Impuls zu Christi Himmelfahrt

„Christus sitzt zur Rechten Gottes, des Vaters“, so heißt es im Glaubensbekenntnis. Er hat aber die Erde nicht einfach so verlassen, so dass er jetzt abwesend wäre, er hat weder seine Jünger noch uns im Stich gelassen. Er bleibt vielmehr in seiner Kirche und durch sie in der Welt und für die Welt präsent. Er ist der Kyros, der Herr, zu dem wir rufen: Kyrie eleison, Herr, erbarme Dich.

 

Gott hat Jesus von den Toten auferweckt und an seine Seite erhöht. Er hat ihn zum Haupt der Kirche und der ganzen Schöpfung gemacht. Die Kirche lebt durch ihn, und mit ihm und er lebt in ihr. Die Kirche ist der Raum, in dem Christus für die Welt gegenwärtig ist; sie ist die Erscheinungsform Christi in der Welt von heute. Damit ist weniger die Institution gemeint. Vielmehr ist die Kirche als der mystische Leib Christi heute Glaubenszeugin und Glaubensbotin in einer zunehmend gottlosen Welt.

 

Am Anfang des Matthäusevangeliums steht die Verheißung „Gott ist mit uns“ (Mt 1,23); an seinem Ende die Versicherung des auferstandenen Jesus: „Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.“ Mit göttlicher Vollmacht sendet Jesus seine Jünger in die Welt hinaus; sie sollen alle Menschen lehren und taufen. Man wird Jünger Jesu durch den Glauben und die Taufe; man bleibt es dadurch, dass man nach seiner Lehre und Weisung lebt (Mt 5-7).

 

Ein unbekannter Verfasser hat einst diese Zeilen geschrieben:

 

Christus hat keine Hände, nur unsere Hände,

um seine Arbeit heute zu tun,

Er hat keine Füße, nur unsere Füße,

um Menschen auf seinen Weg zu führen.

Christus hat keine Lippen, nur unsere Lippen,

um den Menschen von ihm zu erzählen.

Wir sind die einzige Bibel, die die Öffentlichkeit noch liest.

Wir sind Gottes letzte Botschaft,

in Taten und Worten geschrieben.

 

Ich lade Sie ein, Jesus behilflich zu sein, jeder so, wie er es kann. Wir alle sind eingeladen, seine Boten zu sein, sei es durch die Verkündigung seines Wortes oder durch Werke. Jeder Dienst ist wichtig und gut. Die Sache Jesu braucht Begeisterte.

 

Packen wir’s an!

 

Pater Mateusz Micek

 

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