Impuls zum 5. Fastensonntag

Auferweckung des Lazarus

 

Die Auferstehung steht im Mittelpunkt dieses Fastensonntags. In der Liturgie denken wir an JESUS, an die QUELLE des Lebens, die sogar die Toten lebendig macht. Ich hauche euch meinen Geist ein, dann werdet ihr lebendig. (Ez 37,14) Diese Prophezeiung, die wir beim Propheten Ezechiel lesen, nimmt direkten Bezug auf die moralische und politische Erneuerung Israels, das von der Sklaverei zerstört worden ist. Diese Erneuerung sollte zur Auferstehung der Israeliten führen und Israel zur freien Nation machen. Und so ist es nach der Rückkehr aus Babylonien geschehen. Ab diesem Zeitpunkt beginnt die messianische Ära, die die Auferweckung der Seelen und Leiber verheißt, die der SOHN GOTTES vollbringt.

 

Eine der Auferweckungen, die JESUS vollbringt, ist die des Lazarus. Sie hat gewichtige Bedeutung, weil diese Auferweckung von den Taten und Worten begleitet ist, die Zeichen der messianischen Kraft des HEILANDS sind. Die Antwort  JESU auf Lazarus’ Krankheit ist: Diese Krankheit wird nicht zum Tod führen, sondern dient der Verherrlichung GOTTES. (Joh 11,4)

 JESUS zögert absichtlich. ER beeilt sich nicht mit der Hilfe. Nach zwei Tagen stellt ER fest: Lazarus ist gestorben. Und ich freue mich für euch, dass ich nicht dort war, denn ich will, dass ihr glaubt. (Joh 11, 14-15) JESUS wird durch das Wunder der Auferweckung des Lazarus als die AUFERSTEHUNG und das LEBEN bestätigt. Gleichzeitig vervollkommnet sie den Glauben derer, die bereits an IHN glauben. Sie erweckte den Glauben in jedem, der noch nicht glaubt.

Auf diese zwei Aspekte legt JESUS großen Wert im Gespräch mit Marta. Sie glaubt und ist davon überzeugt: Wenn JESUS da gewesen wäre, wäre Lazarus nicht gestorben. JESUS will, dass Marta IHN als den MESSIAS und den SOHN GOTTES ansieht. Denn er ist gekommen, um allen Glaubenden das ewige Leben zu geben. ER sagt: ICH bin die Auferstehung und das Leben. Wer an MICH glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt, und jeder, der lebt und an MICH glaubt, wird auf ewig nicht sterben. Glaubst du das? (Joh 11, 25-26)

Der Auferweckung sollte dazu führen, dass  die Menschen glauben, dass CHRISTUS die Kraft und die Macht hat, Verstorbene von den Toten aufzuerwecken. ER hätte sie sofort einsetzen können, um Lazarus vom leiblichen Tod aufzuerwecken. Doch ER benutzt sie, um allen, die an IHN glauben, das ewige Leben zu sichern.

Auch der heilige Paulus greift dieses Thema im Römerbrief auf: Wenn CHRISTUS in euch ist, dann ist zwar der Leib tot aufgrund der Sünde, der Geist aber ist Leben aufgrund der Gerechtigkeit. (Röm 8, 10) JESUS befreit den Menschen von den Sünden und gibt ihm Anteil an SEINEM ewigen Leben. Deswegen hat der Tod keine Macht mehr über den Geist, der Leben aufgrund der Gerechtigkeit ist. Und nicht nur das: Es kommt auch der Tag beim Ende der Zeiten, dass die Leiber aller Glaubenden in Herrlichkeit verwandelt werden, um nicht mehr zu sterben, sondern an der Auferstehung des HERRN teilzunehmen.

Pater Mateusz

 

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