Rückblick auf das 9. Klosterfest am 08. Juni 2014

9. Bei sommerlichen Temperaturen

Ein schon mittlerweilen über die Stadt-, ja Landesgrenzen hinaus gehendes beliebtes und bekanntes Fest wurde bei uns wieder begangen. 

Im Nachhinein wird einem bewusst, wie lange zuvor die Planungen für ein solches Fest beginnen. Wie viele Menschen, mit wie viel Herzblut, Zeit, Energie und Engagement sich einbringen, ja einbringen müssen, damit ein solches Fest für Alle gelingt. Allerdings auch wie viele Widrigkeiten ins Spiel kommen können, die sogleich, die bereits ganze perfekte Planung fast wieder ins Wanken oder sogar ins Scheitern bringt. Helfer fallen kurz zu vor unfreiwillig aus, weil sie arbeiten müssen. Durch Krankheiten fallen ganze langbewährte und beliebte Teilbereiche des Festes ganz aus; kurzfristig muss eine Lösung  gefunden werden, damit die Besucher sich wie immer wohl fühlen.

So gehen die Monate dahin, das bereits seit Anfang des Jahres, an so manchem Samstag wurde geplant. Dann ab Freitag war es so weit, alles Notwendige ist wiederrum schon im Vorfeld besorgt, eingekauft, organisiert worden. Die Truppe der Freiwilligen rückt an. Herrlich binnen kurzer Zeit finden die Hände ineinander und zu einander, wie eine eingespielte Truppe geht man ans Werk, die vielen Zelten, Tische, Theken, die Flammkuchenofen, der Bratwurstgrill, Bänke, Sonnenschirme u.v.m. finden im Klosterhof ihren zumeist schon angestammten Platz. Ja und dieses Jahr scheint das Wetter mitzuspielen, der Samstag kündigte dies schon an.

29. Im Gottesdienst

Sonntagmorgen, nicht ein Sonntag, nein, Pfingstsonntag:  11 Uhr, die Messe beginnt mit einem Teil der Apostelgeschichte 2,1-11.
„Als der Pfingsttag gekommen war, befanden sich alle am gleichen Ort. Da kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen, wie wenn ein heftiger Sturm daher fährt, und erfüllte das ganze Haus, in dem sie waren. Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten; auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder. Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt und begannen, in fremden Sprachen zu reden, wie es der Geist ihnen eingab.“ 

Ein kleiner, tierischer Besucher erscheint in der Kirche, durch die nun ein leises Raunen geht, manchem Kindermund ein entzücktes Rufen entlockt. Der Hund des Guardins, Bino hat eine offene Tür im Kloster gefunden und sich auf die Suche nach seinem Herrn gemacht. Glückselig ihn gefunden zu haben, springt er freudig an ihm empor, um sich so dann zu dessen Füssen zu legen.

 

Bino

Später hat er sich ganz ruhig an die Seite gesetzt, um mit gespitzten Ohren und großen Augen zu verfolgen, was hier in der Kirche zu hören und zu sehen ist. Bei der Gabenbereitung gar, hat er ehrfurchtsvoll mit den beiden Messdienerinnen in einer Reihe gestanden. Ein berührendes Bild, ganz und gar franziskanisch.

Bei den abschließenden Worten der Messe von Pater Piotr Ruchala, findet dieser einen ermunternden Vergleich und Auftrag für die, an diesem hohen Festtag, so vielen eingefundenen Kirchenbesucher (es waren so Viele, dass sehr Viele stehen mussten), es dem tierischem Besucher doch stets und häufiger gleich zu tun, nämlich: „Den Vater im Himmel zu suchen“.

Danach strömte die Menge ins Freie. Strahlende Sonne, hellblauer Himmel, keine einziges Wölkchen; Kaiserwetter. Temperaturen wie im Mittelmeerraum. Ein Glück (und vielen Dank dafür), dass auch das Rote Kreuz eine Station bei uns hatte.

Die folgende Eröffnung fand mit und durch Herrn Kostyra vom Kreuzkapellenverein statt, sowie dem diesjährigen Schirmherrn Herrn Ralph Marx, Vorstandsmitglied der Kreissparkasse Saarpfalz und auch der Ortsvorsteher von Blieskastel-Mitte Herr Hans-Jürgen Trautmannwar zugegen.

34. Schirmherr

 

Danach erklingt die Musik, schon strömte die Menschenmenge; es bilden sich sofort lange Schlange an dem allseits beliebten und erwarteten polnischen man kann sagen, quasi Nationalgericht, dem Bigos. Bruder Jakob hat gekocht, gerührt und schon am Vortag das ganze Kloster in Bigos-„Parfüm“ eingehüllt.

36. Franziskanische Geduld

Der Erfolg lässt nicht lange auf sich warten und ruck-zuck schneller als man denken kann, sind all die großen Töpfe leer.

4. Klosterkoch und sein Bigos

 

Aber es gab auch Flammkuchen und Würstchen. Getränke, bei diesen Temperaturen hat jeder großen Durst, auch hier eine gute Auswahl.

2. Flammkuchen

 

3. Grill

Natürlich und nicht nur die Männer warten dann auf das „Blieskasteler KlosterBergBier“ – gebraut von der Mallersdorfer Klosterbrauerei – und frisch gezapft.

12. Durst

 

Ebenso dann die ungeduldig erwartete, köstliche Kuchentheke. Die gespendeten Kuchen, in denen sich die ganze Kreativtät, Liebe und Backkunst der Frauen der Umgebung erkennen lässt. Diese Auswahl, wer kann sich da entscheiden? Nein, da bleibt es selten bei einem Stück. Diät ist dann wieder ab morgen dran, das hier ist Versuchung und Schlaraffenland pur.

1. Kaffe und Kuchen

 

Es gab auch Eis und so sind wir auch gleich bei den kleineren Leuten angelangt, denn auch an die Kleinen ist natürlich wieder gedacht, damit sich die Eltern auch wirklich ein wenig entspannen können. Zum Beispiel die Seifenblasen, solch zarte und leicht vergängliche  Gebilde und in dieser Größe, schillernd wie Regenbogen. Die Augen der Kinder werden groß und strahlen, herrlich.

21. Eis

 

Kinderschminken: ein wenig sind die Kleinen zunächst noch zurückhaltend, doch die Damen vom 3. Orden wissen was dagegen hilft und gehen mit eigenem gutem Vorbild voraus und was sollen wir sagen, die natürliche Schönheit wird zusätzlich anmutige unterstrichen. Entzückend, wie man sehen kann und Hut ab vor dem Mut! Und sogleich, wollen die Kleinen es ihr eilendes gleich tun.

20. Super

 

Aber es wird auch gebastelt und so manches Kind hat insgeheim wieder darauf gehofft eine Kerze selbst gestallten zu dürfen und nicht immer um sie zu verschenken, nein, der Eine oder Andere behält für sich selbst  ganz allein und voller Stolz. Auch hier waren die bewährenden, allseits bekannten und beliebten Helferinnen in vollem und wie immer begeistertem, ausdauerndem Elan im Einsatz.

18. Kinder-Kreativ

17. Kinder-Kreativ

Der Nachmittag eilte nur so dahin mit Musik und Klang, Gesang.

6. Musik - Nachwuchs

 

15. Musik live

24. Musik live

 

Die Sonne macht dem einen oder anderen zu schaffen, aber Idee war nicht rar und was gegen Regen nützt, das schirmt auch gegen Sonne und schups schon ist es 19 Uhr, die Abendmesse findet statt.

Langsam wird es ruhiger, die Musiker räumen ihre Instrumente zusammen, Kinder werden müde und der Heimweg muss wohl oder übel in Angriff genommen.

Ein letztes Bier im Stehen, das gute Klosterbier lässt manchen nicht nach Hause gehen.

27. Schicht

 

Pater Adam kommt nicht zur Ruhe mit seinem Team. Langsam aber sicher nach 21 Uhr kommen dann wieder die Helfer zum Einsatz. Das Schauspiel ist beeindruckend, wieder binnen kurzer Zeit werden aus relativ Fremden eine super eingespielte Truppe, es wird gerufen, getragen, zusammengestellt, geklettert, Gabelstapler fahren, Kleinbusse kommen und fahren, es wird schon dunkel, es wird schon Nacht und die Letzten sind erst gegen 24 Uhr zu Hause angekommen. Aber am Pfingstmontagmorgen ist der Hof so leer, als wäre nichts gewesen.

Allen, allen Helfern, Organisation, Spendern eine Hoch!

Und  eines ist schon klar, der Termin im nächstes Jahr!

Der Termin,  er steht auch schon fest:

Sonntag, der 14. Juni 2015

und wir werden „rund“,

ja wir werden zweistellig!

Das Klosterfest es wird schon das 10 sein!

Und das heißt  für euch schon heute!

Termin vormerken!!!

Helfer, Akteure, Spender werden gesucht, immer willkommen geheißen und vor allem gebraucht. Also rechtzeitig melden, am besten gleich! Es soll ja wieder ein wunderbares Fest werden und wie heißt es denn auch so passend in der Predigt vom Pfingstsonntag und damit will ich schließen:

Auszug aus dem Erster Brief des Apostels Paulus an die Korinther

Brüder und Schwestern:

… Es gibt verschiedene Gnadengaben, aber nur den einen Geist.
Es gibt verschiedene Dienste, aber nur den einen Herrn.
Es gibt verschiedene Kräfte, die wirken, aber nur den einen Gott: Er bewirkt alles in allen.
Jedem aber wird die Offenbarung des Geistes geschenkt, damit sie anderen nützt.
Denn wie der Leib eine Einheit ist, doch viele Glieder hat, alle Glieder des Leibes aber, obgleich es viele sind, einen einzigen Leib bilden:

so ist es auch mit Christus…

also werden wir alle zu Gliedern des Leibes Christi, beim Feiern und aber auch an jedem anderen normalen Tag. Gelegenheit dafür findet man an jeder Ecke, in jedem Menschen und sonntags treffen wir uns in der Kirche und feiern für und mit Gott jeden Sonntag.

Also bis bald! Wann sehen wir uns?

von  B. S.

 

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