Lebendige Krippe im Kloster Blieskastel

Eine bunte Mischung – so kann man im wahrsten Sinne des Wortes die Zusammensetzung der diesjährigen Krippenspielkinder bezeichnen. Einerseits die Franziskanische Jugend, die wie schon in den Jahren davor das Krippenspiel unterstützte, andererseits Kinder, deren Eltern sich in besonderer Weise mit dem Kloster Blieskastel verbunden fühlen. Ebenso bunt gemischt war auch das Alter der Darstellerinnen und Darsteller. Die Kleinste, unsere Elisabeth Berwanger (Hassel), ist gerade erst fünf Jahre alt, die Älteste schon fast erwachsen.

Elisabeth Berwanger

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„Die Mischung macht’s“ dachte sich wohl Pater der Mateusz, der in sechs Proben aus dem bunten Wirrwarr mit großer Geduld und Ausdauer ein Krippenspiel zauberte, das es im wahrsten Sinne des Wortes in sich hatte. Maria und Josef (Lea Döring, Blieskastel, und Matthias Weinmann, Gersheim) hatten sich auf den weiten Weg von Nazareth nach Bethlehem gemacht.

„Doch die Reise war beschwerlich und obendrein nicht ungefährlich, weil Maria schwanger war und schon bald ihr Kind gebar“, so hieß es im Text, den Nicole Jochemczik (Zweibrücken) vortrug.

Maria und Josef mit Nicole

In Bethlehem fanden sie keinen Platz in der Herberge und mussten mit einem Stall Vorlieb nehmen, in dem Maria ihr Kind zur Welt brachte.

Die zweite Szene, die von Lea-Anna (Niedergailbach) vorgetragen wurde, spielte auf  freiem Feld.

Lea-Anna und die Hirten

Die Hirten gingen ihrem Alltagsgeschäft nach und hielten Nachtwache bei ihren Herden. Da erschien ihnen der Engel des Herrn (Samira Walle, Blieskastel) und verkündigte „Hier und heute, dem ganzen Volk eine große Freude. Heute ist Euch der Heiland geboren, von einer Jungfrau auserkoren… Ihr erkennt ihn in jedem Fall: Er liegt in Windeln gewickelt in der Krippe im Stall.“

Selina Walle

Das ließen sich die Hirten (Patrick Kruft, Bliesdalheim, Aaron Döring, Blieskastel), nicht zweimal sagen und eilten nach Bethlehem, „um das Wunder zu sehen, das dort unten ist geschehen.“

Hirten an der Krippe

Zur dritten Szene übernahm Nicole wieder die Sprecherrolle, denn Lea-Anna trug als „Sternenkind“ den Stern vor den drei Weisen aus dem Morgenland her. Kasper, Melchior und Balthasar, die von Elisabeth und Felix Berwanger (Hassel) und von Yasmin Walle (Blieskastel) gespielt wurden, folgten dem Stern bis nach Bethlehem.

Der Stern und die Drei Könige

„Sie brachten dem Christuskind Gold, Weihrauch und Myrrhe, diese Gaben, die sonst nur Könige geschenkt bekommen haben. Sie huldigten dem Jesuskind und zogen wieder heim geschwind.“ Das Krippenspiel endete mit der Aufforderung: „Folgen auch wir dem weihnachtlichen Stern und beten an Jesus Christus, den Herrn.“

Bei den Liedern, vor allem bei „Stille Nacht, heilige Nacht“ und bei „O du fröhliche“ spürte man etwas von dieser tiefen weihnachtlichen Freude und Besinnlichkeit. Für mich machte die besondere Atmosphäre aus, dass so viele Kinder da waren.

Kinder Gottes

Ein munteres Treiben, das die Kirche mit Leben erfüllte, was ich sonst so oft in den Gottesdiensten vermisse. Und trotzdem war die Andacht zu spüren und die Begeisterung darüber, dass es sogar gleich zwei kleine Darsteller gab, die die Hauptperson verkörperten, das Christuskind, zum einen Ben Reinert und zum anderen Jana Rauch.

Die Darsteller

Geduldig stellte man sich anschließend in zwei Reihen auf, damit die Kinder mit ihren Eltern und Verwandten einzeln von Pater Józef und Pater Piotr gesegnet werden konnten.

Segnung der Kinder

Zur besinnlichen Stimmung trugen nicht zuletzt die Musikerinnen und Musiker bei, die der Einladung von Pater Mateusz, der selbst Querflöte spielte, gefolgt waren und das Krippenspiel musikalisch umrahmten. Gleiches gilt für Francis Berwanger, der als Papa zweier „Könige“ die Orgel bediente.

Musiker

Auch die Eltern der anderen Krippenspielkinder brachten sich ein, sei es durch das Kochen und Verkaufen von Suppe, durch die Mithilfe am Getränkestand, durch das gemeinsame Plätzchenbacken im Vorfeld, durch das Schminken, An- und Umziehen der Kinder, durch das Malen der Kulissen und das Nähen der Kostüme…, um nur ein paar Dinge zu nennen, die rund um die Lebendige Krippe organisiert wurden.

Getränkestand

Mein Herz ist mit großer Freude und Dankbarkeit erfüllt: Mein Krippenspiel, das ich aus den Texten der Bibel gereimt und durch Dialoge ergänzt hatte, gefiel offensichtlich dem Publikum gut. Aber was wäre das schönste Krippenspiel ohne Akteure? So danke ich besonders Pater Mateusz, der viel Zeit investiert hat, um mit den Kindern zu proben, und den kleinen und großen Schauspielerinnen und Schauspielern, die die Herausforderung mit Bravour gemeistert haben, meine gereimten Texte auswendig zu lernen und die durch ihr Darstellen lebendig werden zu lassen, was vor 2000 Jahren in Bethlehem geschah.

Esel

An dieser Stelle möchte ich auch den Besitzern der Tiere danken. Denn ein weiteres Highlight ist in jedem Jahr, der Kontakt mit Schaf, Schäfchen und Esel, eine im wahrsten Sinne des Wortes „Lebendige Krippe“, die dem heiligen Franziskus, der vor rund 800 Jahren die Idee zur Lebendigen Krippe hatte, sicherlich gefallen hätte.

Schaf und Lämchen

 

Krippe draußen

 

Krippe draußen_2

Für das Vorbereitungsteam

Andrea Weinmann

Gersheim

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.