben zu gewinnen.

Das nächste Gleichnis erzählt vom verlorenen Sohn, der sein Haus und seinen Vater verließ und sein ihm zustehendes Erbteil verlangte, um in materieller Unabhängigkeit und Freiheit zu leben. Durch seine Missetaten verschwendete er sein Gut und seine Freiheit. Er wurde ein Sklave der Leidenschaften und ein elender Schweinehirte. Die Ursache der Umkehr waren seine Gewissensbisse – das Echo der Stimme Gottes.

GOTT, der VATER, wartet unermüdlich auf seine Söhne, die IHN verlassen haben. Durch die erlittenen Enttäuschungen und durch Gewissensbisse treibt ER sie zur Umkehr an. Wenn GOTT, der Vater,  seine Söhne auf dem Weg der Reue sieht, läuft ER  ihnen entgegen, um die Versöhnung zu beschleunigen, ihnen den väterlichen Kuss der Vergebung zu geben und ein fröhliches Fest zu feiern.

An diesem Fest mussten auch die anderen Söhne teilnehmen, die zu Hause geblieben waren.  Sie waren eher ihren Verpflichtungen treu als der Liebe. Deswegen konnten sie die väterliche Liebe zu dem verlorenen Sohn und die Freude des Vaters über die Umkehr seines Sohnes nicht verstehen und nicht teilen.

Alle Menschen sind Sünder. Selig sind die, die diesen Zustand mit großer Demut annehmen, die sich mit GOTT versöhnen wollen, die sich immer mehr zu SEINER Liebe und zur Nächstenliebe bekehren.

P. Mateusz

 

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