Karfreitag – Tag des Kreuzes – Zeichen der Hoffnung

Maria unter dem Kreuz
Kreuzkapelle Blieskastel

 Das Kreuz ist grausam. Es ist eines der grässlichsten Folterinstrumente, das sich Menschen ausgedacht haben. Gerade heute fällt es vielen Menschen schwer, seinen Anblick zu ertragen. Sie verschließen die Augen vor allem, was nach Schmerz und Leid aussieht und können dadurch doch die Welt um keinen Deut besser machen.

Die Christen verehren am heutigen Karfreitag das Kreuz als Zeichen der Hoffnung. Sei gegrüßt, heiliges Kreuz, unsere einzige Hoffnung“ beten die Christen seit Alters her. Was kann ein größeres Zeichen für die Realität der Liebe sein, als ein Gott, der seine Augen nicht vor dem Leid der Welt verbirgt, sondern um unseretwillen selbst durch die größte Grausamkeit geht und das Leiden auf sich nimmt?

Kreuz tragen, Schmerzen aushalten, sein eigenes Ego hintanstellen, sich für andere aufopfern… Wer tut so etwas schon freiwillig? Das Gerede ertragen, die Missachtung, den Spott, die Häme, die seelische Folter… Wer nimmt das alles auf sich? JESUS ist diesen Weg gegangen, freiwillig, GOTT gehorsam. JESUS hat das Kreuz getragen, ist aus Liebe zu uns und als Sühne für unsere Sünden gestorben.

ER wurde verachtet und von den Menschen gemieden, ein Mann voller Schmerzen, mit Krankheit vertraut. Wie einer, vor dem man das Gesicht verhüllt, war ER verachtet; wir schätzten IHN nicht.

Aber ER hat unsere Krankheit getragen und unsere Schmerzen auf SICH geladen…Doch ER wurde durchbohrt wegen unserer Verbrechen, wegen unserer Sünden zermalmt. Zu unserem Heil lag die Strafe auf IHM, durch SEINE Wunden sind wir geheilt.“ Buch Jesaja 52,13-15.53,1-12.

JESUS nachfolgen, heißt sein eigenes Kreuz tragen, Tag für Tag. Doch fühlen wir uns dazu oft nicht in der Lage. Wir meinen, wir seien zu schwach. Doch der heilige Paulus schreibt im Hebräerbrief: „Wir haben ja nicht einen Hohenpriester, der nicht mitfühlen könnte mit unserer Schwäche, sondern einen, der in allem wie wir in Versuchung geführt worden ist, aber nicht gesündigt hat“ Und ist nicht auch JESUS dreimal unter der Last des Kreuzes zusammengebrochen?

Das Hinfallen ist schmerzhaft. Und dadurch, dass man sich zum Gespött der Anderen macht, kommen zu den körperlichen Schmerzen noch seelische hinzu. Aber lehrt uns nicht JESUS selbst, immer wieder aufzustehen, immer wieder weiter zu machen? Ist ER nicht selbst mit letzter Kraftanstrengung immer wieder aufgestanden? „MIR nach, spricht Christus, unser Held. MIR nach, Ihr Christen alle!“, heißt es in einem Kirchenlied. Aber wie sollte diese Nachfolge aussehen? Sagt nicht JESUS selbst: „Wer MIR nachfolgen will, der verleumde sich selbst. Er nehme täglich sein Kreuz auf sich und folge MIR nach.“?

JESUS hat sein Leben hingegeben, damit wir in Ewigkeit mit GOTT versöhnt leben können. ER hat  uns die Nächstenliebe bis zur letzten Konsequenz vorgelebt, in dem ER sterbend seinen Henkern vergeben hat. „Vater vergib Ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“ betete er sterbend am Kreuz. Ein Christ, der in der Nachfolge JESU steht, wird sein Kreuz nicht verleugnen. ER wird vielmehr bewusst auf das Kreuz blicken und beten: Im Kreuz ist Heil, im Kreuz ist Leben, im Kreuz ist Hoffnung!“

Pater Mateusz

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