Baugeschichte des Wallfahrtsklosters Blieskastel

Zur Baugeschichte des Wallfahrtsklosters Blieskastel

Bernhard Becker

 

Vorbemerkung

Zur Baugeschichte des Wallfahrtsklosters Blieskastelliegen – warum auch immer – bislang überhaupt keine Untersuchungen vor. Auch die Literatur zum Kloster selbst ist überschaubar, selbst Jubiläen wie das 75jährige im Jahr 2000 boten keinen Anlass für Festschriften. 1) Basis der vorliegenden Arbeit sind Unterlagen, vornehmlich Pläne, Angebote, Rechnungen und auch einige Schreiben, welche im Klosterarchiv Blieskastel aufbewahrt werden. Sie wurden freundlicherweise von den Blieskasteler Patres der Kommunität der Franziskaner-Minoriten (Krakau) zur Einsicht übergeben; dafür sei ihnen herzlich gedankt.
Vorgeschichte
Schon in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts kam der Wunsch auf, auch im westlichen Winkel der Diözese Speyer, der damals mit der Rheinpfalz zum Königreich Bayern gehörte, ein neues Kloster zu bauen.2) Als Bauplatz war das Gelände bei der Orangerie am Schlossberg in Blieskastelvorgesehen. Nachdem der Zweibrücker Dekan Eugen Huth die Orangerie mit dem dazugehörigen Park, damals „Haus mit Krappdörre“3) und „Wiese mit Schloß“, zu einem Preis von 6.610 Mark angekauft hatte, wurden in den Jahren 1882/83 Spenden für einen Neubau eines Kapuzinerklosters gesammelt.4). Diese Initiative für einen Klosterbau auf der Fläche des 1985/86 neu angelegten Barockgartens bei der Orangerie fand freilich -„bei der confessionell gemischten Bevölkerung im Interesse des Friedens und der Eintracht“ – nicht die notwendige Unterstützung des „Landrathes der Pfalz“ und wurde von König Ludwig II. abgelehnt.5) Das endgültige Scheitern des Klosterbauprojektes in Blieskastel1886 in der Münchener Abgeordnetenkammer nutzte der „Fabrikrath“ (Kirchenverwaltungsrat) der Pfarrei St. Josef, St. Ingbert, rasch, um einen Klosterneubau auf St. Ingberter Stadtgebiet zu initiieren – mit Erfolg: Am 29. September 1907 wurde hier ein Kapuzinerkloster eingeweiht, wenige Jahre (1910/11) später folgte als Exerzitienhaus das „Fidelishaus“ (heute Seniorenzentrum).6)

Zum Bau des Wallfahrtsklosters

1. Bauphase (1924 – 1926) Klosterneubau

Kirche von St. Martin in Saarbrücken
A Abb. 1: Kirche von St. Michael in Saarbrücken (Foto: Ignaz Rummel).

Ob vom St. Ingberter Kapuzinerkloster aus die Bestrebungen für einen weiteren Klosterbau im nahen Blieskastelausgingen, sei dahingestellt.7) Jedenfalls berief Bischof Ludwig Sebastian (Episkopat 1917 – 1943) am 25. Mai 1924 zur seelsorglichen Betreuung der zahlreichen Wallfahrer, welche die Pfeilenmadonna „Unsere liebe Frau mit den Pfeilen“ in der Heilig-Kreuz-Kapelle (Gnadenkapelle) auf dem „Han“ aufsuchten, Kapuziner der Bayerischen Ordensprovinz nach Blieskastei.8) Der Klosterneubau in Blieskastelwar keinesfalls ein singuläres Ereignis: In jenen Nachkriegsjahren, in denen das neu gebildete Saargebiet dem Mandat des Völkerbundes unterstand, wurden nämlich im Bistum dank „dem nimmermüden Wirken des Speyerer Oberhirten“ weitere zahlreiche Klöster neu gegründet: das Herz-Jesu-Kloster in Neustadt, das Minoriten-Kloster in Kaiserslautern, das Missionskonvikt St. Guido und die Niederlassung der Väter vom Heiligen Geist in Speyer, das Franz-Xaverius-Haus in Ludwigshafen und die Genossenschaft der Hildegardisschwestern in Boßweiler.9) Für eine dauerhafte Betreuung der Wallfahrer in Blieskastel wurde nunmehr ein Klosterneubau in unmittelbarer Nähe als erforderlich angesehen. Mit der Planung wurde der Architekt Hans Herkommer (1887 – 1956), Stuttgart, beauftragt, der – für die damalige Zeit typisch –  eine expressionistische und neusachliche Formensprache entwickelte und mit Dominikus Böhm und Rudolf Schwarz zu den führenden Architekten im katholischen Kirchenbau gehörte. 10) Hans Herkommer, der die 1923/24 erbaute Kirche St. Michael in Saarbrücken plante, entwarf freilich zudem für private, öffentliche und auch Industriebauten Planvorlagen, so u.a. für das 1927 erbaute, seither das St. Ingberter Stadtbild mit-prägende Sudhaus der Becker-Brauerei11), welches ebenfalls wie der Klosterbau in Blieskastelunter Denkmalschutz steht. Hans Herkommer legte offensichtlich mehrere Entwürfe vor: Ein erster datiert vom Juli 1924: „KAPUZINER-KLOSTER BLIESKASTEL (…) ANSCHLUSS AN DIE ÖSTLICH LIEGENDE ALTE GNADENKAPELLE UND MIT UMBAUUNG DER ALTEN STATIONENKAPELLE UND KREUZIGUNGSGRUPPE SOWIE MIT BELASSUNG EINER ALTEN BAUMREIHE BEIDERSEITS“. Auf dieser Planungsvorlage sind sämtliche Ansichten, ein Querschnitt und ein Längenschnitt eingezeichnet. Aus einem dazugehörigen (allerdings undatierten) Lageplan geht eindeutig hervor, dass Architekt Herkommer eine geschlossene Vierflügelanlage vorsah, welche die Gnadenkapelle fest eingebunden hätte.12) Interessant ist bei dieser Entwurfsvariante u.a. die Stellung des Glockenturms in der rückseitigen Dachfläche des Westflügels, diesen mit dem Kirchenbau verbindend. Beide Gebäude hätten freilich unterschiedliche Firsthöhen aufgewiesen. Mit seinem massiven Baukörper und auch mit seiner Höhe hätte der Glockenturm die Gesamtanlage absolut dominiert und mit seinem eigenwilligen Abschluss mit zwei Pyramidendächern fraglos von weither als Blickfang gedient. (Abb. 2)

Im Juli fertigte zwecks Einreichung als Baugesuch „Architekt D.W.B. Hans Herkommer, Stuttgart“ weitere Pläne unter dem Titel „Neubau eines Kapuzinerklosters im Anschluß an die Gnadenkapelle in Blieskastei“ im M 1:500 an. Auf der Planvorlage ist vermerkt: „das neue Bauvorhaben eingetragen. 20. VIII24. Architekt: Hans Herkommer. Anerkannt 26. VIII 24 die Bauherrschaft P. Hermenegild O.M.Cap. “
Dieser Entwurf (Abb. 3) sieht einen sukzessiven Ausbau zu einer Vierflügelanlage unter Einschluss der Heilig-Kreuz-Kapelle vor, die mittels Vorhalle und Treppenanlage mit dem Baukomplex verbunden gewesen wäre. Dieser wäre auf die Kapelle fokussiert worden, die mit „Kreuz mit Treppe“ und den „Stationen“, in den gegenüberliegenden Bau integriert, eine zentrale Achse gebildet hätte. Akzentuiert worden wäre diese Achse zusätzlich durch die alte Baumallee. Wahrscheinlich waren von Anfang an wohl aus finanziellen Erwägungen mehrere Bauperioden ins Auge gefasst. Mit roter Farbe ist im Plan der komplette Südtrakt unterlegt, im Westen nur ein Teil, im Osten die Vorhalle mit Treppenanlage zur Kapelle hin (Abb. 4). Mit dem Neubau dieses Komplexes in Kombination mit der alten Kapelle wäre damit die Funktionsfähigkeit eines Klosters gewährleistet gewesen: Die Kapelle hätte als Wallfahrtsstätte und zugleich als (provisorische) Klosterkirche gedient. Nur rot umrandet ist in der Planvorlage der Flügelbau im Norden (heute Straße Raintal), „spätere Erweiterung“ ist vermerkt. Hier war die eigentliche Klosterkirche mit eigenem Chor und drei Seitenkapellen vorgesehen. Für den im ersten Bauabschnitt vorgesehenen Teilbau waren drei Geschosse geplant: Im Kel-lergeschoss waren u.a. „Waschküche“, „Holz und Kohlen“ und „Vorratskeller“ vorgesehen. Im Erdgeschoss war als erster Raum zur Kapelle hin die Sakristei angeordnet, dann wären „Beichtraumfür Schwerhörige“, vier „Beichtzellen“, weitere „Zellen“ sowie im Nordflügel „Refektorium“, „Küche“ und „Vorratskammer“ gefolgt. Im Obergeschoss wären 12 „Zellen“, allerdings mit unterschiedlicher Grundfläche sowie zwei größere Räume für „Priorat“ und Bibliothek“ untergebracht worden.

 

 

Dieser Entwurf einer geschlossenen Anlage hätte den freien Zugang von Wallfahrern in die „Gnadenkapelle“ wenn nicht verhindert, so zumindest aber eingeschränkt. Der Orden hätte eine starke Kontrollfunktion auf Kapellenbesucher und Wallfahrer ausüben können. Womöglich hätten sich Wallfahrt und Ordensleben gegenseitig zu sehr beeinträchtigt. Vielleicht ist deshalb diese Konzeption rasch verworfen worden: „nicht ausgeführte Pläne“. Mit grüner Farbe ist schon in diesem Entwurf eine Anordnung der Gebäude vorgeschlagen, die dem tatsächlich Realisierten doch schon recht nahekommt.13)
Bereits im September 1924 legte Hans Herkommer eine dritte Planungsvariante (Abb 5) vor, die nach wie vor die Konzeption einer geschlossenen Anlage verfolgt, allerdings in einer reduzierten Form: Sie hätte noch die „Stationenkapelle“ miteinbezogen, die Gnadenkapelle dagegen ausgeschlossen.14) Sie wäre zwar noch mittels einer Wandelhalle mit dem Klosterbau in baulicher Beziehung geblieben, aber, gleichsam vor dem Kloster liegend, jederzeit extern zugänglich gewesen. Die Grundidee einer zentralen Achsenbildung von Kapelle über Kreuz

 

Kapuziner-Kloster Blieskastel

 

A Abb. 2: Planentwurf „Kapuziner-Kloster Blieskastei. .. im Anschluß an die östlich liegende alte Gnadenkapelle… “ von Hans Herkommer vom Juli 1924: „Ansicht von Norden“, „Ansicht von Osten“, „Querschnitt“ (Quelle: Kosterarchiv Blieskastei, Mappe 4-2). A Abb. 3: Planentwurf „Neubau eines Kapuziner-Klosters im Anschluß an die östlich liegende alte Gnadenkapelle von Blieskastei“ von Hans Herkommer vom Juli/ August 1924: Grundriss einer geschlossenen Anlage mit Kapelle (Quelle: Kosterarchiv Blieskastei, Mappe 5-2).

 

 

Kapuziner-Kloster Blieskastel-2

 

A Abb. 4: Planentwurf „Neubau eines Kapuziner-Klosters im Anschluß an die alte Gnadenkapelle von Blieskastei“ von Hans Herkommer vom Juli/August 1924: „Ansicht gegen Osten“, „Ansicht gegen Norden“ (Quelle: Kosterarchiv Blieskastei, Mappe 5-2).

Abbildung 5 + 6

 

 

 

A Abb. 5: Planentwurf „Kapuziner-Kloster Blieskas­tei in Verbindung mit der 250 Jahre alten Gnadenka­pelle… “ von Hans Herkommer im September 1924. (Quelle: Kosterarchiv Blieskastei, Mappe 4-2). A Abb. 6: Planskizze „Entwurf zu einer Notkirche für das Kapuziner-Kloster Blieskastei“ von „Planfertiger Lehnhart“, undatiert: „Querschnitt“ und „Lageplan“. Dieser Entwurf ist insoweit von Interesse, als er den Bestand der ersten Bauphase wiedergibt (Quelle: Koster­archiv Blieskastei, Mappe 5-2).

 

Abbildung 7
Abb. 7: Auf dieser Aufnahme ist die erste Bauperiode dokumentiert. (Sammlung Hans Cappel).

 

auf dem Treppenpodest, Stationenhalle und Baumallee zum Eingangsportal des Kloster-Mittelbaus hin wäre grundsätzlich beibehalten worden.
Offensichtlich war es Hans Herkommer wichtig, die alte Baumallee nicht nur zu erhalten, sondern als Gestaltungselement in die neue Planung zu integrieren. Bereits auf dem Urkatas-ter von Blieskastelaus dem Jahr 1845 war die Wiese vor der Heilig-Kreuz-Kapelle mit Bäumen eingefriedet, und damit ein Vorplatz gestaltet. Möglicherweise waren diese Bäume mit dem Bau der Kapelle (1668/69) gepflanzt worden. Das Urkataster zeigt in der Mitte dieses Vorplatzes ein Ensemble (als „Kalvarienberg“?) von zwei Kreuzen (die beiden Schächerfigu-ren von 1685?) und in der Achsenmitte ein weiteres Kreuz, vermutlich die Kreuzigungsgruppe mit Maria, Maria Magdalena und Johannes vom Blieskasteier Bildhauer Matthias Weysser von 1804.15) Wie diese Werke sollten auch die alten Bäume – Hans Herkommer bezeichnete sie als „keltischen Baumbestand“ – ungeachtet der Änderung der Baupläne erhalten bleiben. Mittlerweile sind sie freilich der Axt zum Opfer gefallen.
Vor der Kapelle hätte sich somit nach den Planungen Herkommers ein eigener Platz, umsäumt von Bäumen gleichsam als Kirchen wände und mit dem offenen Himmel gleichsam als Dach, entwickelt. Die zugrunde liegende Symbolik bedarf hier keiner weiteren Erläuterung. Die Legende auf dem Plan vom September 1924 macht deutlich, dass der gesamte Bereich als eine Einheit verstanden werden soll: „KAPUZINER-KLOSTER IN BLIESKASTEL – IN VERBINDUNG MIT DER 250 JAHRE ALTEN GNADENKAPELLE ZUM HEILIGEN KREUZ AUF DEM HAINBERG (sie !) – KELTISCHER BAUMBESTAND VON 18 METER „HÖHE UMSCHLIESST KREUZIGUNGS GRUPPE UND STATIONENKAPELLE AUS DER ZEIT UM 1700 – ACHSIAL ZU DIESEM ALTEN BESTAND IST DAS NEUE KLOSTER GEPLANT MIT WALLFAHRTSKIRCHE“»
Am 22. September 1924 machte nach einer Messfeier in der Kapelle P. Hermenegild Kestel den „ersten Spatenstich“. Es bleibt (zurzeit) offen, ob hierzu und auch zur Grundsteinlegung am 5. Oktober bereits eine Baugenehmigung vorlag. Bischof Ludwig Sebastian feierte am Vormittag in der Pfarrkirche am Schlossberg ein Pontifikalamt mit Predigt. Nachmittags zog dann von der Kirche eine Prozession zur Kapelle. Nach einer weiteren Predigt, welche die Bedeutung der Wallfahrt hervorhob, legte der Bischof den Grundstein. Die Urkunde, die P. Hermenegild Kestel – bis zum Sommer 1925 für das Bauprojekt in Blieskastelverantwortlich – verlesen hatte, wurde zusammen „mit Millionen- und Milliardenscheinen der Inflation eingemauert“.17)
In einem eigenen Heft „Klosterbau Blieskastelmit Inneneinrichtung“ sind Einnahmen, u.a. aus Sammlungen in den Diözesen Trier und Speyer, aus Zuschussmitteln „vom Reich bzw. v. bay. Regierung“ und aus „Almosen“, wie auch Ausgaben verbucht. Der erste Eintrag auf der Aufgabenseite für „Mauerarbeiten u. Zimmermannsarbeiten und zum Teil Schreinerarbeiten: Türen u. Fenster von der Firma Wittemann“ in Höhe von 25.000 Franken datiert auf den 26. September 1924.18) Es folgen weitere Vermerke von Ausgaben für Schlosser-, Spengler-, Dachdecker-, Installations- und Terrazzoarbeiten, zumeist 1925 ausgeführt. Auch für Architekt Herkommer sind Summen in Höhe von 1.321 Franken und 5.761 Mark eingetragen – leider ohne Angabe eines Datums.19). Es bleibt offen, ob dieses Honorar allein für die Planung oder auch für die Bauleitung gezahlt wurde. Als Letztes wird im „Klosterbau-Heft“ die „Zusammenstellung der Bauauslagen“ eigens aufgeführt: Für „Äußerer Bau: schlüsselfertig“ werden „rund: 611.000,00 Franken oder 122.200,00 Mark“, für die „Öffentliche Bedürfnisanstalt“ „9.176,41 Franken“ und für die „Inneneinrichtung des Klosters“ „49.007,65 Franken“ angegeben. Es werden weitere Ausgaben für die „äußeren Anlagen“, womit wohl der Nutzgarten und nicht der Park mit der „Gräflnthaler Einsiedelei“ gemeint sein dürfte, sowie für die Gnadenkapelle aufgelistet. Dem Architekten wurden insgesamt 5.700 Mark ausgezahlt.20) Rechnungen zu diesen ersten Baumaßnahmen – ob vollständig, sei hier dahingestellt – haben sich erhalten. Die meisten sind von der Firma „ W. Wittemann, St. Ingbert. Hoch- und Tiefbaugeschäft mit Steinbruchbetrieb, Zimmerei, mechanische Schreinerei und Glaserei“ ausgestellt. Die erste Rechnung datiert vom 30. September 1924, die letzte – ebenfalls vom Unternehmen Wittemann – vom 31. März 1926 für die Freilegung und das Verputzen der äußeren Einfassungsmauern. Bestätigt wird dieses letzte Datum durch eine handschriftliche „Zusammenstellung der Rechnungen der Firma Wittemann“ von einem Mitarbeiter von „Regbmstr.“ (Regierungsbaumeister?) Hans Herkommer, aufgestellt in St. Ingbert am 9. Juni 1926. Damit dürfte die Bauzeit bzw. der erste Bauabschnitt des Klosters, teilweise als „Bruchsteinmauerwerk (Bossenmauerwerk) in Kalkmörtel“, teilweise „in Cementmörtel“ hochgezogen, zeitlich in etwa einzugrenzen sein: September 1924 (Spatenstich) – März 1926 (letzte Rechnungstellung). Die „Bruchsteine zum Klosterneubau“ wurden vom „Steinbruche (der Fa. Wittemann, B. B.) zu Blieskastei“, der Sand wurde aus der „städt. Sandgrube in Blieskastei“ geliefert.21) Einem Zeitungsartikel aus dem Jahr 1975 anlässlich der 50-Jahr-Feier des Klosters ist zu entnehmen, dass am 5. Juli das Kloster von Provinzial Emmeran eingeweiht und es einige Wochen später, am 10. August 1925, von Pater Justin Bettinger mit sieben weiteren Konven-tualen bezogen wurde.22)
Erwähnenswert sei, dass auf einigen vorliegenden Rechnungen (29. Juli und 13. September 1925) der Architektenstempel Herkommers einen Zusatz aufweist: „Architekt D.W.B. Hans Herkommer Stuttgart-Saarbrücken“, im Auftrag seines Büros unterzeichnete „Güthler“.23)

2. Bauphase (1926 – 1928/29) „Notkirche“ – „Klosterkirche“
Offensichtlich stockten nach Abschluss des „Klosterneubaus“ die Arbeiten. Wie späteren, nachfolgend zitierten Schreiben des Klosters zu entnehmen ist, mögen zwei Gründe dafür ausschlaggebend gewesen sein. Offensichtlich kam es nach Juni 1926 zwischen den Verantwortlichen des Klosters und dem Architekten Herkommer, dessen Namen nach diesem Zeitpunkt in den klösterlichen Unterlagen nicht mehr erscheint, zu unüberwindbaren Kontroversen über die (weitere) Gestaltung des Klosters. Ob sich nun Herkommer aus dem Bauprojekt zurückzog, weil er seine Vorstellungen nicht (mehr) durchsetzen konnte, oder ob die Patres ihm kündigten, ist anhand der klösterlichen Quellenlage nicht zu klären. Ferner führten sicherlich die hohen finanziellen Belastungen zum Baustillstand.
Um aber den Strom der Pilger bewältigen zu können, wurde die „Erstellung einer Notkirche “ auf der Rückseite des Hauptbaus (Westen) – gegen den späteren Park zu – erwogen. Hierzu wurden offensichtlich mehrere Entwürfe – im Februar und April 1927, einmal undatiert -vorgelegt, auf die näher einzugehen sich nicht lohnt, da dieses Projekt von der Ordensleitung abgelehnt wurde.25) Sie sind insofern von Interesse, als sie den Bestand abzeichnen: So war von September 1924 bis März 1926 ein Winkelbau mit dem „Hauptbau’1 im Westen (mit Ausnahme des Glockenturms) und dem „Seitenbau“ im Süden errichtet worden. Es ist durchaus möglich, dass dieser Baukomplex mit den im September 1924 gezeichneten Vorlagen Herkommers übereinstimmte.
Im Februar 1928 unternahm P. Justin Bettinger, Hausoberer in Blieskastelvon August 1925 – 1928, mit einem Schreiben „an das hohe Definitorium der bayr. Kapuzinerprovinz“ einen weiteren Vorstoß zum Bau einer Notkirche, nunmehr auf dem Standort des vorgesehenen Nordflügels. Da dieser Brief einen aufschlussreichen Einblick in das Wallfahrtsgeschehen nach dem März 1926 gewährt, wird er gänzlich abgedruckt: „Als uns im Jahre 1924 die Wallfahrt in Blieskastelübergeben wurde, stellte uns die hiesige Kirchenverwaltung ein Gelände u. eine Kapelle zur Verfügung. Unsere Aufgabe war es nun zunächst, ein Kloster zu bauen und die spätere Aufgabe wird es sein, die Wallfahrtskirche zu bauen. Die an sich sehr notwendige Kirche zu bauen, dazu fehlen uns die Mittel. Der Zustand, wie er zur Zeit besteht ist aber auf die Dauer unerträglich. Wir haben die Wallfahrtskapelle, die etwa 200 Leute fasst u. aus-serdem eine provisorische Hauskapelle in unserem Kloster, die etwa 80 Leute fasst u. die gleichzeitig uns als Chor dienen muss.
Wir sind also während der Wallfahrtszeit in den meisten Fällen aufs Freie angewiesen. Die Leute müssen im Freien stehen auf dieser windigen Anhöhe, nachdem sie sich beim Ersteigen der 150 Treppen warmgelaufen. Kommt noch Regen dazu, was wir voriges Jahr sehr oft erlebten, dann ist der Aufenthalt im Freien für die Pilger eine grosse Zumutung. Der Umstand hat auch schon viele Pilger abgehalten, „was mir Geistliche u. Laien versichert haben. Wir Patres sind in sehr vielen Fällen gezwungen, im Freien zu amtieren, zu celebrie-ren, aber da macht das Ordinariat Schwierigkeiten, zu predigen, dazu gehört eine gute Lunge u. auch die wird auf die Dauer ruiniert, denn wir – der einzelne oft – müssen nicht etwa vielleicht nur die Woche einmal, sondern manchmal an einem Tag 2-3 mal im Freien predigen. Darum betrachte ich es als eine Gewissenssache, dass etwas geschehen muss, aus Rücksicht auf die Wallfahrer, die uns schließlich ausbleiben, aus Rücksicht auf die Patres, die auf die Dauer ihre Gesundheit opfern.

Dazu kommt noch ein Umstand, der – vielleicht noch wichtiger ist, als die beiden genannten: Wir haben für uns, die Familie, keinen Raum, wo wir ganz für uns, frei von Weltleuten unsere religiösen Uebungen verrichten können. Man könnte einwenden, einfach die Hauskapellefür die Leute sperren. Aber, da die Wallfahrtskapelle zu klein dient uns die Hauskapelle als notwendige Ergänzung bei Wallfahrten. Wohl ist die Hauskapelle in der Frühe bis 6 Uhr gesperrt, ebenso von 11.30 – 1.30, 4.30 – 5 Uhr; fettgedruckte Plakate verkünden das, aber ich darf noch die nötigen Brillen stellen, dass diese Plakate gelesen werden u. finde auch bei dem jeweiligen Portner, es haben schon die verschiedenen Brüder an der Pforte aus geholfen – nicht die erforderliche Unterstützung. Also einen Raum, wo wir ungestört während des Tages beten können, haben wir nicht.

Dazu noch ein Umstand. Zum Beichthören stehen uns 2 Beichtstühle in der Wallfahrtskapelle zur Verfügung – 2 Marterkästen -, die wir deshalb nur im Falle eines Gottesdienstes in der W.kapelle benützen, sonst hören wir in den beiden Beichtzimmern im Klostergang Beichte, das hat aber den Nachteil, dass man die Beichtkinder nicht im Auge hat u. dass deshalb oft, namentlich von der jungen Welt, Unfug getrieben wird.

Aus diesen Gründen, sinne ich Tag u. Nacht, wie diesem Notstand gesteuert werden kann. Der Plan, hinter das Kloster eine Halle zu bauen fand die Billigung S. Paternität P. Franz Seraph nicht, weil er glaubte es sei nur eine halbe Sache, wenn etwas geschehe, dann so, dass man dadurch der Kirche näher komme; u. dass etwas geschehen muss, dass hat er mir selbst in seinem letzten Schreiben vom 25. Dez. 1928 (sie!) zugestanden: ,Ich weis s, wie unangenehm die Verhältnisse für Patres u. Wallfahrer sind, solange keine Kirche da ist. Sie dürfen mir glauben, dass ich öfter schon gedacht habe wie man der größten Not abhelfen könnte, solang man das Geld nicht hat zu einem eigentlichen Kirchenbau. Es wird sich noch ein durchführbarer Gedanke ergeben.‘

  1. glaube eine Lösung gefunden zu haben, die sich verwirklichen lies – an das Kloster wird an der Nordseite, die noch nicht ausgebaut ist ein Teil angebaut, so dass der linke (südl.) Teil u. der rechte (nördl.) Teil gleich lang ist, so dass die Pforte genau in der Mitte ist. An den nördl. Teil soll sich ohnehin später die Kirche anschließen.

Was jetzt gebaut werden soll, kann zum Teil noch zum Kloster, zum Teil zur Kirche geschlagen werden, so dass fast nichts verloren geht, nur die eine Wand – gen Norden müsste später fallen. Die jetzige Hauskapelle wie Sakristei u. zugleich unser Chor – gesperrt für die Leute. Außer – kann man die im 1. Stock vorgesehene Krankenzelle als Stanzet herrich – das Fenster ist nur noch herauszubrechen.

 

Würden noch 12,50 m an der Nordseite angebaut, das wäre dann die Breite der Notkirche u. 19,50 m bis an die rückwertige Grenze zurückgebaut, das s dieser neugebaute Teil im Innern einen Flächeninhalt von 12 zu 18,50 hätte u. auf den Quadratmeter 4 Personen gerechnet 12 x 18,50 x 4 ca. 700 Personen fasste, rechnet man das Presbyterium ab doch 600 Personen untergebracht -werden könnten u. richtet man noch eine Empore u. Galerie ein, die ich auch vorsehen u. wenn die Finanzen reichen, bauen möchte, dann könnten wir etwa 1000 Leute unterbringen.

Der Rohbau käme nach meiner u. des Architekten Berechnung auf circa 60 000 F das „wären 10 000 M. 25 000 Franken habe ich beisammen (ich habe am 1.2. wieder 12 000 Fr. Schuldabtragung nach Strassburg geschickt), noch 25 000 Fr. bekäme ich zur Verfügung gestellt, so dass es mir nicht Angst wäre für das Geld aufzukommen. Die Fenster wird Br. Ludger machen, die Grabarbeiten wir selbst u. schliesslich noch ein p. Taglöhner. Freilich billiger käme auch, wenn ich noch ein p. Werkbrüder bekäme, aber da sind die Aussichten zu schlecht, da bin ich bei diesbezügl. Anträgen schon so oft abgeblitzt, dass ich es gar nicht mehr wage, einen derartigen Antrag nochmals zu stellen.

Das hohe Definitorium darf mir glauben, dass ich, wenn ich, obwohl ich hier in Blieskastelin den ,letzten Zügen liege‘, trotzdem dieses Unternehmen wage, mehr der Not gehorche als dem eigenen Triebe. Ich könnte je denken, habe ichs 30 Monate ausgehalten, wird es die 6 Monate auch noch gehen. Aber ich sage mir: Der neue Obere braucht „wieder seine Zeit bis er die Situation erfasst, dann hängt die Geschichte wieder. Ich möchte möglichst bald beginnen aus 3 Gründen: 1. Dass die Bauerei nicht in die Wallfahrtszeit hineinkommt, 2. Dass es nicht auf der einen Seite heisst, er hat noch die Bauerei begonnen, damit er noch bleiben kann, oder 3. auf der anderen Seite, jetzt steht er mitten im Bau, jetzt können wir ihn nicht gut abschieben. Nein gerade das Gegenteil, wenn ich wüsste, dass ich mich dadurch noch auf längere Zeit hier binden sollte, würde ich lieber die Finger davon lassen. Ich fasse nochmals alles zusammen: 3 Ziele sollen durch den Neubau erreicht werden: 1. Hebung der Wallfahrt. 2. Schonung der Arbeitskräfte. 3. Förderung des religiösen klösterlichen Lebens und diese 3 sind eins. Und da ich der sicheren Hoffnung lebe, dass auch die hochw. Provinzleitung diese Ziele im Auge hat, darf ich bestimmt erwarten, dass die Provinzleitung die Genehmigung nicht versagt. „Hodie, si vocem ejus audieritis nolite obdurare corda vestra/„26)

Ein Antwortschreiben mit Betreff „Baupläne von Blieskastei“ vom „Fabricerius Provin-ciae“, Sigisbert Greinwald von Augsburg, der nach eigenem Bekunden das Blieskasteier Kloster noch nicht besuchte hatte, folgte rasch, am 16. März 1928; in diesem machte er „ Vorschläge und Bedenken“ weniger architektonischer, sondern eher pragmatischer Art (z.B.:

Lüftung, sanitäre Anlage).2?) Auffällig ist, dass er in seinem Schreiben den Begriff „Saal“ und nicht „Kirche“ oder „Kirchenraum“ benutzte (Abb. 7).

Möglicherweise – die Datenfolge legt es nahe – bezog sich ein Angebot des Maurermeisters Andreas Buchheit aus Neualtheim, heute Pinningen, vom 20. April 1928 auf dieses Bauvorhaben „Notkirche bei dem Kloster Blieskastei“, von welchem im Klosterarchiv Blieskasteljedoch keine Planunterlagen vorzuliegen scheinen.28)

Eine Statische Berechnung zum Klosteranbau Blieskastei“ – ebenfalls als „Bruchsteinmauerwerk in Kalkmörtel“ geplant – wurde von einem Kaiserlauterer Bauingenieurbüro am 23. April vorgelegt und vom St. Ingberter Bezirksbaumeister am 28. April 1928 geprüft.29) Am 4. Juli 1928 reichte Superior P. Justin Bettinger beim Bezirksamt (Landkreis) St. Ingbert offensichtlich geänderte Pläne für den „Klostererweiterungsbau“ ein: „Zu den beiliegenden geänderten Plänen möchte ich folgende Erklärung abgeben. Als das Bauen begann, hat sichs gezeigt, dass der Neubau nach dem ersten Plan ein 4eckiger Kasten geworden wäre, deshalb wurde der Bau in die Länge gezogen. Da der Neubau auf Jahre hinaus zur Abhaltung von Gottesdienst benutzt werden muss, bis einmal die Mittel vorhanden sind, eine richtige Wallfahrtskirche zu bauen, ist es Bedürfnis, den Raum im Innern einigermassen kirchlich zu gestalten, u. aus diesem Grunde ein Chor einzubauen. Um nun auch nach Aussen dem Neubau ein würdigeres Gesicht zu geben u. den inneren Zweck nach Aussen zu zeigen, wurden die Fenster geändert u. die Spitzbogen wie beim Portal gewählt. Um das Chor genügend zu beleuchten u. die kahle Fläche von 14 m zu beleben, wurden auch an der Westseite w 3 Spitzbogenfenster angebracht. Lauter Veränderungen, die den Neubau gewaltig gehoben haben. Dass die Möglichkeit gegeben ist, später einmal, den Raum zu heitzn, soll das Chor unterkellert werden. Der dazu notwendige Kamin wurde aus praktischen Gründen verlegt. Dass die geänderten Pläne jetzt erst eingereicht werden, liegt die Schuld am Architekten. 30) Es könnte durchaus sein, dass mit dem „ersten Plan“, der den Neubau als einen „4 eckigen Kasten“ konzipiert hat, eine der Planvarianten von Hans Herkommer aus dem Jahr 1924 gemeint ist. Dies könnte ein Indiz für das Zerwürfnis zwischen den Blieskasteier Kapuzinern und dem Architekten Hans Herkommer sein.

Der gegen Ende des Schreibens des Verzuges gescholtene Architekt war offensichtlich P. Weiß, Saarbrücken.31) In einen nur auf 1928 datierten „Preisangebot über Ausführung der Klempnerarbeiten zum Glockenturm der Klosterkirche “ wird von Architekt Weiß erstmals in den vorliegenden Schriftstücken der Begriff „Klosterkirche“ verwendet.32) In seinen finanziellen Nöten richtete am 26. November 1928 nunmehr Superior P. Walther Emmert vom Kapuzinerkloster Blieskastel(„conventus capuzinorum Blieskastel“), der für drei Jahre (1928 – 1931) Pater Justin nachfolgte, einen Zuschussantrag „an die Regierungskommission des Saargebietes“. In einem Schreiben an den Bürgermeister von Blieskastelvom 12. Dezember 1928 erläuterte er das Bittgesuch: „1) Das Kloster leistet fast jeden Sonntag Aushilfe in der Seelsorge in den Pfarreien des Saargebietes. 2) Jährlich werden 40 – 50 000 Wallfahrer seelsorglich betraut: eine Unsumme von Arbeit; von Mai bis Oktober müssen die Patres fast täglich 1-3 Mal predigen.

Das Wallfahrtskloster gilt als Lieblings-Ausflugsort für die Arbeiterbevölkerung des Industriebezirkes Neunkirchen-Saarbrücken. Der schweren Luft der Fabriken und Gruben entronnen fühlen sich die Leute auf der sonnigen Höhe des Wallfahrtsklosters glücklich und gehen körperlich erholt und seelisch neu gestärkt wieder an die Arbeit Durch Schaffung schöner Naturanlagen ist das Wallfahrtskloster bestrebt, den Besuchern alles zu bieten. Die Erstellung einer Wallfahrtskirche war eine unbedingte Notwendigkeit. Die Tausende von Besuchern wussten bei einfallendem Unwetter oft nicht, wo sie ein schützendes Dach finden könnten. Diesem allgemein beklagten Uebel ist durch die neue Wallfahrtskirche abgeholfen worden, wofür die Bevölkerung des Saargebietes den Kapuzinern dankbar ist. 3) Es ist Tatsache, dass im Sommer fast täglich Schulen mit ihren Lehrkräften kommen, denen von den Patres Vorträge über Heimatkunde gehalten werden.

Aus diesen Gründen verdient das Wallfahrtskloster vonseiten der Saarregierung reichste Unterstützung, damit die Kirche fertiggestellt werden kann, und damit die Patres ihrer kulturellen Aufgabe fruchtbringend obliegen können. 33)

Die Argumentation des Superiors der Saar-Regierung gegenüber ist sicherlich nicht uninteressant: Er verwies nicht nur auf das Seelenheil der Arbeiter, sondern auch auf deren körperliche Stärkung, die diesen beim Klosterbesuch zuteil wurde. Damit trüge das Wallfahrtskloster letztendlich zur Steigerung der Wirtschaftskraft im Saargebiet bei. Allerdings schrieb der Superior über den Bau der Wallfahrtskirche wiederholt im Präteritum, so als sei dieser abgeschlossen. Im Schreiben gleichen Datums ebenfalls an das Bürgermeisteramt Blieskastelist dagegen von der im Bau befindlichen Kirche die Rede. Auch dieses Schreiben wird wiedergegeben, da es einen Überblick über die Baufinanzierung sowie einen Einblick in die schweren Finanznöte des Klosters gewährt:

 

„Betreff: Finanzierung des Kloster-& Kirchen-Neubaues.

I) KLOSTER: Auf unserem Klosterbau, der vor 3 Jahren fertig wurde, lastet noch eine Schuld von Frs. 250 000.-
 II) KIRCHE:   Die Kirche befindet sich noch im Bau.
 1) Bisherige Bauauslagen  Frs. 463 972.-
Noch zu erstellende Arbeiten:Kapellenstützmauer,Bodenbelag, Altäre, Kirchenanlage   Frs. 180000.- Sa Frs. 643 972.-
 2) Gedeckt sindDurch AlmosenDurch Vorschussanleihe   Frs. 92 972.-Frs. 180 000.- Sa Frs. 272 972.-
 3) Zusammenstellung:GesamtkostenGedeckt durch Almosen & VorschussanleiheRESTSCHULD   Frs. 643 972.-  Frs. 272 972.-  Frs. 371 000.- 34)

 

 

Die Finanzlast für das Kloster Blieskastelwar schon enorm. Die Begriffe „Halle“, „Notkirche“, „Saal“, „Klosteranbau“, „Glockenturm“, Klostererweiterungsbau“, „neue Wallfahrtskirche“, „Kloster- und Kirchen-Neubau“, die in den Schriftstücken des Jahres 1928 verwandt wurden, zeigen, wie komplex und diffus die Planungssituation in jener Zeit war. Im Klosterarchiv fehlen allerdings Planunterlagen zum tatsächlichen Bau, ebenso Schriften, die den definitiven Entscheidungsprozess für den Bau der Klosterkirche im Norden („Raintal“) beinhalten. Offensichtlich ist sie so errichtet worden, wie sie sich den heutigen Besuchern präsentiert. Während die Einsichtnahme in die klösterlichen Unterlagen allein keine endgültige Klärung über das konkrete Baugeschehen ermöglicht, bietet ein Zeitungsbericht aus dem Jahr 1979 unter Bezugnahme auf eine „Klosterchronik“ eine präzise Zeitenfolge an: „Architekt Weiß aus Saarbrücken legte einen Planungsentwurf vor. Die Ordensprovinz war einverstanden (16. März 1928) und auch in Speyer war die Zustimmung sicher (19. März 1928).

 

Die Stadtverwaltung Blieskastelund das Bezirksamt St. Ingbert genehmigt den Bauplan (26727. April 1928). Das Kloster kaufte den Steinbruch Lampel und seit seiner Besitzergreifung arbeiteten darin drei Steinbrecher und zwei Tagelöhner.

Am 1. Mai, um 6.30 Uhr, erfolgte der erste Spatenstich, und gleich anschließend begann der Erdaushub. Die Landwirte Sand/Herbitzheim, Morguet/Blickweiler und die Gebrüder Wannemacher/B ierbach leisteten kostenlose Fuhrdienste. Von den Sandgruben in Mimbach und Lautzkirchen (pro Wagen 10,- Frs.) und von einer städtischen Grube (kostenlos) wurde Sand beigefahren. Beim Kalkwerk Blickweiler wurde Kalk eingekauft (Zentner 5,80 Frs.). Baumeister Buchheit aus Neualtheim begann am 8. Mai die Maurerarbeiten und hatte bis zum 8. Juni das Mauerwerk durchschnittlich vier Meter hochgezogen. Ende Juli war der Rohbau fertig und innen verputzt. Am 16. August war Richtfest. Am Allerseelentag (2. November) wurde das aus der Werkstatt von August Keßler gestiftete und von Malermeister Quack für 700 Frs. mit Blattgold versehene 18 kg schwere Kreuz auf den von dem Spengler Bug verkleideten Turm gesetzt.

Mit bischöflicher Erlaubnis nahm P. Walter Emmert am 1. Advent (27. November) – so steht es in der Klosterchronik – die Benediktion (Weihe) der Kirche vor.

[…]

Was zunächst als ,Raum‘, ,Halle‘ und ,Notkirche‘ in Angriff genommen wurde, stellte sich als ein gelungenes Bauwerk heraus. Nach der Baukostenrechnung wurden dafür 547 596,28 Franken oder 91 264,33 Reichsmark aufgewendet.

Viele einheimische und auswärtige Handwerker haben an der Kirche gearbeitet. Nur einer arbeitete ganz umsonst: Die Steinmetzarbeiten für die drei neuen Altäre aus dem Steinbruch oberhalb des jüdischen Friedhofs wurden von dem Grubenarbeiter Michael Nicklaus von hier – ,ohne Entgeld‘ – durchgeführt.

Die feierliche Konsekration der neuen Kirche, die bischöfliche Weihe, erfolgte am Ostermontag 1929″.35)

Der Ostermontag des Jahres 1929 fiel auf den 1. April. Die Weihe nahm Bischof Ludwig Sebastian vor, der viereinhalb Jahre zuvor den Grundstein für den Klosterneubau gelegt hatte.

3. Bauabschnitt (1932/33) Vollendung des Südtraktes

In den Jahren 1932/33 wurde offensichtlich der letzte Bauabschnitt angegangen. Während uns für den Bau der Kirche schriftliche Unterlagen heute vorliegen, Planunterlagen dagegen fehlen, ist nunmehr die Quellenlage umgekehrt. Es liegen drei Pläne vor, aber Schreiben überhaupt nicht.

 

Der Plan des Architekten Stopp, Scheidt, vom 1. August 1932 sieht einen 26 m langen Erweiterungsbau am südlichen, aus fünf Fenstergruppen bestehenden Seitenbau vor. Der Portalbereich wäre fast mittig platziert worden. Den Abschluss hätte zum Osten hin („Bliesgaustraße“) einen Eckrisalit mit einer „Missionsausstellung“ im Erdgeschoss gebildet. Die Fenster – vier Dreiergruppen, eine Zweiergruppe – sind mit Spitzbögen eingezeichnet. Die Kosten für den Rohbau wurden auf dem Plan handschriftlich mit 150.000 Francs, für den Gesamtbau mit 270.000 Francs veranschlagt.36) Dieser Plan ist augenscheinlich verworfen worden. Vom gleichen Architekten wurde am 31. Januar 1933 ein Plan (Blatt 1) für den 27 m breiten Erweiterungsbau aufgestellt, der am 2. März der baupolizeilichen Prüfung unterlag. Möglicherweise waren es wieder finanzielle Engpässe, welche das Bauprojekt auf Keller- und Erdgeschoss mit schwach geneigtem Flachdach („I. Bauabschnitt“) beschränkten (Abb. 8). Obergeschoss und Spitzdach wurden hintangestellt. Während Blatt 2 fehlt, hat sich Blatt 3 -ebenfalls vom 31. Januar 1933 – erhalten, das neben dem Grundriss des Kellergeschosses auch den Längsschnitt des gesamten Erweiterungsbaues zeigt: zweistöckig und mit Steildach (!). Anhand dieser widersprüchlichen Unterlagen muss an dieser Stelle offenbleiben, ob nun 1933 der Erweiterungsbau nur einstöckig mit Flachdach oder bereits zweistöckig mit Spitzdach ausgeführt worden ist.37)

Der Eingangsbereich ohne Fenstergruppe rückte gegen Osten auf den Eckrisaliten mit der „Missions-Aus Stellung“ zu. Eine Außentreppe an der östlichen Giebelseite führte zu den Kellerräumen. Zwölf Fenster, eingeteilt in vier Dreiergruppen, waren (bzw. sind) auf der Innenseite (Norden) und 15 Fenster, eingeteilt in fünf Dreiergruppen, auf der Rückseite (Süden) angeordnet. Während das Portal sein Spitzbogenelement beibehielt, bekamen die Fenster sämtlich einen scheitrechten Sturz. Ein „ Vorplatz,“ verteilte im Erdgeschoss die Besucher zur „Missions-Ausstellung“, zur „Verkaufs-Zelle“ oder zum 16 m langen „ Aufenthalts-Raum“, der allerdings zusätzlich über eine Treppe von der gegenüberliegenden (westlichen) Seite, also vom Klosterinnern, zu erschließen war. Diese Raumanordnung hat sich im Wesentlichen bis heute erhalten, die Räumlichkeiten dienten zuletzt der Gastronomie. Die Kellerdecken von Bestands- und Erweiterungsbau befinden sich des Gefälles wegen auf unterschiedlichem Niveau (Abb. 9).

Im Klosterarchiv sind zum Neubau keine weiteren Planunterlagen mehr erhalten. Die letzten datieren, wie kurz zuvor ausgeführt, auf den 31. Januar 1933. Es bleibt daher offen, ob in den Jahren 1933/34 der Klosterbau komplett abgeschlossen worden ist – es ist wohl anzunehmen. Es hat sich in den Unterlagen noch eine Handskizze erhalten, welche eine Planung des westlich des Klosters liegenden Parks mit (rot markiertem) Wegenetz und Plätzen zeigt. Sie dürfte mit der heutigen Gestaltung weitgehend übereinstimmen, leider ist sie undatiert.38)

 

Abbildung 8

A Abb. 8: Planvorlage „Kapuziner-Kloster BlieskastelErweiterungsbau…!. Bauabschnitt“, aufgestellt von Architekt Stopp, Scheidt, vom 31. Januar 1933, Hauptansicht (Quelle: Kosterarchiv Blieskastei, Mappe 4-3).

 

Abbildung 9

 

A Abb. 9: Planvorlage „Kapuziner-Kloster BlieskastelErweiterungsbau…!. Bauabschnitt“, aufgestellt von Architekt Stopp, Scheidt, vom 31. Januar 1933, EG-Grundriss (Quelle: Kosterarchiv Blieskastei, Mappe 4-3).

 

Auch der Planentwerfer ist nicht vermerkt. Bekannt ist in Blieskastei, dass die szenischen Darstellungen in dieser Anlage vom taubstummen Künstler Karl Riemann geschaffen wurden, der kurz vor Kriegsende, am 20. März 1945, infolge seiner taubstummen Behinderung tragischerweise von amerikanischen Soldaten erschossen wurde.39) Es ist davon auszugehen, dass der Park jedenfalls noch vor Kriegsbeginn angelegt worden ist.

Es sei noch nebenbei erwähnt, dass zu Beginn der 1930er Jahre vom Kloster Blieskastelein „Bruder-Konrad-Ritt“, der am achteckigen „Bruder-Konrad-Brunnen“ in der Parkanlage vorbeizog, eingeführt wurde – allerdings nur für wenige Jahre. Er wechselte bereits an Pfingstmontag 1935 in das Grenzdörfchen Utweiler über.

Spätere Umbauplanungen

Ungeachtet der Instandsetzungsmaßnahmen 1946 unter der Federführung von Architekt Weiß, Saarbrücken, zwecks Beseitigung kriegsbedingter Schäden aus dem Jahr 1944 standen Planungen zu größeren baulichen Aktivitäten wohl erst Anfang der 1960er Jahre an: Das Dach bzw. die Decke und die Nordwand wiesen Schäden auf, auf deren Beseitigung die Untere Bauaufsichtsbehörde des damaligen Landkreises St. Ingbert insistierte. Die Klosterkirche erwies sich überdies angesichts des Besucherandranges als zu klein, sie sollte daher erweitert werden. Es bestand deshalb auf Seiten des Klosters die Absicht, erforderliche Sanierungsmaßnahmen mit neuen Erweiterungs- und Gestaltungsmaßnahmen zu verknüpfen.

Planunterlagen aus dem Jahr 1962 sehen eine Erweiterung der Klosterkirche zu einem Bau auf (nahezu) quadratischem Grundriss (33 x 33,50 m) vor, der fast 1.000 Sitzplätze ermöglicht hätte. In einer der vorliegenden Varianten wäre der Altar in das Zentrum des Kirchenraumes gerückt, belichtet durch eine exakt darüber befindliche Dachkuppel. Es war eine moderne Formensprache vorgesehen.40)

Zwei Jahre später baten die Blieskasteier Kapuziner Oberbaurat a.D. Wilhelm Schulte (Spey-er) um Planskizzen.41) Im „Erläuterungsbericht zu den Ideenskizzen für die Erweiterung der Wallfahrtskirche in Blieskastei“ führte hierzu Diözesanbaurat Schulte aus: „ Veranlassung: Die bestehende Kirche, aus einem Pilgersaal (!) entstanden, ist seit langem an Wallfahrtstagen zu klein. Außerdem ist die Dachkonstruktionfür die untergehängte schwere Rabitzdecke zu schwach, der Schub der Binder hat bereits eine Ausbauchung der Nordwand bewirkt. Da zudem ein Teil des Holzwerkes vom Holzbock befallen ist, muß eine

Erneuerung nicht nur der Decke, sondern des ganzen Dachstuhles ins Auge gefasst -werden. Dabei soll eine Erweiterung der Kirche erfolgen.

Durchführung: Es ist nur ein Herausrücken nach Norden möglich besonders im Hinblick auf den Umstand, daß möglichst viel vom alten Bestand erhalten bleiben soll. Das östliche ca. 10 m lange Joch, in welchem sich die Orgelempore befindet, bleibt stehen, ebenso die Süd- und Westwand; an dieser ist späterhin bei Bedarf eine Erweiterung durch Beichtkapellen gegen die Friedhofsmauer hin möglich.

Der Grundriß wurde den Forderungen der liturgischen Bewegung entsprechend so gestaltet, daß kein längs gerichteter Raum mehr verbleibt, sondern eine Gruppierung der Gläubigen im offenen Halbkreis um den Opferaltar ermöglicht wird. Der Hauptzugang führt durch das Kloster, neben der Pforte. Auf diese Weise fällt der Blick des Eintretenden direkt auf die von oben hell beleuchtete Altarzone und die derzeitige Eingangsportalnische kann für den Freialtar benutzt werden. Ein 2. Zugang wurde an der Westseite für die vom Parkplatz kommenden geschaffen. Einzelheiten sind aus den Skizzen ersichtlich; der Kirchenraum soll mehr Licht von Süden erhalten wie der bisherige … 42>

Allerdings verweigerte „die Hochwürdigste Provinzleitung“ ihre Zustimmung zu den Blies-kasteler Erweiterungsplänen, sodass diese nicht umgesetzt wurden.43) 1967 wurden – aus welchem Grund auch immer – Bestandspläne angefertigt, zweifelsohne ein weiteres Indiz für den sukzessiven Ausbau des Wallfahrtsklosters. In den Folgejahren (1968 – 70) wurden offensichtlich die erforderlichen Sicherungs- bzw. Sanierungsmaßnahmen durchgeführt und überdies der Innenraum der Kirche gemäß der Liturgiereform des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962 – 65) umgestaltet.

Schlussbemerkung

Die hier publizierten Ausführungen können nur provisorischen Charakter haben, da sie lediglich auf den Unterlagen des Klosterarchivs Blieskastelbasieren. Es ist nämlich durchaus davon auszugehen, dass sich mit der Einsichtnahme von Akten in weiteren Archiven, insbesondere im „Herkommer-Archiv“ und im Archiv der Deutschen Kapuzinerprovinz (München), neue Erkenntnisse gewinnen lassen und so die hier skizzierte Baugeschichte des Klosters nicht nur an Substanz gewinnt, sondern auch möglicherweise korrigiert wird. Schließlich sind einige Fragen offen geblieben: Der Bau der Wallfahrtskirche ist eher nur andeutungsweise erfasst worden. Auch war nicht zu klären, ob der Südtrakt gleich komplett oder nur mit dem Erdgeschoss ausgeführt wurde. Das Wallfahrtskloster hätte es zweifelsohne aus kunst-wie auch aus kulturhistorischen Aspekten verdient, als Untersuchungsobjekt einer breit angelegten wissenschaftlichen Arbeit ausgewählt zu werden.

Fest steht grundsätzlich, dass das Kloster mitsamt Kirche nicht in einem Zuge, sondern sukzessiv – wohl über einen Zeitraum von zehn Jahren – erbaut wurde. Von besonderem Interesse ist die Frage nach dem Architekten: Wessen „Handschrift“ trägt das Wallfahrtskloster Blieskastei? Bislang wurde wiederholt der renommierte Architekt Hans Herkommer als Plan-

Abbildung 10

 

A Abb. 10: Auszug aus dem Urkataster von Blieskastelvon 1845: Die Stationenhalle war noch nicht erbaut worden (Quelle: LKVK, Außenstelle St. Ingbert/Lizenznummer U-7/12).

Abbildung 11

 

 

 

 

 

entwerfer genannt, was zweifelsohne dem Klosterbau zusätzliche Reputation verlieh.44) Dies muss jedoch nach Einsicht der im Klosterarchiv befindlichen Unterlagen in Zweifel gezogen werden: Es kam allem Anschein nach schon früh zu einem Zerwürfnis zwischen Bauherr und Architekt Herkommer, der offensichtlich seine Bauidee einer geschlossenen Anlage nicht durchsetzen konnte. In der Ausstellung zu seinen Werken in Kaiserslautern 2010 bleibt das Blieskasteier Kloster unberücksichtigt.45)

Die Aufträge für spätere Bauabschnitte wurden nachweislich an verschiedene Architekten vergeben. Nichtsdestotrotz stellt sich das Kloster in seinem überkommenen äußeren Erscheinungsbild als sehr homogen dar. In einer eigenen Stilanalyse wäre zu klären, inwieweit die Formensprache Herkommers von den nachfolgenden Architekten übernommen oder abgeändert wurde. Es ist nicht auszuschließen, dass sie doch durchweg „Herkommerscher Prägung“ ist. Die Anfang der 1960er Jahre geplante Erweiterung der Klosterkirche nach Norden hin hätte fraglos die Proportionalität der Anlage ungünstig verschoben. Aus diesen Aspekten war es von Vorteil, dass sie unterblieb.

Sicherlich ist „das im Norden der Stadt auf einer Anhöhe über dem Bliestal gelegene Ensemble … – stilgeschichtlich betrachtet – keine Einheit“, was aber zweifelsohne diesem keinesfalls abträglich ist, es erhöht vielmehr das (kunst-)historische Interesse.46) So bedeutsam die ästhetischen Aspekte sind, für die meisten Besucher ist der Klosterberg vor allem eine Stätte besonderer Spiritualität und „historischen Atems“, was allein schon gleichsam magische Anziehungskraft ausübt.

Zitierweise

Nur Zitate aus den Quellen, d.h. aus den im Klosterarchiv Blieskastelaufbewahrten Schriftstücken, sind hier kursiv markiert worden, Zitate aus der Sekundärliteratur dagegen nicht. Die Zitate aus den Quellentexten halten sich in der Orthografie und Zeichensetzung weitest-gehend an die Originale. Verschreibungen werden daher wiedergegeben.

Quellen

Wie eingangs erwähnt, wurden für diesen Beitrag nur Schreiben und Planunterlagen des Klosterarchivs eingesehen. Zurzeit werden diese in fünf grünen Umschlagmappen aufbewahrt. Eine chronologische oder thematische Ordnungsstruktur ist freilich nicht erkennbar.

 

 

1) P. Zeno Ganser: Wallfahrtskloster der Kapuziner. In: Festschrift. 200 Jahre Schlosskirche Blieskastel1778 -1978. Hrsg. von der Kath. Pfarrei St. Sebastian Blieskastei. Blieskastel1978, S. 175 – 194. (In diesem Beitrag findet lediglich auf zwei Seiten (S. 188f.) der Baubeginn mit Spatenstich, Grundsteinlegung sowie Einweihung in Chronistenmanier Erwähnung. Der größte Teil dieses Aufsatzes widmet sich der Pfeilenmadonna, „Unserer lieben Frau mit den Pfeilen“, in der Heilig-Kreuz-Kapelle.)
Auf folgende Literatur zur Heilig-Kreuz-Kapelle, 1669 erstmals erbaut, sei verwiesen: Klewitz, Martin: Die Wallfahrtskapelle Heilig-Kreuz bei Blieskastei. In: Saarheimat. Heft 11 (1967) S. 99 – 104; Bonkhoff, Bernhard H.: Die Kirchen im Saarpfalz-Kreis. Saarbrücken 1987, S. 81 – 83; Reinert, Manfred: Die Barockmeister der Saarregion zwischen 1648 und 1789. Ihre Werke und ihre Bauherren. Ottweiler 2011, S. 143f.

2) Im Mittelalter gab es in der Saarpfalz drei Klöster: das Benediktinerkloster Böckweiler, das „Benediktiner-Zisterzienser-Kloster“ bei Wörschweiler sowie das Wilhelmitenkloster in Gräfinthal, das als letztes dieser mittelalterlichen Klöster 1785/86 aufgelöst wurde.

3) Zum Begriff „Krappendörre“ siehe Cappel, Hans: Die „Krappendörre“ in Webenheim. In: Saarpfalz. Blätter für Geschichte und Volkskunde (SBGV) 98 (2008/3) S. 40 – 47.

4) Wolf, Günter: Kapuzinerkloster Blieskastei, S. 60. In: SBGV 46 (1995/3) S. 60 – 62. Siehe des Weiteren: Debus, Karl Heinz: Joseph Georg von Ehrler Bischof von Speyer (1878 – 1905), S. 220f. In: Lebensbilder der Bischöfe von Speyer seit der Wiedereinrichtung des Bistums Speyer 1817/21. Festgabe zum 60. Geburtstag Seiner Exzellenz Dr. Anton Schlembach, Bischof von Speyer. Hrsg. im Auftrag des Domkapitels von Hans Ammerich. Speyer 1992, S. 193-223.
5) Wolf, Günter: a.a.O., S. 61.

6) Ebda., S. 62. In den Jahren 1895 bis 1907 versuchten in mehreren Schreiben der „Fabrikrath“, der Gemeinderat wie auch der Bürgermeister Eugen Hegemann von Blieskastei, die Entscheidungsträger doch noch für Blieskastelals Ort des Klosterneubaus zu gewinnen – allerdings vergeblich. Bei den örtlichen Pfarrgeistlichen fanden sie indes kaum Unterstützung für ihre Bemühungen. (Es sei Hans Cappel, Blieskastei, für diese Hinweise und auch für die Einsichtnahme in die entsprechenden Briefe gedankt.)

7) Ebda., S. 62. Siehe auch Schäfer, Franz Josef: Zur Geschichte des Kapuzinerklosters und Fidelishauses in St. Ingbert. In: SBVG 108 (2011/1) S. 13 – 25.

8) P. Zeno Ganser: a.a.O., S. 188.
Die Pfeilenmadonna entstammte dem der Legende nach 1243 gegründeten Wilhelmitenkloster Gräfinthal. Nach Auflösung dieses Klosters wurde die Skulptur von der Ausleerungskommission der Franz. Republik versteigert, sie wurde zunächst in der Sebastianskirche, dann in der Schlosskirche Blieskastelaufgestellt. 1829 wechselte sie dann zur Heilig-Kreuz-Kapelle über. Literatur hierzu: Lauer, Nikolaus / Jöckle, Clemens: Wallfahrt Blieskastei. Kunstführer H. 816. München u. Zürich 1996; Schmoll gen. Eisenwerth, Josef Adolf: Die Pietä aus dem Kloster Gräfinthal in der Kreuzkapelle auf dem Klosterberg bei Blieskastel/Saarland. Zur Datierung des hölzernen Vesperbildes ins 14. Jahrhundert. In: SBGV Sonderheft 1994, S. 50 – 64.

9) Heim, Manfred: Ludwig Sebastian Bischof von Speyer (1917 – 1943), S. 261f. in: Lebensbilder der Bischöfe von Speyer seit der Wiedererrichtung des Bistums Speyer 1817/21. Festgabe zum 60. Geburtstag Seiner Exzellenz Dr. Anton Schlembach, Bischof von Speyer. Hrsg. im Auftrag des Domkapitels von Hans Ammerich. Speyer 1992, S. 257 – 275.

10) Lahmann, Marina: Das Werk des Architekten Hans Herkommer (1887 – 1956) und sein Bezug zu den Strömungen der deutschen Architektur in der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts (Diss.). Mainz 1990. Es seien hier einige Kirchenbauten von Hans Herkommer aufgeführt, um einen ersten Eindruck zu seinem Schaffen zu gewinnen: Straßdorf bei Schwäbisch Gemünd (Pfarrkirche St. Cyriakus, erbaut 1913/15), Saarbrücken, St. Johann (Pfarrkirche St. Michael, 1923/24), Heilbronn (Pfarrkirche St. Augustinus, 1926), Ratingen (Herz-Jesu-Kirche, 1928), Frankfurt-Bockenheim (Frauenfriedenskirche, 1927/29), Schneidemühl (Pfarrkirche St. Antonius, 1928/30), St. Wendel (Pfarrkirche St. Anna, 1929/30), Stuttgart-Kaltental (Pfarrkirche St. Antoni-us, 1932), Mosbach (Pfarrkirche St. Cäcilia), Stuttgart-Sillenbuch (Pfarrkirche St. Michael, 1953), Stuttgart-Weilimdorf (Pfarrkirche St. Salvator, 1956/57).
11) Schneider, Reinhard: Betoninstandsetzung und Denkmalpflege. Das Sudhaus der Brauerei Becker in St. Ingbert. In: SBGV 84 (2005/1) S. 48 – 63.
12) Klosterarchiv Blieskastel(heute Mappe 4-2): Planungsentwurf „Stuttgart im Juli 1924″ von Hans Herkommer und auch Lageplan 1:500 mit der gleichen Aufschrift, allerdings undatiert.

13) Klosterarchiv Blieskastel(heute Mappe 5-2): Blaue Mappe mit der Aufschrift „ Baugesuch des Kapuzinerordens
zur Errichtung eines Klosterneubaus im Anschluß an die Gnadenkapelle in Blieskastei“. Diese Aufschrift ist
nachträglich durchgestrichen und ebenfalls in blauer Farbe ergänzt worden: „L nicht ausgeführte Pläne“. Auf
einigen Planvorlagen findet sich in der rechten oberen Ecke der Stempel „Architekt D. W.B. Hans Herkommer *
Stuttgart*“. Die Abkürzung D.B.W, steht für Deutscher Werkbund, dem Herkommer angehörte.

Unterzeichner vonseiten der Bauherrschaft war P. Hermenegild Kestel, geb. am 26. Dezember 1886, in den <S Orden eingetreten am 22. Juli 1906, zum Priester geweiht am 29. Juni 1906 und verstorben am 14. Juli 1966.
(Die Daten sind seinem „Sterbebild“ entnommen.) cd c/5

14) Klosterarchiv Blieskastel(heute Mappe 4-2): Plan von Hans Herkommer, „Stuttgart im September 1924″.

15) Siehe Urkataster von Blieskastelvon 1845 (im Landesamt für Kataster-, Vermessungs- und Kartenwesen, Außenstelle St. Ingbert). Die Stationenhalle („Stationenkapelle“) war zu dieser Zeit, 1845, noch nicht erbaut.

16) Klosterarchiv Blieskastel(heute Mappe 4-2): Plan von Hans Herkommer, „Stuttgart im September 1924″.

17) P. Zeno Ganser: a.a.O., S. 188. In der Zeit von 1931 bis 17.2.1935 war P. Hermenegild Kestel erneut als Superior in Blieskasteltätig (entnommen einer maschinengeschr. Zusammenstellung von P. Zeno Ganser, zur Verfügung gestellt von Hans Cappel).

18) Klosterarchiv Blieskastel(heute Mappe 4-5): Heft mit schwarzem Einband mit dem Titel „Bau“, auf der ersten Innenseite „ Klosterbau Blieskastelmit Inneneinrichtung „. Leider sind die Angaben zu Einnahmen und Ausgaben nicht konsequent chronologisch geordnet. Eintragungen für das Jahr 1926 wurden darin nicht mehr vorgenommen. Die erste von der Fa. Wittemann ausgestellte Rechnung datiert allerdings erst auf den 30. September 1924.

19) Ebda., (S. 15) (Diese Eintragung ist in roter Tinte geschrieben.).

20) Ebda., (S. 53-61) (Der Währungssatz von Mark und Franken wird darin mit l :5 angegeben.).

21) Klosterarchiv Blieskastel(heute Mappe 4-5): Rechnung der Fa. Wittemann vom 11. Oktober und 31. Dezember 1924.

22) (qu.): „Heute 50-Jahr-Feier mit einem Pontifikalamt. Wechselvolle Geschichte des Klosters. Einweihung am 5. Juli 1925 durch den Provinzial Emmeran“. In: Saarbrücker Zeitung (Lokal „Saarpfalzkreis“) Nr. 229 vom 4./5. Oktober 1975, S. 20.

23) Alle Rechnungen befinden sich wie das „Klosterbau-Heft“ im Klosterarchiv Blieskastei, in der (heutigen) Mappe 4-5.

24) Klosterarchiv Blieskastel(heute Mappe 4-3): Gelände-Austausch am Kapuziner-Kloster“, März 1926.

25) Klosterarchiv Blieskastel(heute Mappe 5-1): Planunterlagen Notkirche“ vom 30. Februar 1927 von Zimmergeschäft Gebr. Fey, Blickweiler; „Disposition zur Erstellung einer Notkirche“ vom 30. April 1927 von Zimmergeschäft Gebr. Fey, Blickweiler, und „Entwurf zu einer Notkirche für Kapuziner-Kloster, Blieskastei“, undatiert, von Planfertiger Lehnart.

26) Klosterarchiv Blieskastel(heute Mappe 5-1): Blieskastei, Februar 1928. An das hohe Definitorium der bayr. Kapuzinerprovinz! Betreff: Anbau an das Kapuzinerkloster“. Das lateinische Zitat aus dem Hebräerbrief (3,15) ins Deutsche übersetzt: „Heute, wenn ihr seine Stimme hört, / verhärtet euer Herz nicht!“ (Ich danke Martin Wolter für die Übersetzung und den Hinweis auf den literarischen Kontext.)

Pater Justin Bettinger aus Pirmasens (1887 – 1947) erhielt am 14. Juli 1913 von seinem Neffen, Kardinal Franziskus von Bettinger, in München seine Priesterweihe. (Für diese Hinweise sei Dr. Carolin Weichselgartner, Archiv der Deutschen Kapuzinerprovinz, München, gedankt.) Pater Justin Bettinger war später für rund ein halbes Jahr als Superior in Blieskastel(18.2. – 8.8.1935) und nochmals für längere Zeit – von 1938 bis 13.9.1947, seinem Todestag; entnommen der maschinengeschr. Zusammenstellung von P. Zeno Ganser, zur Verfügung von Hans Cappel.

27) Klosterarchiv Blieskastel(heute Mappe 5-1): München, St. Anton, den 16. März 1928. Betreff: Baupläne von Blieskastei“.

Sigisbert Greinwald von Augsburg war seinerzeit eine bekannte Persönlichkeit, er war Hausvorsteher in München, Gefängniskurator („Galgenpater“) und gehörte zudem der Baukommission („fabricius“) an. Frau Dr. Carolin Weichselgartner, Archiv der Kapuzinerprovinz, München, sei auch für diese Informationen gedankt.

28) Klosterarchiv Blieskastel(heute Mappe 5-1): Angebot des Maurermeisters Andreas Buchheit von Neualtheim auf die Maurerarbeiten zur Notkirche bei dem Kloster Blieskastei“ vom 20. April 1928.

29) Klosterarchiv Blieskastel(heute Mappe 5-1): Statische Berechnung zum Klosteranbau Blieskastel“ vom 23. April 1928. Auf dem ersten Blatt dieser Statik ist in anderer Schreibmaschinenschrift ein weiteres Datum nachgetragen worden: „Saarbrücken, den 26. Juli 1928″. Es mag sein, dass sich auf dieses Datum das nachfolgend im Text zitierte Schreiben des Superiors P. Justin vom 4. Juli 1928 bezieht.

30) Klosterarchiv Blieskastel(heute Mappe 5-1): Blieskastei, 4.7.28. Vom Kapuzinerkloster Blieskastei. An das Bezirksamt bezw. Bauamt zu St. Ingbert. Betreff: Klostererweiterungsbau „.

31) Auf der zuvor zitierten Statik (s. Anm. 29) ist in roter Farbe ein Stempel aufgedrückt: „P. Weis s Architekt Saarbrücken“. Auf einem Preisangebot ist seine Adresse angegeben: „P. Weiß, Architekt, B.S.A. Saarbrücken l, Hohenzollernstr. 92″ (ebenfalls heute Mappe 5-1).

32) Klosterarchiv Blieskastel(heute Mappe 5-1): Preisangebot über Ausführung der Klempnerarbeiten zum Glockenturm der Klosterkirche“ von Architekt Peter Weiß aus dem Jahr 1928.

33) Klosterarchiv Blieskastel(heute Mappe 5-1): Skizze für den Bürgermeister zur Begutachtung der Eingabe des Superiorats an die Saar-Regierung um Unterstützung für den Kirchenbau“ vom „12. Dezember 1928″ („Abschrift“).

34) Ebda., Kapuzinerkloster Blieskastei. Den 12. Dezember 1928. An das Bürgermeisteramt Blieskastei. Betreff: Finanzierung des Kloster- & Kirchen-Neubaues“ („Abschrift“).

35) Cappel, Hans (hc): Klosterkirche Blieskastelwird 50 Jahre alt. Bischöfliche Weihe vor 4000 Gläubigen – Ein großes Werk geschaffen“. In: Saarbrücker Zeitung (Lokal „Saarpfalzkreis“) vom 4. April 1979, S. 20. Die im Bericht genannte, offensichtlich reichlich mit Datenangaben gefüllte „Klosterchronik“ liegt dem Verfasser nicht vor.

Es sei darauf verwiesen, dass die hier genannten Zahlen für die Baukosten nicht mit den Angaben des Schreibens von P. Walther Emmert vom 12. Dezember 1928 (s. Anm. 34) übereinstimmen.

Siehe auch: Becker, Hermann Joseph (H.J.B.): „Die Hüter des Heiligtums Unserer lieben Frau mit den Pfeilen entbieten dem Hochwürdigsten Herr Diözesan-Oberhirten Glückwunsch und Feiergruß!“ (Ein Kopie des zweiseitigen Schreibens oder Artikels aus dem Jahr 1932 liegt dem Autor vor – allerdings ohne Quellenangabe).

36) Klosterarchiv Blieskastel(heute Mappe 4-3): Kapuziner Kloster BlieskastelErweiterungsbau l : 200″, „Scheidt, den 1. August 1932. Stopp, Architekt“.

37) Klosterarchiv Blieskastel(heute Mappe 4-3): Kapuzinerkloster-Blieskastei. Erweiterungsbau 1:100.1. Bauabschnitt“ (Blatt 1) „Aufgestellt: Scheidt, den 31. Januar 1933. Stopp, Architekt“. Die baupolizeiliche Prüfung datiert auf den 2. März 1933. Das Blatt 3 „Kapuzinerkloster – Blieskastei“, („Längenschnitt“ und „Kellergeschoß“) ist ebenfalls am 31. Januar 1933 von Architekt Stopp „aufgestellt“ worden, es ist aber nicht mit Prüfvermerken versehen.

38) Klosterarchiv Blieskastel(heute Mappe 4-3): Auf dieser Handskizze – ohne Titel, ohne Datum – ist handschriftlich vermerkt: Bitte, den Plan wieder zurückzuschicken. P.W.“

39) Eine fundierte Untersuchung der künstlerischen Qualität Karl Riemanns (1889 – 1945) wie auch ein möglichst komplettes Verzeichnis seiner Werke (u.a. in Alschbach, Ballweiler, Blieskastei, Habkirchen, Homburg, Lautz-kirchen, Niederwürzbach, Ommersheim, Utweiler, …) stehen leider noch aus. Eine erste knappe Würdigung findet sich in Breyer, Benno: Das Kriegerdenkmal für die Gefallenen 1914/18 in Ommersheim. Beitrag zum Wirken des Blieskasteier Bildhauers Karl Johann Erich Riemann, S. 48 – 50. In: SBGV 92 (2007/1) S.47 – 50.

40) Klosterarchiv Blieskastel(heute Mappe 5-1): eigener blauer Schnellhefter mit der Aufschrift „Pläne zur Erweiterung der Wallfahrtskirche von Architekt Herbert Lück“, Homburg. Die beiden Planvarianten datieren auf Januar und Mai 1962.

41) In der Saarpfalz wurde in der Nachkriegszeit eine Reihe von Kirchen nach den Plänen von Wilhelm Schulte (1897 – 1977) II. erbaut: z.B. Filialkirche Herz Mariae in Alschbach (1953/54), Pfarrkirche Maria Himmelfahrt in Aßweiler (1952), Pfarrkirche St. Joseph in Heckendalheim (1952/53), Pfarrkirche St. Nikolaus von Flüe in Niedergailbach (1953/54), Pfarrkirche St. Paulus in Bliesmengen-Bolchen (1963/65), Pfarrkirche St. Joseph in Kirkel (1963/64).

42) Klosterarchiv Blieskastel(heute Mappe 4-3): darin eigene gelbe Mappe mit der Aufschrift Pläne für die Erweiterung der Klosterkirche“; darin befinden sich auch die im „Erläuterungsbericht“ erwähnten Skizzen.

43) Ebda., Schreiben des Wallfahrtsklosters an den Architekten Wilhelm Schulte vom 11.11.1964.

44) In der Dissertation von Marina Lahmann (s. Anm. 10) wird das Blieskasteier Kapuzinerkloster den Werken Her­kommers zugerechnet (S. 51f. und 224). In ihrer Kurzbeschreibung konnte sich die Autorin nicht die Bemer­kung verkneifen, dass sie keine Aussage zur „Ausstattung der Innenräume“ machen könne, „da mir als Frau der Zutritt zu dem inneren Bereich verwehrt wurde“ (S. 52). Weiterhin: Bonkhoff, Bernhard H.: a.a.O., S. 83 („1925/29 unter Architekt Hans Herkommer aus Stuttgart erbaut,…“); Staatliches Konservatoramt (Hg): Denk­malliste Saarland 1996 (unveröffentl.), S. 264 („…, mit dem S- und W-Trakt des Klostergebäudes (Architekt H. Herkommer) und der nach N quer anschließenden Wallfahrtskirche erhielt das Ensemble in den Jahren 1924 bis 1929 einen sinnvollen und gut proportionierten Abschluß“.).

45) Schirren, Matthias (Hg). Moderne Architektur. Exemplarisch. Hans Herkommer (1887 – 1956). Katalog zur Ausstellung in der Architekturgalerie Kaiserslautern. Kaiserslautern 2010: Es werden darin u.a. die Kirche St. Michael (1913/13, 1923/24), Saarbrücken, und das Sudhaus der Brauerei Becker (1925/26), St. Ingbert, aufge­führt, aber nicht das Blieskasteier Wallfahrtskloster.

46) Staatliches Konservatoramt (Hg): a.a.O., S. 263.

Ein Kommentar für “Baugeschichte des Wallfahrtsklosters Blieskastel

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