Palmsonntag – Impuls

Das 6. Wort JESU am Kreuz: Es ist vollbracht

vollbracht1047„Es ist vollbracht“, diese Worte lassen nur erahnen, was in JESUS vorgegangen sein mag. In erster Linie wahrscheinlich – und nur allzu menschlich: „Ich habe es bald geschafft. Ich muss nicht mehr lange leiden. Bald bin ich von all den Qualen erlöst und habe keine Schmerzen mehr. Bald bin ich bei meinem Vater.“ Aber wäre das nicht zu kurz gedacht? Menschen mit sogenannten „Nah-Tod-Erfahrungen“ berichten, dass im Zeitraffer das ganze Leben vor dem geistigen Auge sichtbar wird. Wenn das bei JESUS ähnlich war?

„Es ist vollbracht“ – Die Verfolgung durch Herodes von Anbeginn seines Lebens an. Der Kindermord von Betlehem. Die Flucht nach Ägypten, die einer Vertreibung aus seiner geliebten Heimat Nazareth gleichkam.

„Es ist vollbracht“ – Die Auseinandersetzungen mit den Pharisäern und Schriftgelehrten in all ihren verschiedenen Ausprägungen, die IHM ihren Neid und ihre Missgunst einbrachten und schließlich zu seiner Verurteilung und zu seinem gewaltsamen Tod am Kreuz führten.

„Es ist vollbracht“ – Die Verachtung und Geringschätzung in seiner Heimat, die IHN sagen ließ, dass ein Prophet nirgends so wenig gelte wie in seiner Heimat. Deshalb konnte ER dort keine Wunder tun.

„Es ist vollbracht“ – Die Tempelreinigung in Jerusalem samt der Feststellung, dass man den Tempel entweiht und zu einer Räuberhöhle gemacht habe. Auch hier scheute JESUS nicht die Auseinandersetzung, weil ER für das Gute und Richtige kämpfte und es IHN nicht kümmerte, was die anderen darüber dachten.

„Es ist vollbracht“ – JESUS setzt sich mit den Zöllnern und Sündern an einen Tisch und nimmt mit ihnen gemeinsam das Mahl ein – sehr zum Missfallen der scheinheiligen Elite seiner Zeit.

„Es ist vollbracht“ – JESUS hielt sich an keine Norm, an keine Gebote oder Verbote, die die Menschen eher gängeln als ihnen zu helfen. So heilte er Kranke – auch am Sabbat – und zog sich den Neid und die Missgunst der Besserwisser zu.

„Es ist vollbracht.“ – Doch gibt es da noch deutlich mehr, was vollbracht ist:

– Seine Lehrtätigkeit von Jugend an.
– Sein Lebenszeugnis von der BARMHERZIGKEIT DES VATERS
– Die Taufe im Jordan durch Johannes
– Das Wunder zu Kanaan
– Die wunderbare Brotvermehrung
– Der Gang über das Wasser
– Die Besänftigung des Sturms auf dem See Genezareth
– Die Heilung von Lahmen, Blinden, Tauben
– Die Erweckung des toten Lazarus
– Die Erweckung des toten Mädchens
– Die Heilung der Schwiegermutter des Petrus
– Die Heilung der blutenden Frau
– Das Zeugnis von der verzeihenden Liebe des VATERS:
Er isst mit Zöllnern und Sündern.
Er vergibt der Ehebrecherin
Er lässt sich an anderer Stelle von der Ehebrecherin mit Tränen reinigen und mit Öl salben.
– Die Bergpredigt
– Die Nächstenliebe
– Die Feindesliebe

Ganz ausgestreckt zu GOTT am Holz des Kreuzes mag JESUS bei dem Satz „Es ist vollbracht“ vielleicht auch daran gedacht haben: „Vater, ich habe DEINEN Willen erfüllt bis zum schmachvollen Tod am Kreuz. Ich habe alles vollbracht, was DU wolltest, damit keiner von denen, die DU mir gegeben hast, jemals verlorengeht.“

All das ist vollbracht, hat ER, unser HERR JESUS CHRISTUS, für uns vollbracht. Versuchen wir, in seine Fußstapfen zu treten und mit IHM und in seinem Namen das zu vollbringen, wozu GOTT uns berufen hat, jeder an der Stelle, an die GOTT ihn gestellt hat.

Pater Mateusz
JESUS, es naht des Todes Nacht.
Und du rufst aus: Es ist vollbracht.
Deine Qual und Marter ertrugst du mit Geduld,
Du nahmst von mir meine Sünde und Schuld.
Du Herr JESUS hast an mich liebend gedacht.
Und für mich dieses große Heilswerk vollbracht.

Ich bitte dich, HERR JESUS, lass es gelingen,
auch ich will wie Du ein Heilswerk vollbringen.
So wie du uns aufgetragen hast:
Der eine trage des anderen Last.
Hilf mir, Deinem Beilspiel zu folgen, ich bin bereit,
für meine Erlösung sei gepriesen in Ewigkeit,
AMEN

(Andrea Weinmann)

 

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