Wallfahrtswoche hat begonnen

 

Mit dem Fest Mariä Geburt hat am Dienstag, dem 8. September, im Wallfahrtskloster Blieskastel unsere diesjährige Wallfahrtswoche begonnen. Bis zum 15. September laden die verschiedenen Wallfahrtstage dazu ein, gemeinsam zu beten, Eucharistie zu feiern und sich neu auf Gott auszurichten.

Eine besondere Bedeutung erhält die Wallfahrtswoche in diesem Jahr durch das Jubiläumsjahr des heiligen Franziskus. Sein Leben, sein Glaube und seine radikale Hinwendung zu Christus begleiten uns in diesen Tagen. Franziskus wollte nichts anderes, als das Evangelium mit seinem ganzen Leben sichtbar werden zu lassen. Auch seine tiefe Verehrung der Gottesmutter Maria führt uns zu Christus und lädt uns ein, wie sie offen zu sein für Gottes Willen.

Der erste Wallfahrtstag stand im Zeichen des Festes Mariä Geburt. Mit der Geburt Mariens beginnt etwas Neues und Hoffnungsvolles. Gott bereitet seinen Weg mit den Menschen oft im Verborgenen und durch Menschen, die bereit sind, sich ihm anzuvertrauen. Maria erinnert uns daran, dass auch unser Leben in Gottes Hand liegt und dass aus einem kleinen Anfang Großes wachsen kann.

Im festlichen Gottesdienst wurde auch unsere Wallfahrtskerze gesegnet. Sie trägt das Bild unserer Lieben Frau mit den Pfeilen und des heiligen Franziskus und verbindet damit auf besondere Weise die marianische Tradition unseres Gnadenortes mit dem franziskanischen Jubiläumsjahr.

Am zweiten Wallfahrtstag richtete sich unser Blick auf Maria, Königin des Friedens. Gerade in einer Zeit, in der wir Kriege, Gewalt, Spannungen und Unsicherheit erleben, ist die Bitte um Frieden besonders notwendig. Doch Frieden beginnt nicht erst zwischen Völkern und Staaten. Er beginnt in unseren Herzen, in unseren Familien, in unseren Beziehungen und überall dort, wo Menschen bereit sind, aufeinander zuzugehen, zu vergeben und Versöhnung zu suchen. Auch der heilige Franziskus war ein Mensch des Friedens. Sein franziskanischer Gruß „Pax et bonum – Frieden und Heil“ bleibt bis heute Auftrag und Ermutigung.

An beiden Abenden schloss sich an die feierliche Eucharistie eine Lichterprozession an. Mit brennenden Kerzen machten sich die Gläubigen gemeinsam auf den Weg zur Gnadenkapelle und zu unserer Lieben Frau mit den Pfeilen. Das Licht in den Händen wurde dabei zu einem sichtbaren Zeichen unseres Glaubens und unseres Gebetes: für den Frieden, für unsere Familien, für Kranke und Leidende und für alle Menschen, die Gottes Nähe und Hilfe besonders brauchen.

So haben die ersten beiden Tage unsere Wallfahrtswoche geprägt: durch Gebet, Gemeinschaft, das Licht der Kerzen und die Botschaft Mariens und des heiligen Franziskus. In den kommenden Tagen setzen wir diesen gemeinsamen Weg fort und laden herzlich ein, die Wallfahrtswoche mitzufeiern.

Krippenspielgruppe des Klosters Blieskastel – viel mehr als eine „Projektgruppe“

Seit der Einführung des Krippenspiels im Jahre 2005 fand – mit Ausnahme der Corona-Jahre – in jedem Jahr eine sogenannte „Lebendige Krippe“ im Kloster Blieskastel statt. Das erste „lebende Jesuskind“, unsere Elisabeth Berwanger, ist inzwischen volljährig und nach wie vor beim Krippenspiel dabei. Die erste Muttergottes-Darstellerin Caroline Rabung ist inzwischen selbst Mama von zwei Kindern, die in diesem Jahr zum ersten Mal als Darsteller bei uns mitmachen. Insgesamt ist das eine sehr erfreuliche Entwicklung.

Damit wir aber keine bloße „Projektgruppe“ sind, laden Pater Mateusz Micek und die Teamleiterin und Autorin des Krippenspiels Andrea Weinmann regelmäßig zu kirchlichen oder weltlichen Aktionen ein. Bibelbrot-Backen, Palmstecken-Binden, Osterkerzen-Verzieren, beim Erntedank-Gottesdienst mitmachen, Adventskränze herstellen, einen Kinderkreuzweg gestalten, Kinder-Mai-Andacht, das sind nur einige Aktionen rund um das Kirchenjahr, bei denen unsere Kinder schon mitwirken durften.

Da unsere Kinder immer auch brav waren, besuchte sie schon mehrfach St. Nikolaus oder gab für jedes Kind ein Geschenk im Kloster ab, wenn er mal bei anderen Kindern zu Gast sein musste. Bei unserem – inzwischen schon traditionellen – Dankeschön-Treffen bekommen unsere Kinder als Dankeschön für ihren Einsatz kleine Geschenke. Dabei schauen wir uns gemeinsam den Film des vergangenen Krippenspiels an, was nicht selten zu „Lachern“ führt, denn nur die Insider merken, was bei der Aufführung alles schiefgelaufen ist. So wird beides vereint: Der Ernst bei der Aufführung und der Spaß beim Abschlusstreffen.

Im Februar luden wir die Kinder in einen Indoor-Spielplatz in Saarlouis ein. Die Kinder tobten sich aus, während die Erwachsenen gemütlich beisammensaßen und Brote für alle vorbereiteten. Die Zeit verging wie im Flug. Es gefiel allen gut, sodass der Ruf nach einer Wiederholung laut wurde. Zu unserem zweiten Ausflug luden wir am 5. September 2026 ein. Dieses Mal in der freien Natur hätte der heilige Franziskus von Assisi seine helle Freude an unseren Kindern gehabt, die kurzweilige Stunden beim Kinderfest auf der Redener Halde verbrachten. Dort wurden Igel, Ameisen, Bienen und Eichhörnchen vorgestellt. Ein Stand beschäftigte sich mit der gesunden Ernährung. Wie werden Riesen-Seifenblasen hergestellt, und einiges mehr. Die Kinder nutzten die ganze Zeit aus, um nur ja keine Attraktion zu verpassen.

Den gemeinsamen Abschluss machten wir bei Pizza und kalten Getränken in einem Restaurant in Neunkirchen, in das unsere Teamleiterin anlässlich ihres 60. Geburtstages eingeladen hatte.

Einladung zur Wallfahrts- und Marienfestwoche 2026

 

Liebe Schwestern und Brüder,
am Dienstag, dem 8. September, beginnen wir mit dem Fest Mariä Geburt unsere diesjährige Wallfahrts- und Marienfestwoche. Sie endet am Dienstag, dem 15. September, mit dem Gedächtnis der Schmerzen Mariens.

In diesem Jahr feiern wir die Wallfahrtswoche im Jubiläumsjahr des heiligen Franziskus. In den Gottesdiensten wollen wir daher besonders die tiefe Beziehung des heiligen Franziskus zu Gott und zur Gottesmutter Maria betrachten. Zugleich erinnern wir daran, dass die Gläubigen an unserem Wallfahrtsort unter den üblichen Voraussetzungen einen vollkommenen Ablass erlangen können.

  • 9.15 Uhr: Laudes und Lesehore in der Gnadenkapelle
  • 19.00 Uhr: Eucharistiefeier in der Wallfahrtskirche mit anschließender Lichterprozession durch die Parkanlage zur Gnadenkapelle

Am Donnerstag, dem 10. September, begehen wir den Wallfahrtstag der Kranken. Während der Eucharistiefeier um 19.00 Uhr wird das Sakrament der Krankensalbung    gespendet. Bitte denken Sie auch an kranke Angehörige, Freunde und Nachbarn und laden Sie diese herzlich zu diesem besonderen Gottesdienst ein.

Am Sonntag, dem 13. September, dem Fatima-Tag, dürfen wir Abt Wendelinus Naumann OSB aus der Benediktinerabtei Tholey bei uns begrüßen. Er wird um 19.00 Uhr mit uns das feierliche Pontifikalamt feiern. Es wäre ein schönes Zeichen der Verbundenheit mit unserem Wallfahrtsort, wenn viele Gläubige daran teilnehmen würden.

Bitte beachten Sie: An diesem Sonntag entfällt die heilige Messe um 9.00 Uhr. Wir feiern die Eucharistie um 11.00 Uhr sowie um 19.00 Uhr das Pontifikalamt.

Das ausführliche Programm finden Sie auf den Plakaten, in den Blieskasteler Nachrichten und auf unserer Internetseite.

Wir laden Sie alle herzlich ein, an den Gottesdiensten, Gebeten und Lichterprozessionen teilzunehmen und diese besonderen Tage in lebendiger Glaubensgemeinschaft mitzufeiern.

Lebendige Krippe 2025

Vor 20 Jahren übernahmen die Franziskaner Minoriten aus der Provinz Krakau von den bis dahin hier ansässigen Kapuziner-Mönchen, die alters- und gesundheitsbedingt das Kloster Blieskastel nicht mehr betreuen konnten, die Wallfahrtsseelsorge in Blieskastel. Noch im gleichen Jahr, an Weihnachten 2005, wurde von Pater Marek die erste Lebendige Krippe ins Leben gerufen. „Seitdem“, so erläutert Pater Dr. Mateusz Micek, der derzeitige Guardian des Klosters Blieskastel, „fand in jedem Jahr eine Lebendige Krippe statt. Nur in den Corona-Jahren mussten wir pausieren.“ 

Ab Anfang November proben die „Krippenspielkinder“ in jedem Jahr das Krippenspiel, das von der Teamleiterin Andrea Weinmann den Fähigkeiten der Kinder angepasst wird. „Dabei versuchen wir auch, das Geschehen in Bethlehem aus unterschiedlichen Perspektiven darzustellen. „Wie hat sich Josef gefühlt?“, war ebenso schon Thema wie „wie haben sich die Engelchen wohl auf Weihnachten vorbereitet“ oder auch „Wie ist die Lebendige Krippe überhaupt entstanden?“ 

In diesem Jahr wurde die Weihnachtsgeschichte aus der Sicht des Sterns, gespielt von Lea Buhr, erzählt.  

 „Vor 2000 Jahren ist es geschehen: 
Da konnte man mich am Himmel sehen. 
Ich leuchtete aus der Ferne 
Viel heller als die anderen Sterne“, 

so begann der Stern von Bethlehem seinen Text. In der nächsten Szene kam ein Soldat, gespielt von Ilay Urgatz, und gab Maria (Lea Anton) und Josef (Joshua Hillen) den Befehl zur Volkszählung bekannt. Während des Liedes „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“ begaben sch Maria und Josef auf den weiten Weg nach Bethlehem, in dem sie seitlich an den Beichtstühlen der Klosterkirche vorbei durch den Mittelgang nach Bethlehem zogen, wo sie vergeblich nach einer Unterkunft Ausschau hielten. Schließlich klopften sie an der letzten Tür, und der Herbergsvater, gespielt von Immanuel Hillen, bot ihnen den Stall, der während des Liedes von einem Betreuer-Team aus Eltern und Großeltern aufgebaut worden war, als Übernachtungsmöglichkeit an. Dort brachte Maria das Jesuskind zur Welt. 

Zum Lied „Zu Bethlehem geboren, begaben sich die Hirten (Agnieszka Hofmann mit Charlie Hofmann, Gabriel Jendrynka, Immanuel Hillen und Ilay Urgatz) vor den Sternenhimmel, das Verkündigungsengelchen (Rosa Hofmann) stellte sich hinter denselben und kam auf das Stichwort:“ Doch plötzlich umgab sie ein helles Licht und der Engel sprach: Fürchtet euch nicht“ nach vorne zu den Hirten. Beim anschließenden Lied „Engel auf den Feldern singen“ gab unser Engelchen alles, um auch sein musikalisches Können unter Beweis zu stellen. Man merkte ihm deutlich die Freude darüber an, dass das Publikum mitsang. 

Das Engelchen flog zum Stall von Bethlehem, während die Hirten zuerst einmal das Erlebte verdauen mussten. Als sie sich endlich berappelt hatten, packten sie noch schnell Käse und Milch ein, um nicht mit leeren Händen zu dem Kind im Stall zu kommen, und zogen zu dem Lied „Kommet ihr Hirten“ auf der gegenüberliegenden Wandseite durch den Mittelflur zum Stall von Bethlehem ein, wo Maria und Josef sich sehr über die mitgebrachten Gaben freuten. 

 Derweil hatten drei Sterndeuter (gespielt von Filis und Sandra Stolz sowie Elisabeth Berwanger) im Orient den Stern entdeckt und machten sich ihre eigenen Gedanken zu diesem besonderen Himmelsschauspiel. Sie zogen zum Lied „Es ist für uns eine Zeit angekommen“ in die Kirche ein, beratschlagten kurz, was zu tun sei und zogen zum Lied „Stern über Bethlehem“ zur Krippe, wo inzwischen die Jesus-Kind-Puppe durch das Baby Malou Noll ausgetauscht worden war. Der Stern begleitete sie auf ihrem langen Weg (gegenüberliegender Flur der Klosterkirche, dann Mittelflur) bis zum Stall. 

 Die Lektorin (Vanessa Nimpsch) beendete das Krippenspiel mit den Worten: 

 Die Könige verweilten im Stall einen Augenblick 
Und zogen dann in den Orient zurück. 
Machen wir es wie die Könige und folgen wir dem Stern, 
beten wir an den König und Herrn. 

 Nach dem anschließenden Wortgottesdienstteil, der von Pater Mateusz unter Beteiligung der Eltern und Großeltern gestaltet wurde, lud Pater Mateusz Groß und Klein zum Einzelsegen ein. Anschließend fand im Klosterhof, wo lebende Tiere die Szenerie bereicherten, ein gemütliches Beisammensein bei Plätzchen, Kinderpunsch und Glühwein statt. Auch in diesem Jahr stand uns hierfür das bewährte Team Pia und Hubert Erlenkämper, Anni Bubel und Bruder Jakub zu Verfügung. Die Plätzchen wurden von Café Kuhn und Anni Bubel gespendet. 

 Wir danken den Besitzern der Tiere, Familie Müller, Erzentalerhof in Gersheim (Alpakas), Frau Monika Bützow aus Kirkel (Esel) und Familie Kutsch (Schäfchen), dass sie uns ihre Tiere für die Außenkrippe gebracht haben. Ein ganz besonderer Dank gilt unseren Musikerinnen und Musikern, die uns schon seit Jahren die Treue halten und jedes Jahr am zweiten Weihnachtstag unser Krippensiel mit wunderschönen Instrumentalklängen bereichern, sowie unserem Organisten Franz-Josef Berwanger. 

Impressionen des Krippenspiels 2025 – Fotos Kathrin Pfund

Einladung zur Buchlesung

Einladung zur Buchlesung

„Vergiss nie, die Welt ist freundlich“
Lesung und Begegnung mit Autorin Sonia Elli Luiz
Zum Thema: „Abschied nehmen und Abschied annehmen“

📅 Samstag, 08. November 2025
🕕 18.00 Uhr
📍 Gnadenkapelle
Gestaltet mit P. Mateusz

Ein Abend der Worte, die trösten

 und ein Abend des Glaubens, der trägt

Wir laden Sie herzlich zu einem besonderen Abend ein, der Raum bietet für Nachdenken, Erinnern und Hoffnung.
Im Monat November, in dem wir unserer Verstorbenen gedenken, lädt uns dieses Thema besonders dazu ein, auf das eigene Leben und den Weg des Loslassens zu schauen – im Vertrauen darauf, dass Gott uns in jedem Wandel begleitet.

Die Autorin Sonia Elli Luiz liest aus ihrem Buch „Vergiss nie, die Welt ist freundlich“ und teilt persönliche Gedanken über das Leben, den Tod und die Kunst, in allem die Güte der Welt zu erkennen.
Begleitet wird die Lesung von Impulsen und Gebet mit P. Mateusz.

 Sonia Elli Luiz, Jahrgang 1958, hat nach ihrem Studium Germanistik/Komparatistik auf Verlagsseite gearbeitet. Seit 1991 ist sie Creative Consultant für Unternehmen und Marken. Nebenbei schreibt sie Ratgeber und Kurzgeschichten, Romane und Krimis, ab und zu auch journalistisch.

Über das Buch

„Vergiss nie, die Welt ist freundlich“

Ein Buch über das Loslassen, die Liebe und das Weiterleben im Glauben.
In einer feinfühligen Erzählung führt Sonia Elli Luiz die Leserinnen und Leser an Themen heran, die uns alle betreffen – Abschied, Trauer, Vertrauen und Hoffnung.

Die Autorin erzählt aus ihrem eigenen Leben, von Begegnungen mit Sterbenden, von familiären Erinnerungen und von der Kraft, die im Annehmen liegt.
Ihr Buch lädt ein, den Tod nicht als Ende, sondern als Teil eines größeren Kreislaufs zu verstehen.

Zentrale Gedanken des Buches

Akzeptanz des Todes
Sonia Elli Luiz beschreibt, wie Angst und Schmerz sich in Liebe verwandeln können, wenn wir lernen, dem Unvermeidlichen mit Vertrauen zu begegnen.

Kontinuität des Lebens
Das Leben endet nicht mit dem Tod – es wandelt sich. Der Mensch bleibt in Erinnerung, in Liebe, in allem, was er weitergegeben hat.

Familie und Erinnerung
In Erinnerungen an ihre Großmutter findet die Autorin Trost und Weisheit. Sie zeigt, wie Rituale, Fürsorge und kleine Alltagsmomente das Fundament des Lebens bilden.

Ein friedlicher Abschied
Die Erzählungen über das Sterben geliebter Menschen sind von tiefer Zärtlichkeit geprägt. Sie zeigen, dass Liebe bleibt – über den Tod hinaus.

Vertrauen und Glaube
Der Glaube zieht sich wie ein stiller Faden durch das Buch. Er hilft, den Schmerz in Sinn zu verwandeln und im Loslassen Geborgenheit zu finden.

Philosophische und spirituelle Einsichten

Sonia Elli Luiz betrachtet den Tod als Teil der göttlichen Ordnung – nicht als Ende, sondern als Übergang.
Ihr Schreibstil ist ruhig, poetisch und voller Dankbarkeit. Erinnerungen an Kindheit, Familie und Natur verweben sich zu einer Erzählung, die Trost spendet und Mut macht.

„Sterben ist nur ein Umziehen in ein schöneres Haus.“
– Elisabeth Kübler-Ross

„Vergiss die Freude nicht! Denn wenn ein Mensch geboren wird, geht anderswo ein Licht aus.“
– aus dem Buch

Einladung zum Innehalten

Diese Lesung ist mehr als eine Buchvorstellung.
Sie ist eine Einladung, über den Kreislauf des Lebens nachzudenken – über Abschied und Neubeginn, über den Schmerz und die Schönheit des Daseins.

In einer Zeit, in der viele Menschen Orientierung suchen, schenkt uns das Buch von Sonia Elli Luiz einen Moment der Stille, des Mitgefühls und der Zuversicht.

Gemeinsam möchten wir uns erinnern, loslassen und vertrauen – im Glauben, dass jede Veränderung uns näher zu Gott führt.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

 

Änderung der Gottesdienstzeiten

Liebe Schwestern und Brüder,

wir möchten Sie heute über einige Änderungen in unseren Gottesdienstzeiten informieren, die ab November in Kraft treten werden. Diese Entscheidung ist uns nicht leichtgefallen, doch die Umstände machen sie notwendig.

Seit September dieses Jahres sind wir in unserer Klostergemeinschaft nur noch drei Priester. Das bedeutet, dass die Belastung größer geworden ist, vor allem an Sonntagen, wenn einer von uns verhindert ist. Dann müssen die verbleibenden Mitbrüder bis zu vier Gottesdienste übernehmen.

Aus diesem Grund – und auch, weil die Besucherzahlen in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen sind – haben wir uns schweren Herzens entschlossen, die Messe um 7.00 Uhr zu streichen. Wir wissen, dass dies besonders für die treuen Gottesdienstbesucher ein schmerzlicher Verlust ist. Von Herzen bitten wir Sie, uns weiterhin verbunden zu bleiben und künftig an einem der anderen Gottesdienste teilzunehmen – sei es um 9.00 Uhr, 11.00 Uhr oder beim Abendgottesdienst.

Eine weitere Änderung betrifft die Abendmesse:
Der Abendgottesdienst findet künftig ganzjährig um 18.00 Uhr in der Wallfahrtskirche statt. Es wird also keinen Wechsel mehr geben zwischen Sommer und Winter, und auch die bisherige Uhrzeit um 19.00 Uhr entfällt. Diese Regelung ist notwendig, da unser Pfarrer, Pater Hieronim, ohne Kaplan die Last vieler Gottesdienste trägt und so eine verlässliche, aber auch zumutbare Planung möglich wird.

Wir sind uns bewusst, dass diese Anpassungen nicht nur uns, sondern vor allem Sie – unsere Gemeinde – betreffen. Leider macht sich auch bei uns der Personalmangel in der Kirche spürbar bemerkbar. Unsere Gemeinschaft wird kleiner, und es gibt keinen Ersatz für die Mitbrüder, die uns verlassen haben.

Darum bitten wir Sie um Ihr Verständnis und Ihr Gebet. Auch wenn sich manches verändert, so bleibt unsere gemeinsame Feier der Eucharistie das Herzstück unseres Glaubenslebens. Wir hoffen sehr, dass wir diesen Weg weiterhin gemeinsam gehen können – in Treue, im Glauben und in geschwisterlicher Verbundenheit.

Vergelt’s Gott für Ihre Treue und Ihr Verständnis.

Hochfest Maria Aufnahme in den Himmel – Mariä Himmelfahrt

In diesem Jahr fand sich – an den Tagen vor Mariä Himmelfahrt – ein Team von 10 Frauen, Männern und Kindern zusammen, alle nur von dem einen Gedanken beseelt: Der Muttergottes an ihrem besonderen Festtag die Ehre zu erweisen und die Klosterkirche und die Gnadenkapelle festlich zu schmücken.

Alle Helferinnen und Helfer, die aus unterschiedlichen Orten stammen, suchten jeweils Blumen und Kräuter aus ihrer Gegend, sodass aus der gesamten Umgebung unseres Gnadenortes Blumen- und Kräuterspenden zusammenkamen, ein schönes Zeichen der Verbundenheit und der Marienverehrung.

Am Donnerstag, 14.08.2025, war es dann soweit: „Treffpunkt: 10.30 Uhr im Kloster“ zum Schmücken der Gnadenkapelle und der Kirche und zum „Werzwisch-Sträuße-Binden“, eine uralte Tradition an Mariä Himmelfahr, bei der die gesegneten Kräutersträuße mit nach Hause genommen werden. Einige hängen sie als Bitte um Schutz vor Unwetter zu Hause auf den Speicher, andere bewahren sie zum Schutz vor Krankheiten zu Hause auf.

Selbst sengende Hitze konnte das Team nicht abhalten, den Festtags-Blumenschmuck und die Kräutersträußchen herzustellen. Da brachte Pater Mateusz‘ hausgemachtes „Kräuter- und Zitronenwasser“ eine willkommene Abkühlung, ebenso wie das Eis, das am Nachmittag von einem Team-Mitglied spendiert wurde.

Einige Stunden später – nach getaner Arbeit – verließen die Helferinnen und Helfer zwar aufgrund der Hitze erschöpft, aber doch frohen Herzens den geschmückten Wallfahrtsort. An Mariä Himmelfahrt war die Resonanz auf den schön gezierten Gnadenort überwältigend. Fotos über Fotos wurden „geschossen“, ein teilweise staunendes, teilweise anerkennendes „O, wie schön“ oder „der Gottesmutter würdig“, war zu hören. Auch alle Kräuter-Sträuße wurden mitgenommen.

Bleibt uns nur, allen zu danken, die ihren Beitrag dazu geleistet haben, dass das Fest Mariä Aufnahme in den Himmel wieder zu etwas Besonderem werden konnte, das Spiritualität und frommes Brauchtum auf ausdrucksvolle Weise miteinander verknüpfte.

Andrea Weinmann

Stellvertretende Vorsitzende des
katholischen Kreuzkapellenvereins Blieskastel