Impuls zum 4. Fastensonntag

Das Licht der Welt

 

ICH bin das Licht der Welt. Wer MIR nachfolgt, wird nicht in der Finsternis umhergehen, sondern wird das Licht des Lebens haben. (Joh 8,12)  JESUS verdeutlicht den Wahrheitsgehalt SEINER Aussage, als ER den von Geburt an blinden Mann heilt. Der HERR tut dieses Wunder mit einem besonderen Ziel: Wir müssen, solange der Tag ist, die Werke dessen vollbringen, der MICH gesandt hat…Solange ICH in der Welt bin, bin ICH das LICHT der Welt. (Joh 9, 4-5)

JESUS ist der helle Tag und das Licht, das die Dunkelheiten dieser Welt zerstreut. ER will mit diesem Wunder die Menschen überzeugen, deswegen „spuckte ER auf die Erde; dann machte ER mit dem Speichel einen Teig, strich ihn dem Blinden auf die Augen und sagte zu ihm: Geh und wasch dich in dem Teich Schiloach!“ (Joh 9, 6-7).

Dieses Wunder ist nur der Anfang einer tiefen Wandlung, die JESUS in diesem Menschen bewirkt. Das physische Licht, das den blinden Augen gebracht wird, ist das Symbol und gleichzeitig das Werkzeug des geistigen Lichts. Der HERR erweckt in diesem Menschen den Glauben: Glaubst du an den MENSCHENSOHN? …Ich glaube, HERR! Und er warf sich vor IHM nieder. (Joh 9, 35.38) Das Augenlicht wiederzuerlangen ist eine Metapher für das Geborenwerden in ein neues Leben und der Beginn eines ganz neuen Lebens: neue Bekanntschaften, Freundschaften und neue Ergriffenheit.

Es ist ein Zeichen für die  ganze Verwandlung, die auch im Getauften geschieht. Denn einst wart ihr Finsternis, jetzt aber seid ihr durch den HERRN Licht geworden.(Eph 5, 8)  Durch das Sakrament der Taufe kommt der Mensch aus der Dunkelheit der Sünden zum Licht des Lebens in CHRISTUS. Durch den Glauben kommt er von der geistigen Blindheit zur Erkenntnis Gottes. Dieser Glauben erleuchtet das ganze Dasein des Menschen und gibt ihm einen neuen Sinn und eine neue Richtung.

Deswegen: Lebt als Kinder des Lichts!  Das LICHT bringt lauter Güte, Gerechtigkeit und Wahrheit hervor. (Eph 5,8-9) Das Verhalten der Christen sollte das Zeugnis der erhaltenen Taufe sein. Dieses Verhalten sollte sich in unseren Taten widerspiegeln, damit CHRISTUS  für die Menschen nicht nur das LICHT des Verstandes ist, sondern auch das LICHT des Lebens. Für die Getauften zählen jetzt nur die Taten des Lichts und nicht die Taten der Dunkelheit und der Sünden.

Wach auf, du Schläfer, und steh auf von den Toten und CHRISTUS wird dein Licht sein. (Eph 5, 14) Diese Worte des heiligen Paulus riefen früher die Katechumenen aus, um vom Schlaf, also vom Tod der Sünden, aufzuwachen und sich von Christus erleuchten zu lassen. Die Christen sollen sich ständig von jedem Fleck der Sünde reinigen lassen, um sich dauerhaft zu CHRISTUS aufzumachen.

JESUS sagt von sich: ICH bin das LICHT der Welt. Ähnlich wie die Sonne den Mond anstrahlt, strahlt CHRISTI Licht in unser Glaubensleben. So wie der Mond das Sonnenlicht reflektiert, soll der Christ das LICHT CHRISTI zurückstrahlen.  Das ist die Berufung eines jeden Getauften.

Um dieses Licht Christi bitten wir an diesem Fastensonntag im Gottesdienst mit dem Gebet: Allmächtiger GOTT, DEIN ewiges Wort ist das wahre LICHT, das jeden Menschen erleuchtet. Heile die Blindheit unseres Herzens, damit wir erkennen, was vor DIR recht ist, und DICH aufrichtig lieben. Darum bitten wir durch CHRISTUS, unseren HERRN. Amen. (Aus dem Messbuch)

Pater Mateusz

 

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