Weltjugendtag – Vesper

Zwischen den großen Weltjugendtagen 2013 in Rio und 2016 in Krakau ruft der Papst jährlich an Palmsonntag zu kleinen Jugendtagen auf. Auch die Diözese Speyer beteiligte sich an dieser Initiative des Papstes, so dass sich außer in Blieskastel zeitgleich noch in Speyer, Ludwigshafen und auf Maria Rosenberg Jugendliche dem päpstlichen Aufruf anschlossen.

 

Jugendvesper_3So waren rund 35 Jugendliche nach Blieskastel gekommen, die eine hörenswerte Vesper gestalteten. Der Chor unter der Leitung von Christoph Nicklaus brachte zwischen den einzelnen Textbeiträgen moderne Chorstücke wie „Here we are“, „Herr ich komme zu Dir“,  „Hevenu Shalom“, „Sei behütet auf Deinen Wegen“, aber auch Altbekanntes wie „Selig seid Ihr“ zu Gehör, jedes Stück für sich von den Jugendlichen mit großer Hingabe vorgetragen.

 

Papst Franziskus stellte den diesjährigen Weltjugendtag unter das Motto der Seligpreisung: Selig, die ein reines Herz haben, denn sie werden Gott schauen” (Mt 5 8). So beschäftigten sich die Jugendlichen auch während der gesamten Vesper eindrucksvoll mit diesem Motto.

 

 

Außergewöhnlich war die Wahrnehmungsübung. Mit verschlossenen Augen tasteten die Jugendlichen ihren Pulsschlag an den Schläfen, am Hals und am Handgelenk. Dann wurde ein Metronom eingeschaltet, das den Pulsschlag symbolisieren sollte. Im Takt des Metronoms wurden die Worte gesprochen: „Wir versuchen unseren Pulsschlag anzuhalten. Es gelingt uns nicht. Unser Leben gehört uns nicht, es ist uns anvertraut. Es ist uns geschenkt.“

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Die Geschichte vom Kaufmann mit dem steinernen Herzen, die im Anschluss vorgetragen wurde, handelte von einem Kaufmann, dessen einziges Ziel es war, immer reicher zu werden. Um dieses Ziel zu erreichen, gab er sein Herz dem Versucher und tauschte es gegen ein Herz aus Stein ein. Er wurde zwar steinreich, verlor aber sein gesamtes soziales Umfeld. Schließlich folgte er dem Rat von Bischof Nikolaus, dem er sich anvertraut hatte. Er verschenkte all sein Vermögen und jede gute Tat erfreute sein Herz. Der Stein in seiner Brust schmolz und sein Herz kam wieder. Als er starb war aus dem armen Reichen ein reicher Armer geworden.

 

Über diese Geschichte dachten die Jugendlichen bei Meditationsmusik von Christoph Nicklaus nach und erhielten dabei die folgenden Denkanstöße:

Was muss passieren, damit euer Herz zu einem Herz aus Stein wird?

Was bedeutet es, ein reines Herz zu haben?

Was müssen wir tun, um unser Herz zu „reinigen” oder rein zu halten?

Welche Auswirkungen hat das auf unseren Umgang untereinander?

Schlägt dein Herz auch mal für Gott? Wann verlierst du es auch mal an ihn?

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Es folgte die Schriftlesung, die sogenannte Bergpredigt aus dem Evangelium nach Matthäus (Mt 5, 1 -12), in der JESUS selbst eine Antwort auf die Frage gab, wie man selig wird oder – anders ausgedrückt – ins Himmelreich kommt und GOTT schauen kann. Passend dazu sang der Chor im Anschluss das Lied „Selig seid ihr“

 

Es folgten die Fürbitten, das Vater unser und der Friedensgruß, der mit den Worten endete: „Du, guter Gott, kannst uns Wege zu diesem Frieden zeigen Du kannst unser Herz öffnen und uns zusammenführen. Fangen wir damit gleich an, geben wir uns ein Zeichen des Friedens.“ Nach dieser Aufforderung reichte jeder seinem Nachbarn zur Rechten und zur Linken, seinem Vordermann und seinem Hintermann die Hand zum Friedensgruß.

 

Die Vesper schloss mit dem Gebet:

 

Gott segne Dir den Weg, auf dem Du jetzt gehst.

Gott segne Dir das Ziel, für das Du jetzt lebst.

Gott, segne Dich auch, wenn Du rastest.

Er segne Dir das, was Dein Wille sucht.

Er segne Dir das, was Deine Liebe braucht.

Er segne Dir das, worauf Deine Hoffnung ruht.

Gott, der sich nach Dir sehnt, segne Deinen Blick und Dein Herz.

So segne uns der gute Gott,

der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen.

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