Klosteranlage

Text der Infotafel

„… fühlen sich die Leute auf der sonnigen Höhe des Wallfahrtsklosters glücklich und … seelisch neu gestärkt … .“

 

Um die seit 1913 ständig zunehmende Pilgerschar seelsorglich zu betreuen, rief Bischof Ludwig Sebastian von Speyer Kapuziner der Bayerischen Ordensprovinz nach Blieskastel im damaligen „Saargebiet“. Für die Planung des Klosterneubaus wurde der renommierte Stuttgarter Architekt Hans Herkommer (1887-1956) gewonnen. Ihm schwebte eine geschlossene Vierflügel-Anlage unter Einbeziehung der „Gnadenkapelle“ vor, mit Kreuzigungsgruppe, Stationenhalle und Baumallee axial verbunden. Allerdings wurde diese Planungskonzeption verworfen. Erster Spatenstich war am 22. September 1924. Zunächst wurde bis Frühjahr 1926 der Mittelteil mit einem nur fünfachsigen Südflügel in einheimischem Bruchsteinmauerwerk errichtet. Die Einweihungsfeier fand am 5. Juli 1925 statt, wenige Wochen später zogen die ersten Patres ein.

Am 1. Mai 1928 erfolgte der erste Spatenstich für die Kirche. In kurzer Zeit wurde das Bossenmauerwerk nach Plänen von Architekt Weiß aus Saarbrücken hochgezogen. Am Ostermontag (1. April) 1929 weihte Bischof Ludwig Sebastian die neue Kirche ein. Mit der Vollendung des Südtraktes mit „Missions-Ausstellung“ und „Aufenthalt-Raum“ (heute „Pilgerrast“) fand der Bau des Klosters 1932/33 seinen Abschluss. Ursprünglich war der Innenraum mit farbenfrohen Wandmalereien ausgeschmückt. In den Jahren 1970-72 wurde auch die Altarwand neu gestaltet.

Das baulich kaum veränderte Kloster, in welches am 10. Juli 2005 Franziskaner-Minoriten aus der Provinz Krakau einzogen, steht als Ensemble unter Denkmalschutz.

© Bernhardt Becker

 

 

 

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