Vokalensemble ContraPunkt

Angst der Hellen und Friede der Seelen

Konzert des  Vokalensembles ContraPunkt

ContraPunkt

Ein beeindruckendes Konzert gaben die Mitglieder des Vokalensembles ContraPunkt am vergangenen Samstag, 15. November 2014, in der Klosterkirche Blieskastel.  10 Sängerinnen und Sänger zählt das Ensemble, in dem sogar zwei Kinder mitsingen.  Ungewöhnlich und faszinierend zugleich, dass man im Computerzeitalter des 21. Jahrhunderts Kinder noch für klassische Musik  begeistern kann. Soviel vorweg.

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Angst vor der Hölle und Friede den Seelen – so lautete ins Neudeutsche übersetzt der Titel des Konzerts. Einen Schwerpunkt des Konzertes bildete der Psalm 116. Die Sängerinnen und Sänger interpretierten dazu Werke von Heinrich Schütz, Michael Altenburg, Daniel Michael und Tobias Michael. Stücke von Georg-Philipp Telemann, Thomas Tallis und Johann Hermann Schein durften dabei ebenso wenig fehlen wie A-Capella-Stücke von William Byrd und Johann Sebastian Bach, allesamt große Komponisten der Klassik, die das Spannungsfeld zwischen Hölle und Seelenfrieden vertont haben.

Dieses Spannungsfeld spiegelte sich auch in der Titelwahl wider:  Auf „Du Friedensfürt, Herr Jesus Christ“  folgte „Out of the deep“, was so viel bedeutet wie „Aus den Tiefen“ und „Wenn wir in Nöten sind.“  So war es auch im dritten Teil des Konzerts:  „Friede der Seelen“ gefolgt von „Die mit Tränen säen.“ und die Telemann-Stücke „Ich hatte viel Bekümmernis“ bis hin zu der erlösenden Feststellung „Sei nun wieder zufrieden meine Seele.“ Dazwischen im zweiten Teil des Konzerts waren die unterschiedlichen Vertonungen des 116. Psalms zu hören.

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Gewissermaßen als „Contrapunkt“ im Programm fungierten die Instrumentalstücke, die dem Publikum jeweils nach 4 Chorstücken zu Gehör gebracht wurden.  Das erste Instrumentalstück war ein reines Orgelstück von Johann Sebastian Bach „Wer nur den lieben GOTT lässt walten.“ Nach weiteren vier Chorstücken folgte ein Instrumentalstück mit Orgel und Violine von Georg Philipp Telemann, die Sonate in a-moll.

Der Guardian des Klosters Blieskastel, Pater Piotr Ruchala, zeigte sich beeindruckt von dem Konzert, das ihm gut gefiel. Das war auch der Tenor beim Publikum, das die Leistungen der Akteure mit Applaus bedachte und so eine Zugabe am Schluss erfolgte. Einziger Wermutstropfen war – so der Guardian – dass nicht so viel Publikum zu diesem hörenswerten Konzert gekommen war. Bleibt zu hoffen, dass dies bei einem Folgeauftritt anders wird, denn das Konzert machte durchaus „Lust auf Mehr“.

 

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