Impuls zum 4. Fastensonntag

        5. Schmerz Mariens: JESUS stirbt am Kreuz  

Für Eltern ist es das Schlimmste, wenn ihre Kinder vor ihnen sterben müssen. Es gibt für Eltern keinen größeren Schmerz als das eigene Kind sterben zu sehen, unabhängig davon, ob es im Kindes- oder im Erwachsenenalter verstirbt. „Hätte mich doch der HERRGOTT  nur zuerst zu sich geholt“, so ist oft die Aussage der um Fassung ringenden Eltern.

Maria unter dem Kreuz

Und MARIA, die MUTTER CHRISTI, ist ganz Mensch und leidet die Schmerzen aller Eltern, die ein Kind verlieren. Doch bei IHR scheint sich der Schmerz zu multiplizieren: Denn ihr Sohn wird unschuldig zum Tod verurteilt. Er wird schuldlos gegeißelt. Er wird ohne jemals gesündigt zu haben, zum Gespött der Menschen, in dem man ihm eine Dornenkrone flicht. Nicht genug, dass er verhöhnt und ausgelacht wird, die Dornenkrone wird ihm fest in den Schädel gedrückt, damit die barbarische Folter, damit sein Schmerz, noch vergrößert wird. Er wird unschuldig zum schlimmsten, schmachvollsten und am meisten verachteten Tod, dem Kreuzestod, verurteilt. Was muss MARIA allein da schon ausgestanden haben?

Sein ganzer Körper ist mit Wunden übersät. Er leidet schon auf dem Kreuzweg die schlimmsten Qualen. Die Häscher befürchten sogar, dass er auf dem Weg verstirbt und zwingen Simon von Cyräne, JESUS beim Kreuztragen zu helfen. Auf Golgotha angekommen, schlägt man ihm Nägel in seine Hände und Füße. Waren die Qualen zuvor schon unerträglich, scheint JESUS jetzt der Ohnmacht nahe zu sein vor Schmerzen. Und doch muss er durchhalten bis zuletzt, bis sein himmlischer Vater ihn endlich erlöst.

Und MARIA begleitet JESUS auf seinem Kreuzweg. Es ist das Einzige, was sie für IHN noch tun kann. Sie leidet seine Qualen mit. Sie kann IHM nicht helfen. Machtlos steht sie dem Treiben seiner Peiniger gegenüber. Wenn man sie ließe – hätte sie lieber sofort mit JESUS getauscht, lieber selbst das Leiden erduldet, statt ihren geliebten Sohn leiden zu sehen. Aber sie ist zum Zuschauen verdammt. Für SIE ist das die schlimmste Qual, ihren Sohn leiden und am Kreuz sterben zu sehen und ihm nicht helfen zu können. Aber sie läuft nicht weg, sondern bleibt bei ihm unterm Kreuz stehen bis zum Schluss.

Auch in unserem Leben stehen wir oft vor Situationen, bei denen wir nicht mehr weiterwissen, denen wir machtlos ausgeliefert sind. Viele Gläubigen wenden sich dann an die Schmerzensmutter und finden bei IHR Trost und Halt. Sie, die die schlimmsten Schmerzen mitmachen musste, versteht uns, wenn Leid und Kummer uns niederdrücken. Darum:

 

KOMM ZU MARIA IN KREUZ UND IN LEID

MARIA HILFT IMMER UND ALLEZEIT

 

AMEN

 

 

Pater Mateusz Micek

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