Kreuzkapellenseelsorger

Seelsorger

„Zur Wahrnehmung des Gottesdienstes in der Kreuzkapelle war ein eigener Geistlicher bestellt, der als Kapellanus oder Kapellenherr zugleich Hausgeistlicher des jeweiligen Regenten war.“

Der erste Kapellenherr der Heilig-Kreuz-Kapelle in Blieskastel war der Stiefbruder des Amtmannes und Baumeisters der Kapelle Rosinus, Johann Gottfried Rosinus.

1698 ging er als Pfarrer nach St. Ingbert.Sein Nachfolger wurde Kaplan Georgi. Genaueres ist über ihn nicht bekannt.

1702 tritt Christian de Mallempré das Amt des Kapellanus an. Zwei Jahre später, 1704, verstarb er im Alter von etwa 40 Jahren.

Seine Nachfolge trat Johann Wilhelm Schmitz an. Von ihm ist bekannt, dass er zur Ausstattung der Kapelle, zur Instandsetzung der Gärten und anderen Notwendigkeiten viel Geld verbraucht hat. Er wurde als canonicus nach Oberwesel abberufen. Genaue Daten kennt man nicht.

Im Jahre 1727 wurde der bisherige Vikar Nicolaus Schreiber ins Amt berufen. Wie lange dieser das Amt des Kapellenherrn innehatte, ist nicht bekannt. Vermutet betreute er die Kapelle bis 1756.

Ob und von wem die Kapelle in der Zeit zwischen 1756 und 1775 betreut wurde, ist nirgendwo zu ersehen. Mit Sicherheit kann man nur sagen, dass 1775 die Betreuung der Kapelle den Franziskanern übertragen wurde. Diese verrichteten die Tätigkeit bis zum Jahre 1793, in welchem sie Blieskastel fluchtartig verlassen mussten.

In späteren Jahren für die Seelsorge an der Wallfahrtskapelle waren die Pfarrseelsorger von St. Sebastian Blieskastel zuständig.

Die Wallfahrtskapelle, die das kostbare Gnadenbild birgt, zog immer mehr Marienverehrer an. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts nahm die Pilgerzahl von Jahr zu Jahr zu. Bald konnten die vorhandenen Priester in der Pfarrei Blieskastel die Wallfahrtsseelsorge nicht mehr bewältigen.

Aus diesem Grunde berief Bischof Ludwig Sebastian am 25. Mai 1924 Kapuziner der Bayerischen Ordensprovinz nach Blieskastel.

Am 22. September 1924 wurde der erste Spatenstich für den Bau des Klosters gemacht.

Nachdem am 5. Juli 1925  der Klosterbau bei der Kreuzkapelle fertiggestellt und eingeweiht war, bezogen die Kapuziner das Gebäude. Sie führten die Wallfahrtsseelsorge, halfen in den Pfarreien mit und wirkten in der Schwesternseelsorge mit.

Die heutige Wallfahrtsseelsorge wird durch Franziskaner-Minoriten wahrgenommen.  Sie beinhaltet Eucharistiefeier, Predigten, Spendung der Sakramenten, Dasein für die Gläubigen, um ihnen in ihren Sorgen und Anliegen zu helfen, Mithilfe in den Pfarreien; ein Pater ist zur Zeit von der Diözese beauftragt, als Pfarrer in Biesingen und Aßweiler zu wirken.