Pfeilen Madonna

Pfeilen-Madonna “Unsere Liebe Frau mit den Pfeilen”

Madonna1Nach der Klostertradition von Gräfinthal wird berichtet, dass im Mittelalter marodierende Soldaten auf dem “Brudermannsfeld” bei Bebelsheim einen Eremiten überfallen haben, der ein Vesperbild verehrte. Die vagabundierende Soldateska beschoss die Marienstatue. Die Pfeile blieben in dem Holz des Schnitzwerkes stecken. Aus den Wunden floss Blut, mit welchem die Gräfin Elisabeth von Blieskastel († 1273) ihre kranken Augen benetzte und damit heilte. Aus Dankbarkeit ließ sie der Sage nach in der Mitte des 13. Jahrhunderts im nahen Letschenbachtal ein Kloster gründen und dort das wundersame Vesperbild aufstellen. Betreut wurde das Kloster von den Wilhelmiten. Während der Auflösung des Klosters 1785/86 kam diese 80 cm hohe und 47 cm breite Statue aus Eichenholz mit den Wilhelmiten nach Blieskastel. Kurz nach der Überführung hatte die regierende Gräfin Marianne von der Leyen ihr eine kleine “silberne, viel vergoldete Krone” mit der Umschrift: “Offert à la Ste. Vierge par la Cte de Leyen et de Hohengeroldseck, née Baronesse de Dalberg, l´année 1787” gestiftet.
Als 1794 die Frauen von Bliesmengen die Rückführung der Pfeilenmadonna forderten, ließ die Ausleerungskommission der Französischen Republik – in der Erkenntnis,aus dieser Situation Kapital schlagen zu können – die Muttergottes aus Gräfinthalzur Versteigerung ausrufen. Hierbei hatten “die Jungfern von Blieskastel”diejenigen von Bliesmengen “mit hundert Gulden samt den darauf ergangenen Kostenmit fünfundzwanzig Gulden überboden”.

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