Maria zu Ehren

Tevion DC-14

Nach einer alten Tradition, die schon seit dem 9. Jahrhundert bekannt ist, werden an Maria Himmelfahrt Kräuter und Gewürze geweiht. Viele Gläubigen bringen heute noch ihre Sträuße mit in die Gottesdienste, lassen sie weihen und hängen sie zu Hause auf.

Blümchen

Doch diese schöne Tradition droht verloren zu gehen. Immer mehr ältere Menschen, die das Wissen um diesen Brauch noch haben, sind körperlich nicht mehr in der Lage, sich ihre Sträuße selbst zu pflücken.

Viele jungen Katholiken ist diese Tradition gänzlich unbekannt. Manchen ist es einfach zu viel Arbeit oder gerade für junge Menschen ist die mediale Welt interessanter.

Wie schön, dass es bei den Jungchristen auch heute noch Ausnahmen gibt. Jugendliche, die sich in der Kirche engagieren wollen. Dank der tatkräftigen Unterstützung der Patres in Blieskastel existiert mit der Fanziskanischen Jugend Blieskastel eine solche Keimzelle christlichen Glaubenslebens. Bereits an Fronleichnam fiel mein Wunsch, die Klosterkirche mit Fronleichnamsteppichen zu schmücken, auf fruchtbaren Boden. Meine Hoffnung, auch dieses Mal Unterstützung bei den Jugendlichen zu finden, wurde nicht enttäuscht.

Tevion DC-14

Alle waren da: Nicole, Patricia und Raffaela kamen aus Zweibrücken. Lea und Aaron aus Blieskastel, Mendy aus Blickweiler und Matthias aus Gersheim. Auch Pater Mateusz und Pater Józef halfen mit. Verstärkt wurde unser Team durch Yvonne, Frank und Thomas, allesamt Eltern unserer Kinder und Jugendlichen.

Tevion DC-14Um 16 Uhr trafen wir uns im Kloster und fuhren mit Eimern, Wäschekörben und Schüsseln im Gepäck in die Natur, um Kräuter und Blumen für das große Ziel zu sammeln: Jeder Gottesdienstbesucher darf sich an Maria Himmelfahrt ein von der Franziskanischen Jugend zusammengestelltes und im Gottesdienst geweihtes Kräutersträußchen mit nach Hause nehmen.

Tevion DC-14

Außerdem sollte die Klosterkirche dem feierlichen Anlass entsprechend geschmückt werden.

Tevion DC-14

Acht Stunden Arbeit haben wir gemeinsam investiert. Rund 420 Stäußchen wurden gebunden und in Körben verteilt, denn bei vier Gottesdiensten und einer Lichterprozession ist mit vielen Wallfahrern zu rechnen. Große und kleine Vasen wurden für den Kirchenschmuck hergerichtet. Die Zeit verging wie im Flug und ich glaube, das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Tevion DC-14

Das Binden der „Werzwichsträuße“ hat für mich persönlich zwei wichtige Komponenten: Zum einen ist sie ein Brückenschlag zwischen Jung und Alt nach dem Motto: „Wir machen denen eine Freude, die wegen körperlichen Gebrechen nicht mehr in der Lage sind, für sich Kräuter zu suchen und Sträuße zu binden.“ Wir – die Elterngeneration – geben unser Wissen um Tradition und Brauchtum an die Kinder und Jugendlichen weiter in der Hoffnung, dass auch noch in den kommenden Genartionen zu Maria Himmelfahrt Kräutersträußchen geweiht werden können.

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Mein Dank gilt Pater Mateusz und Pater Josef, die diese Aktion möglich gemacht haben, allen Eltern und vor allem unseren Jugendlichen.

Die Klosterkirche am Fest „Maria Himmelfahrt“ feierlich zu schmücken und anderen mit den Stäußchen eine Freude zu bereiten, das hätte bestimmt auch die Zustimmung des Ordensgründers „Franz von Assisi“ gefunden.

 

Bleibt mir nur zu hoffen, dass ich auch im kommenden Jahr wieder so viel tatkräftige Unterstützung erfahre wie in diesem Jahr.

Fertig

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Andrea Weinmann

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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