St. Nikolaus

St. Nikolaus zu Gast
bei der Franziskanischen Jugend Blieskastel und bei den Krippenspiel-Kindern

St.Nikolaus

Blieskastel, Freitag, 6. Dezember 2013: „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen“, so könnte man die Einladung beschreiben, die Pater Mateusz, Gruppenleiter der Franziskanischen Jugend Blieskastel und Verantwortlicher des diesjährigen Krippenspiels, an die Kinder und Jugendlichen richtete. Zuerst proben wir etwa eine Stunde unser Krippenspiel, dann feiern wir gemeinsam im Refektorium Nikolaus.

Gesagt getan. Während die Jugend und die Kinder für das Krippenspiel probten, bereiteten eifrige Hände in der Klosterküche Bratäpfel mit Vanillesoße vor. Auch Kinderpunsch wurde frisch zubereitet. Der Tisch wurde adventlich gedeckt. Die guten Gaben, die man sonst dem Nikolaus zuschreibt, wurden darauf gestellt: Orangen, Erdnüsse, Lebkuchen und Gebäck…

Schnell war eine Stunde Probe vorbei. Die Vorfreude auf das gemeinsame Feiern war groß. Zuerst las Pater Mateusz die Legende vom heiligen St. Nikolaus vor und sprach ein St.-Nikolaus-Gebet. Dann speiste man gemeinsam die Bratäpfel aus der Küche. Rund 20 Kinder und Erwachsene ließen es sich gemeinsam schmecken. Anschließend setzte sich Pater Mateusz an die Heimorgel und stimmte das Lied an: „Lasst uns froh und munter sein“.

Und – wie auf Bestellung – kam bei der dritten Strophe des Liedes der Nikolaus zur Tür herein und berichtete den Kindern: „Und ich sage es Euch ehrlich: Der Aufstieg zum Kloster ist sehr beschwerlich. Über 200 Stufen, das bin ich in meinem Alter nicht mehr gewöhnt. Ich habe beim Treppensteigen ganz schön gestöhnt…“Pater Mateusz sagte: „Die Franziskanische Jugend und die Kinder freuen sich schon lange – wir Patres nicht minder – über die vielen Gaben und Geschenke, die du in Deinem Sack hast, wie ich denke.“

Natürlich hatte der Nikolaus für jeden etwas dabei. Für die Kinder und Jugendlichen: Schokolade, eine rote Mütze und eine Weihnachtsfigur, für die Brüder Süßigkeiten und Magenbitter. Der Nikolaus bedachte jeden Bruder und jedes Kind mit wohlwollenden Worten, die er in sechs bis acht gereimten Zeilen vortrug und verabschiedete sich danach mit den Worten:

So gehe ich jetzt wieder fort,
nach St. Nikolaus, meinem Heimatsort.
Und ruhe mich dort in meinem Haus
von den heutigen Strapazen aus.
Ich komme wieder im nächsten Jahr
und hoffe, Ihr seid wieder da.

Beim Instrumentalklang des Liedes „Lasst uns froh und munter sein“, verließ der Nikolaus wieder das Refektorium.

Auf meine Frage: „Wer hat Dir denn die Süßigkeiten gebracht?“ antwortete die kleine Elisabeth (5 Jahre): „Das war der Nikolaus.“ „Du warst doch der Nikolaus?“, Felix holte mich zur Seite. „Ich habe dich an Deinen Schuhen erkannt.“ „Andrea, warst Du der Nikolaus oder nicht?“, meinte Yasmine. Das wird natürlich nicht verraten! Und die schon etwas älteren Mitglieder der Franziskanischen Jugend sowie die Brüder und Erwachsenen schmunzelten insgeheim. Ich dachte: „Kind müsste man nochmal sein und einfach so glauben dürfen und annehmen können.“

Es war eine schöne Feier. Die roten Mützen kamen beim Gruppenfoto zum Einsatz. Ich glaube fest daran, dass der Nikolaus auch im kommenden Jahr so viel Einsatz der Kinder und Jugendlichen belohnen wird.

Andrea Weinmann

 

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