Münchner Monstranz“ zu Gast im Wallfahrtskloster Blieskastel

Reise durch Bistümer dient der Vorbereitung auf den Eucharistischen Kongress im Juni 2013 in Köln

Stationen und Ankunftszeiten der „Münchner Monstranz“ eingeplant: Dom zu Speyer (Veranstaltet von der Deutschen Bischofskonferenz, findet vom 5. bis 9. Juni 2013 in Köln der Eucharistische Kongress statt. Unter dem Motto „Herr, zu wem sollen wir gehen?” (Joh 6,68) beinhaltet die Veranstaltung neben Gottesdiensten, Gesprächen und einer theologischen Fachtagung auch ein vielfältiges Kulturprogramm, ein Jugendfestival sowie die Vorstellung caritativer Projekte.

Zur Vorbereitung auf den Eucharistischen Kongress befindet sich seit dem Beginn des Kirchenjahres am 1. Advent die so genannte „Münchner Monstranz“ auf einer Reise durch die deutschen Bistümer. Es handelt sich um die Monstranz, die beim Eucharistischen Weltkongress in München im Jahr 1960 verwendet wurde. Das Bistum Speyer ist nach den Bistümern Freiburg und Rottenburg-Stuttgart das dritte deutsche Bistum, in dem die „Münchner Monstranz“ zu Gast sein wird, und zwar im Zeitraum vom 15. bis zum 21. Dezember. In dieser Woche sind die Gläubigen in der Bischofskirche und an den Folgetagen an weiteren geistlichen Orten des Bistums zur Eucharistischen Anbetung eingeladen, bei der das Allerheiligste von der „Münchner Monstranz“ umrahmt wird und die Gläubigen zusammen beten.

Innerhalb des Bistums Speyer sind folgende 15. Dezember 18 Uhr), Kloster St. Magdalena Speyer (15. Dezember 20 Uhr), Kloster Gethsemani Dannenfels (17. Dezember 9 Uhr), Kloster der Franziskaner-Minoriten Ludwigshafen-Oggersheim (17. Dezember 20 Uhr), Wallfrtsahkloster der Minoriten Blieskastel (19. Dezember 9 Uhr), Geistliches Zentrum Maria Rosenberg (19. Dezember 18.30 Uhr), Karmelkloster Speyer (20. Dezember 20 Uhr). Den Transport der „Münchner Monstranz“ innerhalb des Bistums Speyer übernimmt der Malteser Hilfsdienst. Zum vierten Adventssonntag wird die „Münchner Monstranz“ an das Bistum Würzburg weitergegeben.

Eucharistischer Kongress

Der Eucharistische Kongress versteht sich als Zusammenkunft der Gläubigen um das Zentrum des Glaubens: die Eucharistie als die Gegenwart Jesu Christi in der Gestalt von Brot und Wein. „Die Feier der Eucharistie ist die Mitte unseres Glaubens und unserer Kirche“, betonte Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, bei der Vorstellung des Programms zum Eucharistischen Kongress in Köln. Das Gebet und die Eucharistische Anbetung bezeichnete er als eine Hilfe, aufmerksam zu werden für die Spuren Gottes im Alltag. Der Eucharistische Kongress sei eine Chance, in einer weitgehend säkularisierten Gesellschaft zu bezeugen: „Gott ist präsent. Er wirkt und ist uns nah.“ Vor Gott zu knien, helfe, aufrecht im Leben zu stehen. Als Glaubensfest diene der Eucharistische Kongress „der Begegnung mit Christus und untereinander“ und könne „zu einer Vertiefung von Glaube und Wissen über das Geheimnis der Eucharistie“ beitragen.

Ausgehend von einer Initiative aus Frankreich, gibt es seit dem Ende des 19. Jahrhunderts eucharistische Kongresse in der katholischen Kirche, sowohl nationale als auch internationale. Die Eucharistischen Weltkongresse werden in zeitlichen Abständen von ein bis drei Jahren veranstaltet. In Deutschland fanden bisher zwei Eucharistische Weltkongresse statt: 1909 in Köln und 1960 in München.

„Münchner Monstranz“

Die „Münchner Monstranz“, die beim Eucharistischen Weltkongress 1960 in München verwendet wurde, stammt von dem Goldschmied August Hartle und besteht aus einer vergoldeten Messingplatte, die strahlenförmig mit Bergkristallen, Lapislazuli, Rosenquarzen und weiteren Halbedelsteinen besetzt ist. Zur Zeit des Eucharistischen Weltkongresses in München galt sie als „bewusst modern“ gestaltet.
Eine Monstranz dient der Verehrung der Eucharistie außerhalb der Messfeier. Die Verehrung erfolgte zunächst so, dass die konsekrierte Hostie auf den Altar gelegt und angebetet wurde. Aus dem Wunsch heraus, der äußeren Form dieser Anbetung mehr Würde zu verleihen, haben Gläubige dann Monstranzen hergestellt. Das Wort „Monstranz“ kommt vom lateinischen „monstrare“, was übersetzt „zeigen“ bedeutet. Eine Monstranz ist also eine Art „Zeigegefäß“, in das die gewandelte Hostie eingesetzt werden kann. Die Hostie wird dadurch erhöht und für alle sichtbar gemacht. Dabei steht nicht die Monstranz selbst im Mittelpunkt, sondern sie dient einzig und allein dazu, die Gegenwart Jesu Christi sichtbar zu machen. Auch der vielfältige Schmuck, mit dem Monstranzen in der Regel ausgestattet sind, versteht sich als Ausdruck der Verehrung für Jesus Christus.

Eucharistische Anbetung

Während manche christlichen Konfessionen davon ausgehen, dass Brot und Wein als bloße Zeichen für die Gegenwart Jesu zu verstehen sind oder dass seine Gegenwart unter den Gestalten von Brot und Wein nach dem Gottesdienst endet, kommt es nach katholischem Glauben zu einer dauerhaften Wandlung von Brot und Wein in Leib und Blut Jesu Christi. Aus diesem Bewusstsein der bleibenden Gegenwart Jesu hat die katholische Kirche im Verlauf ihrer Geschichte begonnen, der Eucharistie auch außerhalb der Messfeier Verehrung und Anbetung entgegenzubringen.

Weitere Informationen zum Eucharistischen Kongress 2013 in Köln:

www.eucharistie2013.de

Text: is / Foto: Kath. Kirchstiftung St. Paul, München, vertreten durch das Erzbischöfliche Ordinariat München, Hauptabteilung Kunst

 

Ein Kommentar für “Münchner Monstranz“ zu Gast im Wallfahrtskloster Blieskastel

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