Impuls zu Gründonnerstag

Jesus begegnet seiner MutterJESUS, der SOHN GOTTES,  erniedrigte sich und wurde uns Menschen gleich

 Seit Jahrhunderten sprechen wir von der Menschwerdung GOTTES. Und doch wird vielen Christen das armselige Leben JESU zum Ärgernis, zum Stein des Anstoßes.  Sie ertragen es nicht, dass JESUS, der SOHN GOTTES, sich derart erniedrigte, dass er uns zum Bruder wurde. Dieses aufregende Zeichen der einzigartigen Liebe GOTTES zu uns wird aber vielen deswegen unbequem, weil es unser Leben direkt berührt.

GOTT wurde uns in JESUS gleich. Daher müssen wir SEINEM Leben, SEINER  Selbstlosigkeit, SEINER demütigen Liebe nachfolgen. Weil ER sich erniedrigte, können wir Christen nur in SEINE Fußstapfen treten, wenn wir bereit sind, ein niedriges, also ein demütiges Leben zu führen. Wir können uns nicht mehr eine illusorische „göttliche” Welt erträumen, die es in Wirklichkeit nicht gibt.

Diese Illusion würde an unserem eintönigen Leben nichts verändern. Am Leben JESU ginge sie vollends vorbei. Die erschütternde Tatsache der Liebe GOTTES, der um unsretwillen Knechtsgestalt annahm, würde verkannt. ER, der in GOTTESge­stalt sich befand, … hat sich selbst entäußert, nahm Knechtsge­stalt an und wurde uns Menschen gleich. ER hat sich erniedrigt und wurde gehorsam bis zum Tode, ja bis zum Tode am Kreuz. (Phil. 2, 6-8). Seitdem der SOHN GOTTES  uns Menschen gleich geworden ist, müssen wir GOTT in unserem Alltag begegnen. In der Haltung der Demut und der christlichen Nächstenliebe können wir IHN finden.

JESUS, der SOHN GOTTES war unter uns wie einer, der dient

CHRISTUS, der SOHN des lebendigen GOTTES, ist in unsere Welt gekommen und hat alle Konsequenzen auf SICH genommen, um unser Leben zur Umkehr zu führen. Darum war ER unter uns wie einer, der dient. „Ich bin gekommen um zu dienen, nicht um bedient zu werden“, heißt es in der heiligen Schrift. ER wusch seinen Jüngern die Füße und gab uns ein Beispiel, einander gleichfalls zu dienen. „Begreift, was ich an Euch tue: So wie ich Euch die Füße wasche, sollt auch Ihr einander die Füße waschen“ oder an einer anderen Stelle: „Wer unter Euch der Erste sein will, soll der Diener aller sein.“

Dieses demütige Leben des GOTTESSOHNES beschämt uns. So erging es auch Petrus der JESUS fragte: „Du willst mir die Füße waschen?“ Und JESU Antwort: „Wenn ich Dir nicht die Füße wasche, hast Du keinen Anteil an mir.“ Es rüttelt auf und ruft zur Nachfolge: „… so sollt auch Ihr einander die Füße waschen.“ Wir aber erbauen uns manchmal nur an den wunderbaren Erzählungen des Evangeliums. Es ist leichter, in diesen Bildern zu träumen, als dem demütigen Leben JESU zu folgen.

Ist es nicht ein wunderbarer Beweis der Liebe GOTTES, dass JESUS Mensch geworden ist und dafür Armut und Niedrigkeit in Kauf nahm? Fragen wir uns selbst, ob wir diese Tatsache begriffen haben. Verstehen wir auch nur annähernd das GÖTTLICHE Heilsgeschehen, das Leben unseres HERRN JESUS, des gekreuzigten und auferstandenen ERLÖSERS? Laufen wir nicht Gefahr, das demütige und arme Leben und Sterben JESU aus unserer Welt zu verbannen?

Der Anspruch SEINES Lebens in Armut, Demut und in Gehorsam gegenüber dem Willen von GOTT VATER kann uns unbequem sein. Denn wir müssen ebenso handeln, wenn wir IHM nachfolgen wollen. Seine lebens­bringenden, aber auch harten Worte stellen für uns eine ständige Herausforderung dar.

Was nützte uns ein paradiesischer MESSIAS? Wir könnten IHN nicht verstehen. Denn auf der Erde gibt es keine paradiesischen Zustände. Es wäre ein Wunschtraum in all dem Leid und Elend. Wir könnten JESUS nicht nachahmen. JESUS aber ist mitten hineingetreten in unser mühsames tägliches Leben. „Wir haben ja nicht einen Hohenpriester, der nicht mitfühlen könnte mit unserer Schwäche, sondern einen, der in allem wie wir in Versuchung geführt worden ist, aber nicht gesündigt hat“ heißt es in der Heiligen Schrift.

JESUS hat die Mühsal menschlichen Lebens auf sich genommen, um es in GOTT  zu erhellen. Durch diese Liebe hat ER uns den Weg zu GOTT geebnet. ER sagt von sich selbst: „Ich bin der Weg… Niemand kommt zum Vater außer durch mich.“ ER ist uns zum Vorbild geworden. CHRISTUS hat unser menschliches Leben mit allen Konsequenzen der Minderung gelebt, so dass wir unser Leben nach IHM aus­richten können.

 

Pater Mateusz

 

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