Impuls zum Gründonnerstag

Man stelle sich vor: JESUS   weiß genau, was IHM bevorsteht. Welche menschlichen Ängste und Nöte muss ER ausgestanden haben? Und ER versucht zumindest, diese mit seinen besten Freunden zu teilen. Aber wie es wirklich in IHM ausgesehen hat, das lässt die Bibel nur erahnen, wenn man an die Szene im Garten Getsemani denkt:

Gethsemane_3

 

JESUS treten blutige Schweißperlen auf die Stirn aus lauter Angst vor dem, was IHM bevorsteht. ER bittet zuerst seinen VATER, muss aber erkennen, dass „dieser Kelch nicht an IHM vorüber gehen kann, ohne dass er ihn trinkt.“ Und SEIN Entschluss steht: „Dann geschehe DEIN Wille.“

So ergeben in den Willen des VATERS bittet er seine besten Freunde, IHM betend zur Seite zu stehen – und was tun sie? Sie lassen IHN im Stich. So kommt zu der abgrundtiefen Angst auch noch eine maßlose Enttäuschung. Nicht genug, dass IHN Judas verraten und im wahrsten Sinne des Wortes für 30 Silberstücke verkauft hat. In der tiefsten Not hat ER nicht einen einzigen Menschen, der IHM zur Seite steht.

Und was hat ER nicht alles an dem gerade erst vergangenen Abend für seine Jünger getan? ER hat sich sogar soweit vor ihnen erniedrigt, dass ER Sklavendienste an ihnen verrichtet und ihnen die Füße gewaschen hat. ER – der MEISTER – hat sich vor jeden einzelnen von ihnen niedergekniet, um diesen Liebesdienst zu tun. Und wie danken es IHM seine Jünger jetzt? Maßlos muss für JESUS die Enttäuschung gewesen sein.

Lassen nicht auch wir den HERRN so manches Mal im Stich? Bittet ER nicht bis auf den heutigen Tag um Gebet? Überlassen wir das Beten nicht allzu oft den anderen? Stellen wir uns an den Platz der Jünger im Garten Getsemani: Wir würden es mit Sicherheit auch nicht besser machen als die Jünger damals. Wir sind oft müde und erschöpft. Das Beten wird in die Abendstunden verlegt. Und wer ehrlich zu sich selbst ist, gibt zu, dass er schon so manches Mal darüber eingeschlafen ist.

Aber JESUS rechnet uns diese Schuld nicht an. ER geht gerade für unsere Schwächen ans Kreuz. Beim letzten Abendmahl in der Nacht vor SEINEM Tod, also am heutigen Gründonnerstag, setzt ER die Eucharistie ein, SEIN LEIB und SEIN BLUT, das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden. So ist unser HEILAND, so ist unser GOTT! Und wir stehen in seiner Nachfolge.

Mühen wir uns also nach Kräften, GOTTES Willen zu tun. Den Rest gibt uns JESUS selbst dazu durch das Gnadengeschenk der HEILIGEN EUCHARISTIE, die ER selbst am Gründonnerstag eingesetzt hat.

 

Pater Mateusz Micek

 

Ein Kommentar für “Impuls zum Gründonnerstag

  1. Jesus hatte ohne Zweifel große Furcht. Das Sprichwort, dass jemand “Blut und Wasser” geschwitzt hat, entstammt dieser Textstelle der Bibel. Aber hat es nicht auch etwas Tröstendes für uns? JESUS zeigt uns in seiner Not und Angst seine zu tiefst menschliche Seite. Oder wie es an anderer Stelle sinngemäß heißt:

    “Wir haben ja nicht einen Hohenpriester, der nicht mit uns mitfühlen könnte. Er ist wie wir alle versucht worden, hat aber nicht gesündigt.” Und dieses Nichtsündigen hat JESUS gelebt bis zum bitteren Ende, dem Kreuzestod.

    Wenn wir auf JESUS schauen, dürfen wir Angst vor dem haben, was uns erwartet. Aber wir sollten auch das Vertrauen auf den VATER aufbringen, der SEIN Schicksal gewendet und vom Tod zum Leben gefürt hat.

     

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