Pontifikalamt mit Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann

Feierlich – das Wort beschreibt, denke ich, am besten die Atmosphäre in der bis auf den letzten Platz gefüllten Wallfahrtskirche. Trotz der vielen Menschen war eine ruhige, aber dennoch gespannte Erwartungshaltung bei den Gläubigen zu spüren. All zu oft hat man in der “Provinz” nicht die Gelegenheit, den Bischof zu sehen und eine Predigt von ihm zu hören. So durften sich die Franziskaner Minoriten, allen voran der neue Guardian Pater Mateusz, über einen regen Besuch des Pontifikalamts freuen.

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Foto: Andrea Weinmann

Nach dem großen Einzug durch die Heilige Pforte des Wallfahrtsklosters begrüßte Pater Mateusz Bischof Wiesemann in Blieskastel und dankte ihm für sein Kommen und das Zelebrieren der heiligen Messe. Der Bischof seinerseits entgegnete, dass er der Einladung, in Blieskastel mit den Gläubigen Eucharistie zu feiern, gerne gefolgt sei.

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Foto: Andrea Weinmann

Nach den beiden Lesungen, die von Nicole Jochemczyk aus Zweibrücken und mir vorgetragen wurden, las Kaplan Martin Seither aus Gersheim aus dem Evangelium nach Lukas, das Gleichnis von dem verlorenen Schaf, der verlorenen Drachme und dem barmherzigen Vater vor.

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Foto: Andrea Weinmann: Evangelium

In seiner mit Spannung erwarteten Predigt erinnerte Bischof Wiesemann vor allem an die Opfer von Terror und Gewalt. Auf den Tag genau vor 15 Jahren – am 11. September 2001 – wurden in New York die Twin Towers angegriffen. 2753 Opfer waren zu beklagen. Attentate mit oft sehr vielen Toten sind inzwischen leider an der Tagesordnung. Viele Menschen leben in Angst und Schrecken.

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Foto: Andrea Weinmann: Predigt

Bischof Wiesemann erinnerte daran, dass die einfache Lösung, Zäune zu errichten, keine wirkliche Lösung sei. Das Problem von Terror und Gewalt könne man nur global lösen. Deutschland profitiere durch seinen Außenhandel von der Globalisierung, das dürfe bei der Flüchtlingsdiskussion nicht vergessen werden. Das Christentum habe schon immer gewusst, dass das Böse eine eigentümliche Faszination und Anziehungskraft auf die Menschen ausübe.

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Foto: Andrea Weinmann: Predigt

 

Das Böse werde dem Menschen quasi mit in die Wiege gelegt. Wie anders sei demgegenüber MARIA. Sie, die ohne Erbsünde empfangen war, war als Einzige würdig, GOTTES SOHN in ihrem Leib zu tragen. Sie hat JESUS sein ganzes Leben begleitet bis unters Kreuz. Deshalb suchen so viele Christen in ihren Ängsten und Nöten Schutz und Trost bei der GOTTESMUTTER, die auch unsere Mutter ist.

 

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Foto: Andrea Weinmann: Eucharistiefeier

Im Anschluss an die feierliche Eucharistie, die von den Chören aus Herbitzheim und Hassel unter der Leitung von Erwin Lück musikalisch umrahmt wurde, lud Pater Mateusz die Gläubigen zur Lichterprozession ein. “MUTTERGOTTES, wir rufen zu dir”, tönte es ebenso durch den Park wie “MARIA, hilf uns all”. Zum Abschluss beteten wir im Klosterhof das Gebet “JUNGFRAU, MUTTERGOTTES mein” und stimmten das “Salve Regina” an.

 

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Foto: Elmar Becker: Lichterprozession

Bis ich wieder zu Hause war, war es schon 21.30 Uhr. Aber ich hätte um nichts in der Welt dieses schöne Pontifikalamt und die Lichterprozession verpassen wollen. Ich freue mich auf die restlichen Wallfahrtstage und bin immer wieder froh, so viele bekannte Gesichter zu sehen.

 

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Foto: Ralf Feix: Die Mitwirkenden beim Pontifikalamt

 

Andrea Weinmann

Gersheim

 

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